Hier würden Sie ein Porträt der Maklerin Sibel Tas sehen.

Das Bestellerprinzip – Fluch oder Segen?

Wir stellen in der nächsten Zeit Makler vor, die mit uns zusammenarbeiten. Wir sprechen mit ihnen über aktuelle Entwicklungen am Markt, wie sie Tools und Technologien in ihrer täglichen Arbeit einsetzen und über ihre persönlichen Erfolgsrezepte. Heute sprechen wir mit Sibel Tas von Real House Immobilien über die Auswirkungen des Bestellerprinzips.

Im Gespräch mit Sibel Tas

Wie fing alles an?

S.T.: Wir haben vorher beide in einer anderen Branche gearbeitet. Berufsbedingt mussten wir oft umziehen und haben uns gewundert, warum viele Makler, obwohl sie so einen tollen Job haben, ihre Arbeit mit so wenig Begeisterung machen. Das wollten wir besser machen! Ich selbst bin nun seit vier Jahren als Maklerin tätig, seit März 2015 haben wir dieses Büro. Wir leben und lieben unsere Arbeit. Es ist für uns ein Traumjob, darum leisten wir auch gerne Mehrarbeit, weil es uns erfüllt. Und dieses Gefühl möchten wir an die Kunden weitergeben.

Wie beurteilen Sie den Kölner Immobilienmarkt?

S.T.: Der Kölner Immobilienmarkt ist hart umkämpft. Da Immobilien sehr schnell den Besitzer wechseln, gibt es zwar viele Vermittlungen, gleichzeitig gibt es aber auch 750 Makler, mit denen man konkurriert. Man muss sich als Maklerbüro qualitativ hervortun, um mithalten zu können. Vertrauen, Erfahrung und eine sehr gute Marktkenntnis sind entscheidend, um Eigentümer von der eigenen Leistung zu überzeugen.

Wie gewinnen Sie neue Kunden, Eigentümer und Käufer?

S.T.: Werbung und Marketing sind sehr wichtig, um langfristig zu überleben. Ca. 60 % unsere Zeit fließen in die Maklertätigkeit, die verbleibenden 40 % in Marketing. Wir schalten unsere Immobilieninserate immer in allen großen Immobilienportalen in der Regel als Topplatzierung und mit einem hochwertigen Exposé. Daneben gehört zum Marketing ein guter Internetauftritt mit aktuellen und relevanten Informationen. Das sind die Wege, über die Kunden uns finden. Hinzu kommt, dass ein guter Makler immer erreichbar sein muss und Kunden bei allen Fragen mit fachkundiger Beratung, vor allem was rechtliche Neuerungen betrifft, zur Seite stehen muss.

Fünf Monate Bestellerprinzip. Was halten Sie davon?

S.T.: Ich bin ein absoluter Befürworter des Bestellerprinzips, denn dadurch selektieren sich die professionellen Makler von denen, die unprofessionell arbeiten. Davon profitieren wiederum die Kunden. Ein Kunde merkt, ob der Makler gute Arbeit leistet oder nur eine schnelle Abwicklung will. Wir streben immer eine langfristige Zusammenarbeit mit unseren Kunden an, bei der wir unsere Kunden über die Zeit besser kennenlernen und auf ihre Wünsche eingehen können. Für uns ist das Vertrauen zwischen Makler und Kunden sehr wichtig.

Welche Schwierigkeiten hatten Sie durch die Einführung des Bestellerprinzips?

S.T.: Wir haben direkt mit dem Bestellerprinzip auch unsere 12-Monatsgarantie eingeführt. Das heißt, wir vermieten eine Wohnung kostenlos neu, wenn es innerhalb der ersten 12 Monate nach Vermietung zu einem oder mehreren Mieterwechseln kommt. Unsere Kunden wissen, dass sie mit uns einen verlässlichen Partner haben, der ihnen jederzeit kompetent weiterhilft und immer ansprechbar ist. Darum haben wir auch trotz des Bestellerprinzips die meisten Kunden behalten.

Woher kam die Idee zur 12-Monatsgarantie?

S.T.: Wie können wir langfristig für unsere Kunden da sein und ihr Vertrauen gewinnen? Was möchte der Kunde? Dazu wollten wir etwas Innovatives und Neues finden, womit wir uns von anderen Maklerbüros unterscheiden. So haben wir die Idee der 12-Monatsgarantie entwickelt, die mittlerweile auch von anderen Maklerbüros übernommen wurde.

Was ist Ihre Vision für den Maklermarkt der Zukunft?

S.T.: Wir selber wollen expandieren. Allgemein wünsche ich mir, dass es durch eine strengere Zulassung nur noch qualifizierte und zertifizierte Makler gibt. Dazu gehört Marktwissen, aber auch auf die Kunden einzugehen. Persönlich würde ich mir zudem mehr Gemeinschaftsgeschäfte und Austausch der Makler untereinander wünschen. Andere Länder machen es uns vor: Man könnte viel erfolgreicher sein, wenn man zusammenarbeitet. Wir sollten aufhören, uns als Konkurrenz zu sehen.

Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit mit Homeday?

S.T.: Sehr positiv. Wir haben nach einem Partner gesucht, der auch anstrebt, das Objekt schnellstmöglich zum Bestpreis zu verkaufen. So sind wir auf Homeday gestoßen und quasi gemeinsam gestartet. Und es war ein sehr guter Start!  Wir sind sehr zufrieden und froh über die Zusammenarbeit, an der uns besonders gefällt, mit welcher Professionalität gearbeitet wird. Die Kommunikation funktioniert einwandfrei und unkompliziert. Nun kommt zudem noch die kostenfreie Marktanalyse hinzu. Wir haben bisher immer tolle Kunden mit interessanten Objekten empfohlen bekommen und sind gespannt darauf, wie die Kooperation weitergeht.