Hier würden Sie das Bild einer Kuh vor Stadtkulisse sehen.

Stadt oder Land — Wo wollen Sie leben?

Stadt oder Land? Ein Streitgespräch

zwischen Anna, 34, lebt seit 9 Jahren in Köln und

Fabian, 37, der vor 5 Jahren zurück in die Kleinstadt Schwetzingen bei Mannheim gezogen ist.

 

Homeday: Anna, was hat dich in die Stadt verschlagen?

Anna: Aufgewachsen bin ich auch auf dem Lande im Sauerland. Zunächst hat es mich für das Studium nach Essen verschlagen. Danach wollte ich unbedingt in der Großstadt bleiben und habe mich für Köln entschieden.

Homeday: Und Fabian, warum hat es dich wieder auf’s Land gezogen?

Fabian: Auch ich habe während des Studiums in der Stadt gelebt und sogar ein Semester in London verbracht. Für mich war aber auch immer klar, dass ich auf’s Land zurückkehren möchte, was ich dann auch nach Ende des Studiums getan habe.

Homeday: Wie lebt ihr jeweils?

Fabian: Wir haben ein kleines Häuschen etwas außerhalb mit großem Garten. Das war immer mein Traum für eine Familie.

Anna: Ich wohne in einer Altbauwohnung in einem zentralen Stadtteil mit vielen kleinen Cafés und individuellen Läden.

 

Homeday: Was reizt euch an der Region, in der ihr lebt?

Fabian: Für mich ist das ganz klar die Natur und die Ruhe! Unsere dreijährige Tochter fühlt sich pudelwohl! Hier hat sie genug Platz draußen zu spielen. Unser Haus hätten wir uns in der Innenstadt gar nicht leisten können.

Anna: Ja, die Immobilienpreise mögen zwar niedriger sein, aber das gleicht sich durch die Kosten für Auto und Benzin wieder aus. Und dieses Argument Natur verstehe ich überhaupt nicht. Wir haben so viele Parks in Köln, die teilweise Waldesgröße haben. Es gibt Seen und natürlich den Rhein. Und am Stadtrand befinden sich viele Viertel, die sehr dörflich sind. Man kann hier also durchaus auch seine Ruhe finden und ist trotzdem nicht fern ab vom Schuss. In der Stadt hat man doch viel mehr Freizeitmöglichkeiten: Cafés, Bars, Kultur!

Fabian: Aber wir haben hier doch auch alle Geschäfte, die man braucht. Es ist alles da. Auch Cafés und Kneipen. Außerdem brauche ich nur 20 Minuten bis Mannheim, eine Stunde nach Mainz oder Frankfurt. Warum soll ich mir also den Großstadttrubel antun?

Anna: Aber du musst immer erst mal fahren und möchtest offensichtlich doch manchmal die Vorzüge der Stadt genießen. Warte mal ab bis deine Tochter so alt ist, dass sie abends noch was mit Freunden unternehmen möchte oder am Wochenende ausgeht. Ich kenne das noch all zu gut. Da fährt um 21 Uhr der letzte Bus. Und dann? Und den Trubel, den du ansprichst, den schätze ich sehr. Man trifft so viele verschiedene Menschen, es ist immer was los.

Fabian: Und in der Kleinstadt triffst du immer die selben Menschen, aber du kennst sie auch. Das Zusammengehörigkeitsgefühl ist viel stärker.

 

Homeday: Anna, was stört dich am dörflichen Leben am meisten?

Anna: Der Kleingeist!

Fabian: Gibt es sicherlich, aber es wäre genauso kleingeistlich, das auf alle zu beziehen.

Homeday: Was nervt dich an der Stadt am meisten, Fabian?

Fabian: Ich erlebe die Stadt immer als sehr stressig und hektisch.

Anna: Da muss ich auch Einspruch erheben. Das mag in der Innenstadt zwar so sein, aber ist doch nicht flächendeckend. Das sind meistens gerade die Ecken, an denen sich die Touristen aufhalten und die die Kölner selber meiden.

 

Homeday: Anna, gäbe es denn für dich auch Gründe doch auf’s Land zu ziehen? Und wie sieht es bei dir aus, Fabian? Bist du dir sicher, dass du für immer dem Stadtleben abgeschworen hast?

Fabian: Wir sind in Schwetzingen ja gut aufgestellt. Aber es gibt sicherlich dörfliche Regionen, die aussterben, in denen es zu wenig Ärzte gibt und kaum noch Geschäfte. Das ist gerade für ältere Menschen sehr schwer.

Anna: Wenn ich bei meinen Eltern bin, schätze ich schon die Beschaulichkeit des Ortes. Es ist wirklich sehr ruhig und die Zeit scheint langsamer zu vergehen. Aber ich genieße das wie einen Urlaub. Danach freue ich mich jedes Mal, wenn ich wieder in meinen Stadtsmog fahren kann. (lacht)

 

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