Hier würden Sie das Bild eines jungen Paares sehen welches von einem Verwandten eine Wohnung vermietet bekommen.

Verwandte als Mieter – zu günstig sollten Sie nicht vermieten

Wenn Angehörige in die eigene Immobilie einziehen, verlangt man häufig etwas weniger Miete als von Fremden. Die nette Geste kann sich jedoch als Steuernachteil erweisen.

Mietvertrag mit Verwandten sollte Fremdvergleich standhalten

Wenn die eigene Verwandtschaft einzieht, ist man als Vermieter gern ein wenig großzügig. Das kann sich jedoch als Nachteil erweisen. Denn wer eine Wohnung oder ein Haus an Angehörige vermietet, muss darauf achten, dass das Mietverhältnis dem sogenannten Fremdvergleich standhält. Darauf weist der Bund der Steuerzahler in Berlin hin. Das heißt: Der Mietvertrag muss dem entsprechen, was üblicherweise auch mit Fremden vereinbart wird. Andernfalls besteht die Gefahr, dass der Vertrag steuerlich nicht anerkannt wird und der Werbungskostenabzug verloren geht. Grundsätzlich gilt: Beträgt die Miete mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete, können die mit den Mieteinnahmen zusammenhängenden Ausgaben wie Finanzierungszinsen voll als Werbungskosten abgezogen werden. Liegt der Mietzins unterhalb der 66-Prozent-Grenze, lassen sich die Aufwendungen für die vermietete Wohnung hingegen nur anteilig absetzen. Mietverträge sollten aus diesem Grund regelmäßig etwa anhand des Mietspiegels überprüft werden, ob sie noch den ortsüblichen Bedingungen entsprechen.