Spannende Entwicklungen in der Immobilienbranche

Homeday hat mit Farid Damban, , Geschäftsführer von Dailymax Immobilien über aktuelle Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt Deutschland gesprochen.

Im Gespräch mit Farid Damban

Was macht einen guten Makler aus?

F.D.: Der Makler ist die Schnittstelle zwischen Verkäufer und Käufer. Entsprechend muss er auch beide Seiten beraten können. Dazu muss er sich mit dem Objekt auskennen, das er vermittelt. Natürlich ist es Aufgabe des Maklers dem Verkäufer Arbeiten und Lasten abzunehmen, ihn auch bei den behördlichen Aufgaben zu unterstützen. Umgekehrt sollte er den Käufer beraten, welche Potentiale in der Immobilie stecken, ihm Ideen geben, aber auch wissen, welche baulichen Maßnahmen gegebenenfalls notwendig sind und wie sich diese am besten umsetzen lassen. Erst dann ist das Geld auch wirklich verdient. Da ich selber einen handwerklichen Hintergrund und langjährige Erfahrungen aus dem Baugewerbe habe, kann ich Immobilien begutachten und Kunden auch technisch beraten. Ich kann sie zu baulichen Maßnahmen und den damit entstehenden Kosten beraten.

Wie hat sich die Immobilienbranche in den letzten Jahren verändert?

F.D.: Der Makler wird immer mehr zum Dienstleister. Die eigentliche Vermittlung könnte im Grunde jeder selber machen, der Lust und Zeit hat sich das nötige Know-How anzueignen. Der Makler muss also mehr bieten. Vor allem muss er beraten können und sich auf dem Immobilienmarkt auskennen, denn der wird immer komplexer. Nehmen wir zum Beispiel einen Autohändler, der ein Auto verkaufen möchte. Er muss etwas zu dem technischen Zustand des Autos sagen können, wissen was schon an dem Auto gemacht wurde, beurteilen können, was noch gemacht werden muss, welche Instandsetzungsmaßnahmen nötig sind und was sie kosten würden. Gleiches gilt für den Immobilienmarkt. Viele Makler haben einen rein kaufmännischen Hintergrund. Ihnen fehlt das Wissen, welche Baumaßnahmen am Haus oder der Wohnung nötig wären und welche finanziellen Aufwendungen dies mit sich bringt. Dabei ist das ein entscheidendes Argument für die Kaufentscheidung.

Welche Entwicklungen stehen bevor?

F.D.: Nun soll ja bald der Sachkundenachweis eingeführt werden. Das sehe ich schon sehr positiv. Aber ich fürchte, es wird dennoch lange dauern, bis die tätigen Makler wirklich alle qualifiziert sind und entsprechend beraten. Heute arbeiten aber schon viele Makler mit Handwerksfirmen, Architekten und Sachverständigern zusammen. Das halte ich für sinnvoll und hoffe, dass diese Entwicklung weiter zunimmt.

Welche Wünsche haben Sie an die Immobilienbranche?

F.D.: Dazu gehört auf jeden Fall, dass die “schwarzen Schafe” unter den Maklern weiter aussortiert werden und mehr auf die Kenntnisse des Maklers geachtet wird. Besonders wichtig fände ich aber auch mehr Transparenz in der Preisentwicklung. Die Preise werden künstlich nach oben getrieben, statt sie an Bodenrichtwert und regionalen Durchschnittspreisen festzumachen. Es gibt keine gesetzlichen Regelungen und jeder macht, was er will. Die Eigentümer haben natürlich eine emotionale Verbindung zu der Immobilie und darum oft unrealistisch hohe Preisvorstellungen. Leider gehen da viele Makler mit, weil sie auf eine hohe Provision hoffen. Dabei sollte ein guter Makler eigentlich ein Gleichgewicht suchen zwischen dem Wunsch des Verkäufers und dem, was der Käufer zu zahlen bereit ist. Ich wünsche mir für Immobilienkaufpreise eine bessere Regulierung, ähnlich der Mietpreisbremse.

Zum Abschluss: Wie bewerten Sie die Zusammenarbeit mit Homeday?

F.D.: Ich bin mit Homeday sehr zufrieden. Bisher wurden mir immer interessante Anfragen weitergeleitet, die sehr potentiell und gut qualifiziert waren. Die Kommunikation zwischen Homeday und mir bzw. zwischen Homeday und dem Kunden funktioniert sehr gut. Insofen bin ich absolut zufrieden und freue mich auf das, was die Zusammenarbeit noch bringt.