Makler beauftragen oder die Immobilie selbst verkaufen:

Diese Frage stellen sich alle Eigentümer. Erfahren Sie hier, welche Punkte Sie bei der Beauftragung eines Makler besser beachten sollten.

Makler beauftragen oder selbst verkaufen

Viele Immobilienbesitzer stellen sich die Frage, ob es sich lohnt, einen Immobilienmakler zu beauftragen. Zunächst schrecken die Kosten eines Maklers ab. Auch wissen die meisten Eigentümer nicht, welche Aufgaben bei einem Immobilienverkauf im Einzelnen auf sie zukommen. Um dies besser abschätzen zu können, hier eine Auflistung der Tätigkeiten eines Maklers.

Aufgaben eines Maklers

Die Arbeit eines Maklers ist vielseitig. Um einen ersten Überblick zu erhalten, was ein Makler während des Verkaufsprozesses alles leistet, anbei eine hilfreiche Aufstellung.

  1. Zunächst begutachtet der Makler Ihre Immobilie mithilfe eines Fragenkatalogs.
  2. Er informiert Sie über benötigte Unterlagen und hilft bei deren Beschaffung.
  3. Der Makler berechnet den Immobilienwert und schlägt einen Angebotspreis vor.
  4. Er ist Ansprechpartner bei allen Fragen, die den Immobilienverkauf betreffen.
  5. Der Makler erstellt ein Exposé, bestimmt die Zielgruppe und bewirbt die Immobilie.
  6. Terminvereinbarungen und Vor-Ort-Besichtigungstermine übernimmt er für Sie.
  7. Der Makler führt Verhandlungen und prüft die Liquidität von Interessenten.
  8. Er informiert den Notar, welche Zusatzvereinbarungen in den Kaufvertrag müssen.
  9. Der Makler übergibt zuletzt die Schlüssel an die neuen Eigentümer.

Makler beauftragen oder den Immobilienverkauf selbst abwickeln. Wenn Sie sich zutrauen, die obigen Punkte selbst umzusetzen, brauchen Sie keinen Makler. Allerdings zeigt die Praxis, dass viele Eigentümer dieses Arbeitsaufkommen - neben Berufstätigkeit und familiären Verpflichtungen - nicht bewältigen können. Daher entscheidet sich ein Großteil für die Zusammenarbeit mit einem Makler.

Zunächst schrecken die Maklergebühren ab. Es lohnt aber, genauer hinzuschauen.

Makler beauftragen: Maklergebühren als Hindernis

Die gute Nachricht vorab: In einigen Bundesländern sind Verkäufer gar nicht an der Bezahlung des Maklers beteiligt. Eigentümer in Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg und Hessen haben bei einem Verkauf das große Los gezogen und können ohne Kostenbeteiligung einen Makler beauftragen, um Ihre Immobilie zu verkaufen.

In den meisten Bundesländern teilen die Parteien sich die Kosten jedoch hälftig. Somit fallen 3,57 Prozent des Verkaufspreises als Maklercourtage an. Nur in Niedersachsen gibt es - je nach Region - unterschiedliche Regelungen.

Nun stellt sich die Frage, wie ich einen geeigneten Partner für meinen Verkauf finde.

Unterschiedliche Vertragsarten

Auch ist es wichtig, sich über den Maklervertrag Gedanken zu machen. Ganz kurz: Es existieren drei Arten. Der einfache Maklerauftrag wird kaum angeboten und macht einen baldigen Verkauf unwahrscheinlich. Bei dieser Art, verkauft der Makler neben dem Eigentümer und anderen Kollegen die Immobilie. Makler engagieren sich hier kaum. Der Makleralleinauftrag und der Qualifizierte Makleralleinauftrag sind geeignete Formen. Hier ist eine zeitliche Befristung einzubauen. Sechs Monate eignen sich hervorragend, um die Dringlichkeit des Verkaufes zu untermauern. Weiterhin können Sie bei ausbleibendem Erfolg den Makler ohne großes Aufheben wechseln.

Welche Qualifikationen liegen vor?

Einen kompetenten Makler zu finden, ist keine leichte Aufgabe. Bei vielen Verkäufern kommt die Frage auf, wie sie einen seriösen Makler erkennen. Da der Beruf nicht geschützt ist, tummeln sich hier viele schwarze Schafe.

Zunächst einmal ist es von Vorteil, wenn der Makler sich auf bestimmte Immobilien spezialisiert hat. Ein Makler, der nur Privatleuten beim Verkauf Ihrer Immobilie zur Seite steht, ist einem vorzuziehen, der auch Gewerbeimmobilien verkauft.

Je höher die Übereinstimmung zwischen veräußerten Objekten und Ihrer Immobilie, desto besser ist der Makler gerüstet. Die Bestimmung des aktuellen Markt- oder Verkehrswertes der Immobilie gelingt sicherer, die Zielgruppe kann schneller und präziser bestimmt werden und somit besser ein passender Käufer gefunden werden.

Die beste Referenz sind zufriedene Kunden. Eine Empfehlung aus dem Freundes-, Arbeits- oder Bekanntenkreis ist Gold wert. Dabei eilt in ländlichen Regionen dem Makler sein Ruf voraus. Hat er viele Immobilien vermittelt und sind die Käufer zufrieden mit der erbrachten Leistung und dem erzielten Preis, stehen die Zeichen gut.

Sollten Sie nicht auf Erfahrungsberichte zurückgreifen können, geben Bewertungen im Internet Orientierung. Bei großer Bewertungszahl ist eine Tendenz erkennbar.

Wie erkenne ich einen guten Makler?

Zunächst ist der persönliche Eindruck und das Verhalten des Maklers maßgeblich. Vertrauen Sie auf Ihr Bauchgefühl. Schließlich geht es darum, dem Urteil des Maklers Glauben zu schenken und seine Erfahrung gewinnbringend zu nutzen.

Generell kann man einen guten Makler an seinem planvollen Vorgehen erkennen. Struktur und Ordnung sind ein Indiz. Herrscht in seinem Büro Chaos, kann davon ausgegangen werden, dass auch sein Vorgehen spontaner Natur ist.

Auch unterstützt er Sie bei sämtlichen Fragen. Egal, ob es sich um benötigte Dokumente oder den Verkaufsablauf handelt, er steht Besitzern jederzeit zur Seite.

Nach Auftragsvergabe wickelt er alle Schritte selbständig ab. Mit einem guten Makler an der Seite können Eigentümer sich entspannt zurücklehnen.

Die Kundenbeziehung ist ihm wertvoll. Das merkt man an guten Referenzen. Diese Kontakte stellt er bereitwillig zur Verfügung stellt. Rein rechtlich, sichert er sich und seine Kundschaft durch eine Haftpflichtversicherung ab.

Hinweis

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Checkliste

Wie Sie beim Makler beauftragen vorgehen sollten

Es ist anzuraten, einige Immobilienmakler zu begutachten. Vereinbaren Sie einen Termin und lassen Sie die Makler für eine Besichtigung mit anschließender Bewertung bei sich Zuhause vorbeikommen. Diese Dienstleistung sind hierbei stets kostenlos.

Ist der Makler bei Ihnen vor Ort können Sie sich ein besseres Bild seiner Kompetenz und Person machen. Schließlich dauert ein Verkauf eine ganze Weile und in dieser Zeit ist eine enge Zusammenarbeit Zwischen Makler und Immobilienbesitzer ein Muss. Danach kann entschieden werden, ob der Vermittler seine Courtage wert ist.

Es kommt erst zur Vertragsunterzeichnung , wenn Sie mit der Zusammenarbeit, dem geschätzten Marktwert und vorgeschlagenen Angebotspreis zufrieden sind.

Vorteile der Beauftragung eines Maklers

Die meisten Hausbesitzer entscheiden sich beim Verkauf für einen Makler.

Drei Hauptgründe:

  • Der Makler nimmt Eigentümern nach Vertragsunterzeichnung alle Arbeit ab. Immobilienbesitzer kaufen so ein Rundum-sorglos-Paket.
  • Ein professioneller Makler versteht sein Handwerk. Er wird - durch geschickte Verhandlungsführung - zu einem höheren Preis veräußern als eine Privatperson.
  • Ein seriöser Makler gibt als echter Partner Hilfestellung bei allen Fragen.
Hinweis

Wichtig ist, dass Sie bei der Zusammenarbeit ein gutes Gefühl haben. Sollten Sie im Nachhinein feststellen, dass Ihr Makler doch nicht die richtige Wahl ist, können Sie unter bestimmten Umständen den Maklervertrag kündigen.
Zum Artikel: Maklervertrag kündigen- Ihre Rechte als Immobilenbesitzer