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09. April 2020

Der Coronavirus hat große Teile des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft fest im Griff. Auch der Immobilienbereich ist hiervon nicht ausgenommen. Derzeit herrscht viel Unsicherheit zu den aktuellen Marktgeschehnissen. Uns erreichen dazu vermehrt Fragen von Verkäufern und Kaufinteressenten. Die wichtigsten beantworten wir hier auf Grundlage unserer eigenen Daten¹.

Sind Immobilienkäufe in Zeiten von Corona überhaupt noch möglich?

Ja. Besichtigungen sind unter strengen Hygienevorschriften erlaubt – Voraussetzung: Der Kaufinteressent erklärt, dass sich der Termin nicht aufschieben lässt. Bei Homeday führen wir digitale Besichtigungsrunden durch, um Kaufinteressenten zu qualifizieren. Besichtigungen vor Ort bieten wir im Anschluss (nur) denjenigen an, die sich besonders stark für die Immobilie interessieren.

Notare arbeiten weiter. Durch die vollmachtlose Vertretung können sie Kaufverträge auch ohne die physische Anwesenheit aller Parteien rechtskräftig beurkunden. Käufer und Verkäufer können den Termin optional per Videokonferenz live verfolgen und ihre Unterschrift nachreichen.

Auch wenn in der Theorie Immobilienkäufe stattfinden können, ist das in der Realität auch so?

Ja. Der Markt ist natürlich zurückgegangen, aber nicht blockiert. Das steht im Kontrast zu dem, was verschiedene Medien berichten. Dazu zählt etwa die Aussage von Prof. Voigtländer in der Tagesschau vom 23.03.2020, dass der Immobilienmarkt “eingefroren” sei; oder die Einschätzung, dass der Wohnungsmarkt “außer Betrieb” sei, wie vom Handelsblatt beschrieben. Bei Homeday verzeichnen wir nach wie vor beurkundete Immobilienkäufe und können hier bisher auch keinen starken Einbruch feststellen. Das zeigt uns ein Vergleich der Anzahl der von uns vermittelten Immobilien auf Wochenbasis².

Hier sehen Sie die Entwicklung der Immobilienverkäufe während der Corona-Krise.

Nach dem ersten Coronafall in Deutschland und den ersten Quarantäne-Maßnahmen lässt sich kein klarer Auf- oder Abwärtstrend erkennen. So sind unsere Verkaufszahlen zwischen der Quarantäne in Heinsberg und der Ankündigung der deutschlandweiten Kontaktbeschränkungen etwa stark gestiegen, in der Woche nach der Ankündigung jedoch um circa 20 Prozent eingebrochen. Schon in der Folgewoche haben sich die Verkäufe aber wieder stabilisiert und liegen weiterhin auf ähnlichem Niveau wie vor Einführung der Kontaktbeschränkungen. Ein klares Zeichen dafür, dass der Markt mit Wohnimmobilien trotz Einschränkungen weiter funktioniert – zumindest für Kaufinteressenten, die sich bereits vor der Zeit der Corona-Pandemie im Kaufprozess beziehungsweise kurz vor Beurkundung des Kaufvertrags befanden.

Aber wie steht es um das Interesse von Kaufinteressenten, die erst am Anfang ihrer Suche nach der passenden Immobilie sind?

Gibt es aktuell überhaupt noch eine Nachfrage für Immobilien?

Ein Blick auf die Anzahl der Besichtigungs- und Kaufanfragen der von uns angebotenen Immobilien zeigt zwar eine eher volatile Entwicklung der Zahlen³. Von einem Erliegen des Marktes kann jedoch auch hier in keinem Fall gesprochen werden.

Hier sehen Sie die Entwicklung von Besichtigungsterminen während der Corona-Krise.

So konnten wir zwar in den Wochen nach Bekanntwerden des ersten Coronafalls in Deutschland einen Rückgang der Besichtigungs- und später auch Kaufanfragen feststellen (zwischenzeitlich 45 % beziehungsweise 60 % unter Vor-Corona-Niveau). Seit der Einführung der Kontaktbeschränkungen nehmen die Nachfrage nach Besichtigungen und Käufen jedoch wieder zu. Damit signalisiert auch die Entwicklung der Besichtigungs- und Kaufanfragen, dass das Interesse nach Immobilienkäufen auch unter den aktuellen Bedingungen besteht und der Immobilienmarkt somit weiter funktioniert.

Wie wirkt sich Krise auf die Immobilienpreise (Kaufpreise) aus?

Bisher können wir keinen Rückgang der Preise für Wohnimmobilien feststellen. Es gibt auch viele gute Gründe, die für Preisstabilität sprechen. Zum einen wird der Nachfrageüberhang durch das begrenzte Angebot, insbesondere in Ballungsräumen, weiterhin bestehen bleiben. Zum anderen hat sich der deutsche Immobilienmarkt bereits in vergangenen Krisen als robust erwiesen und keine starken negativen Preisentwicklungen erlebt. Auch wenn die Preise in den letzten Jahren angestiegen sind, haben wir keine vergleichbar starken Erhöhungen verzeichnet wie andere Länder (z.B. Spanien), in denen durch Wirtschaftskrisen die Preise stark gefallen sind. Ebenso ist der deutsche Immobilienmarkt solide finanziert und weist hohe Eigenkapitalquoten auf, sowie überwiegend lange Zinsbindung. Auch das niedrige Zinsniveau macht den Kauf von Immobilien weiterhin attraktiv.

Hinweis:

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Wie wird sich der Immobilienmarkt durch die Corona-Krise verändern?

Es ist zu früh, um hier eine belastbare Aussage treffen zu können. Die Länge der Beschränkungen wird maßgeblich beeinflussen, wie stark die Wirtschaft und damit auch der Immobilienmarkt beeinträchtigt wird. Die gesunde Struktur des Immobilienmarkts stimmt uns jedoch positiv.

¹Unsere Aussagen beziehen sich ausschließlich auf private Transaktionen von Wohnimmobilien. Für unsere Analyse haben wir mehr als 30.000 Käuferanfragen seit Jahresbeginn ausgewertet. ²Ausgangspunkt ist die Woche vom 6.1.2020 (Vor-Corona-Zeit), deren Vermittlungsvolumen wir mit 100 Prozent definieren. Verglichen wurden die Verkaufszahlen der Folgewochen bis zur Woche vom 30.03.2020 (nach den Regelungen zur Kontaktbeschränkung durch die Bundesregierung). ³Für die Auswertung haben wir die Anzahl der Besichtigungs- und Kaufanfragen (Woche vom 6.1.2020 bis 30.3.2020) betrachtet und indizieren in der gleichen Logik wie bei den Verkäufen.

Autoren: Steffen Wicker(Geschäftsführer), Karl Wolfart (Analyst), Clarissa Freund (Immobilienredakteurin)

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