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Beim Immobilienverkauf beziehungsweise Immobilienkauf mit einem Makler fällt in der Regel eine Maklerprovision an. Erfahren Sie hier u.a., wie hoch die Maklerprovision aktuell ist, wer sie zahlt, wie Sie die Maklerprovision berechnen und was die Maklerprovisions-Änderung 2021 für Verkäufer und Käufer bedeutet.

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Was ist eine Maklerprovision?

Die Maklerprovision (auch Maklergebühr oder Maklercourtage) ist der Lohn, den Hausmakler, Wohnungsmakler oder Grundstücksmakler erhalten, wenn sie eine Immobilie erfolgreich vermitteln. Nach § 652 BGB ist dies immer dann der Fall, wenn

    • Makler und Verkäufer beziehungsweise Käufer einen wirksamen Maklervertrag miteinander schließen und
    • der Makler eine Leistung erbringt und

Was kostet ein Makler?Maklerprovision: Was kostet ein Makler?Maklerprovision: Was kostet ein Makler?

„Was kostet ein Makler?“ Diese Frage stellen sich die meisten Immobilienverkäufer, bevor sie einen Makler beauftragen. Eine gesetzliche Vorgabe zur Höhe der Maklerprovision gibt es in Deutschland nicht, sie ist daher frei verhandelbar zwischen den Parteien. Eingebürgert hat sich im Laufe der Jahre jedoch, dass der Makler in der in der Regel (bei 19 Prozent Mehrwertsteuer) eine Provision in Höhe von bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises erhält. Ein am 23. Dezember 2020 in Kraft getretenes Gesetz schreibt vor, dass der Verkäufer mindestens die Hälfte der Maklerkosten trägt.

Wie lässt sich die Maklerprovision berechnen?

Da die Maklerprovision einen bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises beträgt, lässt sie sich ganz einfach berechnen. So fallen bei einem Kaufpreis von 200.000 Euro und einem Provisionssatz von 7,14 Prozent Maklerkosten in Höhe von 14.280 Euro an.

Wer zahlt die Maklerprovision beim Verkauf?

Wie bereits erwähnt, ist die Verteilung der Maklerprovision zwischen Verkäufer und Käufer in Deutschland seit Dezember 2020 per Gesetz festgelegt. Bis dahin galt diese Aufteilung, die sich im Laufe der Jahrzehnte auf dem Immobilienmarkt im jeweiligen Bundesland etabliert hatte:

Bundesland Anteil Käufer Anteil Verkäufer
Berlin und Brandenburg 7,14% (inkl. 19% MwSt.) 0%
Hamburg 6,25% (inkl. 19% MwSt.) 0%
Hessen 5,95% (inkl. 19% MwSt.) 0%
Bremen 5,95% (inkl. 19% MwSt.) 0%
Alle anderen Bundesländer i.d.R. 3,57% (inkl. 19% MwSt.) 3,57% (inkl. 19% MwSt.)

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Neues Maklergesetz – Wer zahlt die Maklerprovision nach der Neuregelung?

Am 14. Mai 2020 hat der Bundestag ein neues „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ beschlossen. Das Gesetz sieht vor, dass künftig derjenige, der den Makler beauftragt, mindestens 50 Prozent der Maklerprovision trägt. Damit sollen Käufer beim Immobilienkauf beziehungsweise den anfallenden Kaufnebenkosten finanziell entlastet werden. Durch die Maklerprovision-Neuregelung zahlen Immobilienverkäufer mindestens die Hälfte der für den Makler anfallenden Kosten. Es ist nach dem neuen Gesetz auch möglich, dass der Verkäufer für die gesamte Provision aufkommt, wenn er dies ausdrücklich verlangt.

Ab wann gilt das Gesetz zur Neuregelung der Maklerprovision?

Das Gesetz zur Verteilung der Maklerprovision ist am 23. Dezember 2020 in Kraft getreten. Die Provisionsteilung gilt also für alle Kaufverträge über eine Wohnung oder ein Einfamilienhaus, die nach diesem Stichtag geschlossen werden.

Wie hoch ist die Maklerprovision nach der Maklerprovision-Neuregelung?

Das neue Gesetz zur Maklerprovision regelt nur die Verteilung der Kosten für den Makler, nicht jedoch ihre Höhe. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die meisten Immobilienmakler in Deutschland auch nach Inkrafttreten des neuen Maklergesetzes die verbreitete Provision in Höhe von 7,14 Prozent verlangen. Durch die Provisionsteilung würden dann auf den Verkäufer und Käufer jeweils 3,57 Prozent fallen. Prinzipiell ist die Höhe der Provision jedoch weiterhin Verhandlungssache zwischen den Parteien.

Maklerprovision: Wer zahlt nach der Gesetzeseinführung bei Homeday?

Bei Homeday zahlen Verkäufer und Käufer seit Mitte Dezember 2020 je 1,95 Prozent Maklerprovision (inkl. Mehrwertsteuer) und damit deutlich weniger als marktüblich. So sparen unsere Kunden auch nach Inkrafttreten des Gesetzes beim Immobilienverkauf und -kauf mit Homeday Tausende Euro.

Wie sind Maklerverträge nach dem neuen Gesetz abzuschließen?

Das neue Maklerprovision-Gesetz schreibt neben der Aufteilung der für den Immobilienmakler anfallenden Provision auch vor, in welcher Form der Maklervertrag künftig zu schließen ist. Die bisher mögliche mündliche Form reicht heute nicht mehr aus. Seit dem 23. Dezember 2020 ist ein Maklervertrag nur in Textform (z.B. per E-Mail) gültig.

Was ist eine Innenprovision, was eine Außenprovision?

Die Außenprovision bezeichnet die Provision, die der Käufer einer Immobilie an den Makler zahlt. Sie wird im Exposé der Immobilie ausgewiesen und bemisst sich prozentual am Kaufpreis. Unter Innenprovision ist die Provision zu verstehen, die der Verkäufer an den Makler zahlt. Sie ist nicht Teil des Exposés, sondern wird von den Parteien im Maklervertrag festgehalten.

Lässt sich die Provision von der teuer absetzen?

Der Erwerb oder Verkauf einer Immobilie durch eine Privatperson wird steuerlich nicht begünstigt. Wer jedoch eine Immobilie als Kapitalanlage kauft, kann die an den Makler gezahlte Provision als Anschaffungskosten von der Steuer absetzen. Die Maklercourtage wird dabei zum Kaufpreis der Immobilie addiert und linear über die Jahre abgeschrieben.

Vermieter haben die Möglichkeit, Maklerkosten bei Neuvermietung von der Steuer abzusetzen. Ebenso können Mieter unter bestimmten Umständen die Kosten für die Maklerleistung in der Steuererklärung als Werbungskosten angeben.

Was ist das Bestellerprinzip bei der Vermietung von Immobilien?

Bei der Vermittlung von Mietimmobilien greift seit 2015 das sogenannte Bestellerprinzip. Das heißt: Es zahlt derjenige den Makler, der ihn beauftragt. In der Regel ist das im Mietmarkt der Verkäufer, der schnell einen Mieter für seine freiwerdende oder leerstehende Mietwohnung finden möchte und die zeit- und kostenaufwendige Suche nicht selbst übernehmen will. Ursprünglich wollte das Justizministerium das Bestellerprinzip auch für den Verkauf beziehungsweise Kauf von Immobilien einführen. Die Maklerkosten sollte dann immer derjenige zahlen, der den Makler beauftragt. Im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens hat sich die große Koalition stattdessen jedoch für die Einführung der nun geltenden Provisionsteilung entschieden.

Wie viel Maklercourtage ist bei der Vermietung zu leisten?

Wer den Makler beauftragt, zahlt im Mietmarkt eine Provision in Höhe von 2,38 Kaltmieten. Dies entspricht zwei Kaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer.

Können Vermieter die Maklerprovision auf ihre Mieter umlegen?

Nein. Vor Einführung des Bestellerprinzips im Mietmarkt zahlte in der Regel der Mieter die Maklergebühr – auch, wenn der Vermieter den Makler ursprünglich beauftragt hatte. Das Gesetz wurde eingeführt, um diese Praxis zu unterbinden und den Mieter finanziell zu entlasten.

Maklerprovision: Wie hoch ist sie in anderen Ländern?

Ein Blick in die Nachbarländer zeigt, dass die reine Vergütung des Immobilienvermittlers in Deutschland mit bis zu 6 Prozent (zuzüglich Mehrwertsteuer) vom Verkaufspreis oft doppelt so hoch wie in vielen anderen europäischen Staaten liegt. So fallen beim Eigentümerwechsel einer Immobilie in Österreich zwischen 3 Prozent und 4 Prozent Maklerprovision an, in Belgien oder Schweden 3 Prozent bis 5 Prozent. Konkret bedeutet das: Für ein Haus im Wert von 300.000 Euro erhält ein Makler in Österreich zwischen 9.000 Euro und 12.000 Euro zuzüglich fälliger Steuern. Dagegen bekommt ein Vermittler als Maklerprovision in Deutschland bis zu 18.000 Euro vom Verkaufspreis – die Mehrwertsteuer noch nicht eingerechnet.

Maklerprovision – FAQ

Maklerprovision: Wie hoch ist sie in Deutschland?

Die Höhe der Maklerprovision ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt und zwischen den Parteien frei verhandelbar. Es hat sich aber im Laufe der Jahrzehnte durchgesetzt, dass die übliche Maklerprovision (bei 19% MwSt.) bis zu 7,14 Prozent des Kaufpreises beträgt. Lesen Sie alle Details hier.

Wer zahlt die Maklerprovision beim Immobilienverkauf und -kauf?

Im Dezember 2020 ist ein neues Gesetz in Kraft getreten, das die Verteilung der Maklerkosten in Deutschland einheitlich regelt. Die Maklerprovisions-Neuregelung schreibt eine Provisionsteilung zwischen Käufer und Verkäufer vor. Zuvor galten in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Regelungen. So hatte z.B. in Berlin und Hamburg allein der Käufer die Provision zu tragen. Die Maklerprovision in Bayern und die Maklerprovision in NRW wurde – zumindest theoretisch – hälftig zwischen den Parteien geteilt. Mehr erfahren

Maklerprovision – neues Gesetz: Ab wann gilt es?

Am 14. Mai 2020 hat der Bundestag ein neues „Gesetz über die Verteilung der Maklerkosten bei der Vermittlung von Kaufverträgen über Wohnungen und Einfamilienhäuser“ beschlossen. Das Gesetz schreibt vor, dass derjenige, der den Makler beauftragt, mindestens 50 Prozent der Maklerprovision trägt. Es ist am 23. Dezember 2020 in Kraft getreten. Mehr erfahren

In welchem Fall steht einem Makler die Provision zu und wann erhält er keine Provision?

Hat ein Makler aktiv zum Abschluss eines Kauf- oder Mietvertrags beigetragen, steht ihm laut Paragraf 652 BGB eine Provision zu. Voraussetzung ist, dass Verkäufer und Makler zuvor eine rechtlich einwandfreie Vereinbarung in Form eines Maklervertrags geschlossen haben.

Wann ist die Provisionszahlung fällig?

Makler legen in der Regel in ihren AGB fest, wann die Maklercourtage zu zahlen ist. Meist wird ein Zahlungsziel von zwei Wochen nach Abschluss des Kaufvertrags für die Immobilie festgelegt.

Hinweis:

Bitte beachten Sie, dass unsere Ratgeber-Antworten und -Artikel keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung darstellen oder ersetzen können. Für Klärung Ihrer rechtlichen bzw. finanziellen Angelegenheiten bitten wir Sie, entsprechende Experten (z. B. Rechtsanwälte, Steuerberater bzw. Finanzberater) hinzuzuziehen. Trotz großer Sorgfalt und gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Wir freuen uns und sind dankbar über entsprechende Hinweise, welche wir versuchen, zeitnah umzusetzen.

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