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Immobilie kaufen:
So kommen Sie ins Eigenheim
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Immobilie kaufen: So kommen Sie ins Eigenheim

Clarissa Freund

Immobilienredakteurin

24. Juli 2018 ·  10 Minuten Lesezeit

Es gibt viele Gründe, über den Kauf einer Immobilie nachzudenken. So fragen sich viele Mieter angesichts steigender Mietpreise, ob es sich eher lohnt, eine Immobilie zu kaufen oder zu mieten. Andere möchten in eine Immobilie als Kapitalanlage investieren. Da die Anlage mit einem großen finanziellen Aufwand einhergeht, sollte die Entscheidung, ein Haus zu kaufen, gut überlegt sein. Erfahren Sie hier, welche Fragen Sie sich vor dem Immobilienkauf stellen sollten und welche Punkte darüber hinaus zu beachten sind.

Welcher Immobilientyp ist der richtige für Sie?

Reihenhaus, Penthouse oder Townhouse: Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte wissen, nach welcher Immobilienart er sucht. Dabei kommt es vor allem auf die persönliche Lebenssituation und die Lebensvorstellungen des potenziellen Käufers an. So spielt es etwa eine Rolle, wie viele Personen in die Immobilie einziehen und ob sich das Traumhaus eher in der Stadt oder auf dem Land befinden sollte.

Vor dem Kauf sollten Sie sich daher u.a. fragen:

  • Wieviel Platz sollte das Traumhaus bieten?

  • Wie viele Räume benötige ich?

  • Ist mir ein großes Grundstück wichtig? Ein Garten? Eine Terrasse? Ein Balkon?

  • Welche Wünsche habe ich im Hinblick auf die Ausstattung?

  • In welcher Lage möchte ich die Immobilie kaufen?

  • Worauf kommt es mir bei der Infrastruktur in der Umgebung an?

  • Kann ich mir vorstellen, auch längere Fahrtzeiten zu meinem Job in Kauf zu nehmen?

Und natürlich:

  • Wie viel möchte ich für meine Immobilie ausgeben bzw. welchen Kaufpreis kann ich mir leisten?

Dabei gilt es für zukünftige Immobilienkäufer, auch langfristige Ziele der eigenen Lebensplanung (z.B. Kinderwünsche) bei den Kriterien der Wunschimmobilie zu berücksichtigen. Ebenso ist es notwendig, auch etwaige unvorhergesehene Ereignisse wie eine Trennung oder einen Unfall des Partners einzukalkulieren, die nach einem Immobilienkauf zu einer finanziellen Herausforderung werden können. Wer in eine Immobilie als Kapitalanlage investiert, sollte auch das Thema Wertsteigerung im Blick haben.

Geht es um die Frage des Immobilientyps selbst, steht für Immobilienkäufer vor allem die Entscheidung zwischen einem Neubau oder Altbau an. Beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Welche Vor- und Nachteile bietet ein Neubau?

Ein Neubau punktet bei Immobilienkäufern vor allem durch eine energiesparende Bauweise und die Möglichkeit, auf Grundriss und Ausstattung Einfluss zu nehmen. Der Gestaltungsspielraum hat jedoch seinen Preis: Ein Neubau ist im Gegensatz zu einem Altbau meist teurer. Zudem müssen Sie entscheiden, ob Sie das Haus selber bauen oder von einem Bauträger kaufen. Bauen Sie selbst oder entscheiden Sie sich für ein Fertighaus, ist es in der Regel notwendig, zuvor ein Grundstück zu kaufen. Bauträger bieten ihre Kaufimmobilie inklusive Grundstück an.

Welche Vor- und Nachteile bietet ein Altbau?

Ein Altbau beziehungsweise eine Bestandsimmobilie ist im Vergleich zu einem Neubau in der Regel günstiger. Außerdem ist die Immobilie oft schon bezugsfertig. Ist ein Altbau jedoch nicht energetisch saniert, müssen Käufer mit höheren Heizkosten rechnen. Außerdem ist bei Bestandsimmobilien auch der Sanierungsbedarf nicht außer acht zu lassen. Hier kann die Meinung eines Baugutachters helfen.

Gut zu wissen: Eine günstige Möglichkeit, eine gebrauchte Immobilie zu kaufen, bietet eine Zwangsversteigerung. Durch einen geringen Startpreis ist die Immobilie oft deutlich unter ihrem Verkehrswert zu haben.

Welche Besonderheit gilt es beim Wohnungskauf zu beachten?

Günstiger als der Kauf eines Hauses ist es, eine Wohnung zu kaufen. Diese Immobilienart bietet sich vor allem für Käufer an, die keinen Wert auf ein großes Grundstück legen und den Verwaltungsaufwand für ihre Immobilie gerne aus der Hand geben. Besitzer von Eigentumswohnungen sind dafür in ihrer Entscheidungsfreiheit weniger frei als Eigentümer von Einfamilienhäusern. Denn sie müssen sich mit den Mitgliedern der Eigentümergemeinschaft in vielen Punkten abstimmen.

Hinweis

Wer eine Wohnung kaufen möchte, sollte sich in die Protokolle der Eigentümerversammlung einlesen und über die Rücklagen für Instandhaltungen informieren. Auch die Teilungserklärung bietet einen Einblick in die Regelungen rund um die Eigentümergemeinschaft. Mehr Details zur Teilungserklärung:
Zum Artikel: Teilungserklärung- Inhalte und Fallstricken

Wie finanziere ich den Immobilienkauf?

Sie haben Sie sich für einen Immobilientyp entschieden und eine grobe Vorstellung der Kosten, die bei Kauf oder Bau auf Sie zukommen? Dann gilt es, ihre Kosten zu kalkulieren, um einen Finanzierungsplan aufzustellen. Schließlich haben Käufer den Kaufpreis inklusive Kaufnebenkosten wie die Gebühren für den Notar oder die Grunderwerbsteuer in kompletter Höhe selten auf dem Bankkonto liegen. Mit einer Kostenaufstellung – Einnahmen ebenso wie Ausgaben – finden Sie heraus, welche monatliche Darlehensrate Sie sich leisten können und mit wie viel Eigenkapital Sie in die Finanzierung einsteigen möchten.

Käufer sollten bei der Kalkulation auch laufende Kosten im Auge behalten. Nebenkosten wie Heizkosten, Strom, Gebühren für die Müllabfuhr etc. fallen auch in der eigenen Immobilie an. Darüber hinaus müssen Eigentümer ihr Gebäude auch entsprechend versichern sowie Rücklagen für etwaige Sanierungsmaßnahmen oder Reparaturarbeiten bilden.

Haben Sie Ihre Kosten kalkuliert, gilt es, einen Kreditgeber zu finden. Hier lohnt sich der Vergleich von Darlehensangeboten.

Wie läuft der Immobilienkauf?

Haben Sie sich für einen Immobilientyp entschieden und steht die Finanzierung an, können Sie mit der Suche nach Ihrer Traumimmobilie beginnen. Ein großes Angebot finden Sie auf den bekannten Immobilienportalen. Es empfiehlt sich hier, einen entsprechenden Suchauftrag anzulegen, um über passende neue Angebote auf dem Laufenden zu bleiben. Noch bequemer ist es, einen Makler mit der Suche zu beauftragen.

Hinweis

Homeday-Makler arbeiten an Standorten in ganz Deutschland und kennen sich mit den Immobilienpreisen in Ihrer Region sehr gut aus. Käufer haben die Möglichkeit, sich mit Ihren Suchkriterien bei Homeday vorzumerken. Steht eine passende Immobilie zum Verkauf, melden wir uns automatisch bei Ihnen.

Ist Ihr Traumhaus gefunden und sind Sie sich mit dem Verkäufer über den Kaufpreis einig, gilt es, den Kaufvertrag aufzusetzen.

Dieser sollte dabei die folgenden Punkte enthalten:

  • Kaufpreis und Zahlungsmodalitäten
  • Datum des Besitzübergangs bzw. Nutzen-Lasten-Wechsels
  • Käuferrechte, falls Mängel auftreten
  • etwaige individuelle Vereinbarungen zwischen Verkäufer und Käufer

Der Kaufvertrag wird von einem Notar aufgesetzt, den Sie als Käufer in der Regel beauftragen. Nachdem Sie den Vertrag Zuhause geprüft haben, verliest ihn der Notar vor Ihnen und dem Käufer im Rahmen eines Notartermins und beurkundet ihn. Zum Eigentümer der Immobilie werden Sie damit jedoch noch nicht automatisch. Über die weiteren Schritte informiert der Notar fortlaufend. Es ist zu empfehlen, den Darlehensvertrag erst nach Unterzeichnung des Kaufvertrags zu unterschreiben. Zuvor sollten Sie sich Ihre Finanzierung durch eine entsprechende Bescheinigung Ihrer Bank bestätigen lassen. Ist der Kaufpreis gezahlt und hat der Notar die Unbedenklichkeitsbescheinigung vom Finanzamt erhalten, veranlasst er, dass Sie auch als neuer Eigentümer im Grundbuch eingetragen werden. In der Regel ist vor allem die Kaufpreiszahlung eine Fälligkeitsvoraussetzung für die Übergabe der Immobilie. Sie erhalten den Schlüssel zu Ihrer neuen Immobilie – der Abschluss Ihres Immobilienkaufs.