Hier würden Sie die Skyline Frankfurts bei Sonnenaufgang sehen.
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Immobilienpreise, Lagen, Perspektiven: Der Wohnimmobilienmarkt in Frankfurt am Main

Frankfurt, das deutsche Mainhattan, fasziniert mit seiner imposanten Wolkenkratzer-Architektur. Internationalität bestimmt den Rhythmus der Stadt. Zukunftsbranchen treiben die Wirtschaft voran. In Bewegung ist auch der Immobilienmarkt: Für Top-Objekte in sehr guten Lagen lassen sich Höchstpreise erzielen und frühere Gewerbeareale werden in Wohnquartiere umgewandelt.

Der Frankfurter Wohnimmobilienmarkt im Überblick

Der Frankfurter Wohnimmobilienmarkt blickt auf ein äußerst erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück: Häuser, Eigentumswohnungen und bebaute sowie unbebaute Grundstücke im Wert von insgesamt 6,7 Milliarden Euro wurden gehandelt, meldete der Gutachterausschuss für Immobilienwerte Frankfurt am Main vor wenigen Wochen. Das entspricht einem Umsatzplus von 4,7 % zum Vorjahr. Die Gesamtzahl der Verkäufe sank allerdings von 8.057 auf 7.732. Besonders gefragt waren Eigenheime, deren Umsatz mit 311,7 Millionen Euro die beiden Vorjahre 2014 (292,5 Millionen Euro) und 2015 (291,2 Millionen Euro) deutlich übertraf. Dies jedoch bei rückläufigen Transaktionen: Wurden in 2014 noch 598 Objekte veräußert, waren es im vergangenen Jahr lediglich 539.

Die zunehmende Angebotsknappheit sowohl bei Bestandsobjekten als auch bei Neubauten hat über alle Baualtersklassen zu erheblichen Preissprüngen geführt. So stieg der durchschnittliche Kaufpreis für Objekte ab dem Baujahr 2000 innerhalb des letzten Jahres um 15 % und liegt aktuell bei 4.930 Euro/m². Auch bei Immobilien bis 1949 haben die Preise mit 12 % erkennbar zugelegt. Für ein energetisch modernes und zeitgemäß ausgestattetes Objekt wurden im Schnitt 4.170 Euro/m² gezahlt. In 2014 waren es noch 3.530 Euro/m². Wesentlich geringer sind die Schwankungen bei Wohngebäuden der Baujahre zwischen 1975 und 1999. Hier sind die Kaufpreise im Vergleich zu 2014 nur um 3 % gestiegen. Für gut erhaltene Objekte innerhalb dieser Periode lässt sich ein durchschnittlicher Kaufpreis von 2.850 Euro/m² erzielen. Angesichts der geringen Kaufangebote und der wenigen neu gebauten Eigenheime, wird der Traum vom eigenen Häuschen in Frankfurt zunehmend zum Geduldspiel. Außer man ist bereit, Kompromisse einzugehen und/oder in der komfortablen Situation, den geforderten Preis zu zahlen. Besonders gravierend ist die Entwicklung bei neu gebauten Reihenmittelhäusern: Ihr Preis hat sich im Vergleich zu 2014 mehr als verdoppelt und liegt aktuell bei 782.000 Euro – und das unabhängig von einer sehr einfachen oder gehobenen Lage. Handelt es sich jedoch um Bestandsobjekte, verläuft die Preiskurve nicht derart steil. Bei Reihenmittelhäusern, die in den vergangenen 10 bis 15 Jahren erstellt wurden, ist sogar ein Rückgang von 516.000 Euro in 2015 auf 495.000 Euro in 2016 zu verzeichnen. Sie möchten wissen wie viel Ihre Immobilie in Frankfurt wert ist? Lassen Sie Ihre Immobilie durch die Immobilienexperten von Homeday kostenfrei und unverbindlich online bewerten.

Kaufinteressenten für Villen und freistehende Einfamilienhäuser müssen sich auf deutlich sechs- wenn nicht gar siebenstellige Kaufpreise einstellen. Im Schnitt liegt der Kaufpreis in diesen beiden Segmenten bei 748.000 Euro und kann in sehr guten Lagen und bei hochwertiger Ausstattungsqualität bis zu 3,9 Millionen Euro betragen. Dazu muss es freilich überhaupt Angebote geben. Denn Eigentum in sehr guten Lagen, wie etwa in Niederursel oder im Rödelheimer Nidda-Villenviertel, wird meist vererbt und nur in den seltensten Fällen verkauft. Ähnlich ist die Situation bei Doppelhaushälften. Auch hier übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem. Falls dennoch Objekte auf den Markt kommen, erzielen sie durchschnittlich 513.000 Euro. Abhängig von der Mikrolage und der Objektbeschaffenheit können es auch bis zu 1,5 Millionen sein. Erwähnenswert ist zudem die Anzahl der Verkäufe im Preisbereich ab 7.000 Euro/m² Wohnfläche: Sie ist im Vergleich zu 2015 um 84 % gestiegen! Vornehmlich fanden die Transaktionen im neu entstehenden Europaviertel, im begehrten Westend und im aufstrebenden Sachsenhausen/Westhafen statt.

Immobilienpreise zum Wohnmarkt Frankfurt

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Soziodemografische Rahmenbedingungen

Mit fast 730.000 Einwohnern ist Frankfurt das „größte Dorf Hessens“, wie sich die Stadt liebevoll selbst bezeichnet, und zugleich die fünftgrößte Metropole Deutschlands. Mit rund 15.000 Neubürgern pro Jahr war der Bevölkerungszuwachs in den zurückliegenden 15 Jahren relativ moderat. Bis 2027 könnte es deutlich enger werden, wenn laut Prognose der Stadt Frankfurt weitere 100.000 Menschen in die Mainmetropole ziehen. Motor der Entwicklung sind die gute Konjunktur und der Arbeitsmarkt. Das durchschnittliche Lebensalter beträgt 40,2 Jahre, womit die Frankfurterinnen und Frankfurter unter dem Bundesdurchschnitt von 43,9 Jahren liegen. Vieles spricht dafür, dass Frankfurt eine junge Metropole bleibt: So erblickten hier im letzten Jahr 12.805 Babys das Licht der Welt, der höchste Stand seit 15 Jahren. Zudem wird der Anteil der 10- bis 25-jährigen bis 2030 um 5,8 % steigen. Dann wohnen 108.334 Teenager und junge Erwachsene in Frankfurt. Das sind immerhin gut 13 % der Gesamtbevölkerung. Der Anteil der Senioren, die 65 Jahre und älter sind, liegt aktuell bei 15,9 %. Mainhattan ist außerdem ein Meltingpot: Menschen aus 170 Nationen leben hier. Drei Viertel davon kommen aus einem europäischen Land.

Beschäftigung

Frankfurt ist ein international anerkannter Finanzplatz und zugleich ein bedeutendes Dienstleistungszentrum. Mit dem Frankfurter Flughafen verfügt die Stadt über eine exzellente Verkehrsdrehscheibe, die Nummer 4 unter den Top-Flughäfen Europas. Beinahe 61 Millionen Passagiere und über 2 Millionen Tonnen Luftfracht wurden hierüber in 2016 befördert sowie rund 462.800 Flugbewegungen abgewickelt. Darüber hinaus ist Frankfurt der weltgrößte Internetknoten, über den 90 % des deutschen und 35 % des europäischen Datenverkehrs laufen. In 2015 strömten 5 Terabyte pro Sekunde durch das digitale Netz. Das entspricht in etwa 525 Spielfilmen in HD-Qualität. Mehr als 50 % der deutschen Rechenzentren befinden sich im Frankfurter Stadtgebiet. Insgesamt arbeiten 50.315 Unternehmen in Frankfurt. Der mit Abstand wichtigste Wirtschaftszweig ist der Finanzsektor mit fast 58.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Die vier größten Kreditinstitute (Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank und die KfW Bankengruppe) haben hier ihren Sitz. Hinzu kommen weitere 100 ausländische Banken sowie zahlreiche Institutionen, wie die Deutsche Börse, die Deutsche Bundesbank sowie die Europäische Zentralbank. Um sich künftig auch als digitaler Finanzplatz zu positionieren, wurde in 2016 das Fintech-Hub ins Leben gerufen, eine Initiative, die traditionelle Bankdienstleister mit Tech-Unternehmen in Kontakt bringt. Bedeutend ist außerdem die Luftfahrt- und Logistikbranche mit fast ebenso vielen Beschäftigten. Zahlreiche Branchenriesen sind in Frankfurt angesiedelt, darunter Lufthansa Cargo, Danza, Dachser, DHL, Nippon Express und Kühne + Nagel. Mit dem 2014 gegründeten House of Logistics and Mobility (HOLM) verfügt die Stadt über ein hervorragendes interdisziplinäres Cluster, das Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie miteinander vernetzt.

Frankfurt ist außerdem eine bedeutende Handels- und Messestadt mit langer Tradition. Seit 1240 genießt die Stadt – als erste in Europa – das Privileg, Messen abhalten zu dürfen. Heute zählt die Frankfurter Messe mit 35 durchgeführten Messen, 37.290 Ausstellern und 2,3 Millionen Besuchern zu den weltweit größten Messeplätzen. Zu den bekanntesten Veranstaltungen gehören die Frankfurter Buchmesse und die Automechanika. Des weiteren sind namhafte internationale Dienstleister der Immobilienwirtschaft hier mit einer Dependance vertreten, etwa BNP Paribas Real Estate, Jones Lang LaSalle und Savills. Durch die zentrale Lage mitten in Europa und die hervorragende Anbindung an den internationalen Luftverkehr siedeln sich immer mehr ausländische Unternehmen in Frankfurt an oder eröffnen hier eine Niederlassung. In 2015 gab es 156 Neuzugänge, 37 davon kamen aus den USA, 36 aus China und 15 aus Großbritannien. Knapp 12.300 ausländische Firmen sind damit in Frankfurt ansässig, wozu Global Player wie Nike, Motorola, Dunlop, Honeywell und Du Pont gehören. Fast die Hälfte der insgesamt 551.231 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Frankfurt arbeitet in forschungs- und wissensintensiven Branchen. Das durchschnittliche Jahresgehalt gut ausgebildeter Fachkräfte liegt bei rund 54.000 Euro und ist damit eines der höchsten in Deutschland. Die Arbeitslosenquote liegt mit aktuell 6,3 % leicht über dem Bundesdurchschnitt von zur Zeit 6 %.

Eine lange Tradition hat Frankfurt auch als Standort für Forschung und Wissenschaft. Neben der renommierten Goethe-Universität mit fast 41.000 Studierenden, verfügt die Stadt über neun weitere Hochschulen und Universitäten, darunter die angesehene Frankfurt School of Finance & Management. Zahlreiche angesehene Forschungseinrichtungen sind hier vertreten, zum Beispiel das 1817 gegründete Senckenberg Forschungsinstitut für Naturkunde sowie drei Max-Planck-Institute (Biophysik, Hirnforschung und europäische Rechtsgeschichte).

Haushaltsstruktur

Insgesamt gibt es 415.045 Haushalte in Frankfurt. 54,9 % davon sind 1-Personen-Haushalte, womit die Mainmetropole Platz 2 unter den Single-Hochburgen Deutschlands belegt. In einigen Stadtteilen, wie etwa in der Innenstadt und im Bahnhofsviertel, liegt ihr Anteil bei über 70 %. Auch im nördlich gelegenen Stadtteil Kalbach-Riedberg, wo neben Familien viele Studenten wohnen, ist ihre Zahl überproportional hoch. Weitere von Singles bevorzugte Wohnlagen befinden sich insbesondere im Westend und im Gallusviertel sowie in Bockenheim und Griesheim. An zweiter Stelle kommen Zwei-Personen-Haushalte mit 96.566 Einheiten. Laut Wohnungsbedarfsprognose der Stadt Frankfurt wird ihre Zahl von allen Haushaltsgrößen bis 2030 am stärksten steigen und dann bei 109.481 Haushalten liegen. Mit 15,5 % hat Frankfurt nach Köln die meisten Haushalte, in denen Kinder und Jugendliche leben. Besonders viele junge Menschen unter 18 Jahren leben in den Stadtteilen Fechenheim, Preungesheim und Kalbach-Rieberg. Ihr Anteil liegt hier bei über 20 %.
Bei Senioren sehr beliebt ist das nordöstlich der Innenstadt gelegene Seckbach und das auf der südlichen Mainseite befindliche Sachsenhausen-Süd. Hier liegt ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung zwischen 28,4 % und 29 %.

Welche Preisentwicklungen finden in den Stadtteilen statt?

Widmen wir uns nun den Wohnlagen im Detail und beginnen im südlichen Teil des Frankfurter Westends, das zusammen mit der westlichen Innenstadt und dem östlichen Bahnhofsviertel das Bankenviertel bildet. Neben den glitzernden Bürotürmen befindet sich hier der Opernplatz und die Taunusanlage und weiter westlich der Messeturm. Dazwischen liegt das Westend-Süd, ein verkehrsberuhigtes Wohngebiet mit zumeist großbürgerlicher Architektur aus der Gründerzeit. In einigen Gebäuden befinden sich im Souterrain oder Hochparterre kleine Boutiquen und exklusive Feinkostläden. Manche Straßenecke ziert ein kleiner Park. Exklusiver – und zugleich zentraler – kann man kaum in Frankfurt wohnen. Allerdings hat der Komfort auch seinen Quadratmeterpreis, der bei mittlerweile 7.750 Euro angekommen ist und damit im Vergleich zum Vorjahr um 14 % zugelegt hat. Mit 6.050 Euro/m² sind die Kaufpreise in Westend-Nord, in Richtung Palmengarten, Botanischer Garten und Goethe-Universität, etwas günstiger. Auch hier ist es gediegen, ruhig und grün. Ansehnliche Altbauten und schmucke Wohngebäude aus den letzten Jahrzehnten säumen die baumbewachsenen Straßen. Allerdings deutet der Preisanstieg von 23 % innerhalb eines Jahres darauf hin, dass auch hier die Begehrlichkeit groß ist.

Wer es weniger exklusiv, dafür aber quirlig mag, der sollte sich im angrenzenden Bockenheim umschauen, wo die Goethe-Universität mit ihrem Campus, den vielen Restaurants und kleinen Läden für eine lebendige Atmosphäre sorgt. Ein Geheimtipp ist der drittgrößte Stadtteil Frankfurts allerdings längst nicht mehr. Kaufangebote sind hier selten und wenn es sie gibt, dann liegt der durchschnittliche Nettoverkaufspreis bei 4.600 Euro/m². Mit dem Neubauprojekt „Sophie“, das bis 2018 mitten im Herzen von Bockenheim entsteht, kommen 124 hochwertige Eigentumswohnungen auf den Markt.
In südliche Richtung schließt sich der Stadtteil Gallus an, der sich in den letzten Jahren zum Trendviertel entwickelt hat. Früher war dieser Stadtteil wegen seiner Nähe zum Bahnhof und zum Westhafen ein Industriebezirk, wo es rumpelte und zischte und nur leidlich ansprechende Mietshäuser standen. Heute flanieren Touristen, Shopper und Banker durch die sanierten Straßen. Hier zu wohnen ist schick geworden, was sich in dem innerhalb eines Jahres um 17 % gestiegenen Nettokaufpreis widerspiegelt, der aktuell bei 5.900 Euro/m² liegt. Zum Wandlungsprozess hat auch das in Gallus entstehende Europaviertel beigetragen, das insbesondere wegen seiner spektakulären Wohn-Hochhäuser für Schlagzeilen sorgt. Ebenso grundlegend hat sich das Gutleutviertel verändert, das zwischen Gallus und Bahnhofsviertel liegt und an den Main angrenzt. Aus der einstigen Schmuddelecke ist ein neues Stadtquartier mit Grünanlage, Apartmenthäusern mit Wasserblick und modernen Bürobauten geworden, darunter der 109 Meter hohe, markante Westhafen Tower. Die neu etablierte Lage ist bei Käufern sehr begehrt. Für hochwertige Objekte werden im Schnitt 8.650 Euro/m² gezahlt. Im 1. Halbjahr 2016 lag der Preis noch bei 4.100 Euro/m².

Im westlichen Teil Frankfurts liegt das beschauliche Rödelheim. Sowohl Ein- und Zweifamilienhäuser als auch Reihenhaus-Siedlungen und mehrgeschossige Mietshäuser aller Baualtersklassen sind hier zu finden. Zahlreiche Grünflächen durchziehen den Stadtteil, der im Norden vom weitläufigen Friedhof Westhofen und im Süden von der Nidda und dem Solmspark eingefasst ist. Der durchschnittliche Nettokaufpreis liegt hier bei 4.250 Euro/m² und ist mit 5 % nur leicht zum Vorjahr gestiegen. Seit der Sanierung des S-Bahnhofs wandelt sich der Stadtteil immer mehr zum Szeneviertel für junge Leute. Potenzial hat er nicht zuletzt wegen seiner vielen kleinteiligen, nicht mehr genutzten Gewerbeflächen, die sukzessive für den Wohnungsbau erschlossen werden. So sind in den letzten Jahren mehrere Neubauprojekte mit Eigentumswohnungen entstanden. Ebenfalls zu den etablierten Lagen zählt das nördlich von Rödelheim gelegene Praunheim, durch das sich ein Seitenarm der Nidda schlängelt. International bekannt ist der grüne Stadtteil wegen seiner Bauhaussiedlung „Westhausen“, die der berühmte Architekt und Stadtplaner Ernst May hier in den 1920iger Jahren errichten ließ. Außerdem befindet sich hier die erste Großsiedlung des „Neuen Frankfurt“, einer baukulturellen Bewegung, die in den 1930iger Jahren wegweisend für den modernen Wohnungsbau war. Die sogenannte „Frankfurter Küche“ gilt als Urtyp der modernen Einbauküche. Vor allem junge Familien zieht es hierhin, auch weil die Kaufpreise mit 3.300 Euro/m² relativ günstig sind. Geradezu dörflich mutet dagegen das benachbarte Niederursel mit seinem historischen Ortskern an. Von hier aus ist es nur einen Katzensprung in den Taunus. Gepflegte Reihenhäuser und niedrige Mietwohnungsbauten säumen die Straßen, genauso wie großzügige Einfamilienhäuser mit Gartengrundstücken. Exklusiv wird es im Villenviertel, wo viele Angehörige der Frankfurter Finanzwelt zu Hause sind. Noch liegen die Nettokaufpreis bei günstigen 3.450 Euro/m², haben aber im Vergleich zum Vorjahr bereits um 13 % zugelegt. Diese Tendenz könnte sich verstärken, wenn die Stadtentwicklungspläne für Niederursel konkret werden. Groß sind auch die Entwicklungsmöglichkeiten des benachbarten Kalbach-Riedberg, wo sich noch bis vor wenigen Jahren Fuchs und Hase zwischen den adretten Ein- und Zweifamilienhäusern gute Nacht gesagt haben. Mittlerweile gehört Kalbach zum größten Neubaugebiet Frankfurts und zieht Familien und Studenten gleichermaßen an. Zusätzliches Zugpferd ist der neu angesiedelte Campus Riedberg mit seiner Science-City und einigen Forschungsinstituten. Entsprechend begehrt ist hier Wohnungseigentum. Lag der Nettokaufpreis im 1. Halbjahr 2016 noch bei durchschnittlich 4.300 Euro/m², müssen Interessenten heute bereits 10 % mehr bezahlen.

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Ginnheim, das sich nördlich an das quirlige Bockenheim anschließen, zählt zu den mittleren bis guten Lagen. Architektonisch geprägt ist der Stadtteil sowohl von Ein- und Zweifamilienhäusern aus den vergangenen Dekaden, als auch von Mietwohnungsbauten und großen Wohnanlagen. Seit 2014 ist der Nettokaufpreis hier mit 5.050 Euro/m² stabil geblieben. Zu den schönsten und beliebtesten Stadtteilen gehört das angrenzende Dornbusch mit seinem Dichterviertel. Gründerzeitvillen wechseln sich hier mit Architekten-Häusern ab. Auch aus der Bauhaus-Zeit sind Objekte vorhanden. Wer einmal hier wohnt, möchte nicht mehr weg. Von daher ist die Verkaufsbereitschaft gering. Und falls sich dennoch ein Kaufobjekt findet, liegt der durchschnittliche Verkaufspreis bei 3.750 Euro/m². Aus dem Dornröschenschlaf aufgewacht ist Eckenheim, wo eine Kaufpreisveränderung von 36 % zum Vorjahr stattfand. Bestimmt wird das Straßenbild überwiegend von Mietwohnungsbauten. Einige Mikrolagen werden von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Reihenhäusern geprägt. Mittelpunkt ist der „Ami-Spielplatz“ mit seiner angrenzenden, weitläufigen Parkfläche. Darüber hinaus gibt es weitere, kleinere Grünareale innerhalb Eckenheims. Sofern Objektqualität und Lage stimmen, lassen sich hier durchschnittlich 3.050 Euro/m² erzielen. Das im Nordosten gelegene Seckbach gilt als das „Seniorenparadies“ Frankfurts, da hier viele ältere Bürgerinnen und Bürger leben. Doch das ländliche Ambiente ist keineswegs altbacken. Im Gegenteil. Bei Zuzüglern wird Seckbach aufgrund seiner teilweise idyllischen Wohnlagen immer beliebter. Momentan liegt der Nettokaufpreis im Schnitt bei 3.400 Euro/m² und könnte weiter zulegen, wie der Preisanstieg von 36 % zum Vorjahr vermuten lässt.

Sehr im Trend liegt Bornheim, wo Metropolen-Flair und Ebbelwoi-Seligkeit nah beieinander liegen. Junge Kreative und Studenten fühlen sich hier gleichermaßen zu Hause, wie auch Professoren und Bänker. Ebenso vielfältig wie die Bewohnerschaft, ist die Architektur: Vom denkmalgeschützten Fachwerkhäuschen bis zum prachtvoll sanierten Altbau sind etliche Baustile vorhanden. Auch hier sind Kaufangebote äußerst rar und liegen im Schnitt bei 5.300 Euro/m². Ebenfalls äußerst beliebt sind das Nordend, das sich an der Friedberger Landstraße in Ost und West teilt. Geprägt sind beide Viertel von Gründerzeitbauten und Altbestand mit zum Teil herrlichem Fassadendekor. Entlang der Nibelungenallee verläuft ein Grünstreifen bis zur Deutschen Nationalbibliothek, der die beiden Teile miteinander verbindet. Mit durchschnittlich 6.550 Euro/m² ist das Nordend-West teurer als die Ostseite, wo der Preis bei 5.800 Euro/m² liegt. Dennoch ist auch hier die sportliche Aufgabe, erst einmal ein zum Verkauf stehendes Objekt zu finden. Denn seit die Europäische Zentralbank 2014 hier ihren Sitz bezogen hat, boomt auch das Ostend. Überall werden in dem einstigen Arbeiter- und Industrieviertel Wohnungen saniert und Neubauten hochgezogen. Vor allem der Hafenpark mit Blick auf den Main ist eine Attraktion. Um 8 % sind die Preise inzwischen geklettert auf aktuell 5.400 Euro/m².
Auch auf der anderen Seite des Main verändern sich Wohnlagen. Wie etwa Sachsenhausen-Nord, wo sich das angesagte Brückenviertel befindet. Etliche Modedesigner und Künstler haben sich hier in den letzten Jahren in den modernisierten Altbauten angesiedelt und einen Laden oder ein Atelier eröffnet. Zudem ist mit dem „Kleinen Ritter“ in Altsachsenhausen das erste Immobilien-Crowdfunding-Projekt Deutschlands gestartet. Im Ebbelwoi-Viertel laden etliche Weinstuben und Tanzlokale zum Verweilen ein. Gestartet im 2. Halbjahr 2014 bei durchschnittlich 3.450 Euro/m², liegt der Kaufpreis für ein modern saniertes Objekt inzwischen bei rund 5.150 Euro/m². Auch der südliche Teil Sachsenhausens ist im Umbruch. Prominentestes Beispiel dafür ist der Neubau des 140 Meter hohen Henniger Turms mit 209 Luxus-Eigentumswohnungen auf dem Areal der ehemaligen Henninger Bräu AG. Darüber hinaus hat Sachsenhausen-Süd zahlreiche etablierte Mikrolagen mit freistehenden Einfamilien- und Zweifamilienhäusern, Reihenhaussiedlungen sowie Miet- und Eigentumswohnungen. Entsprechend haben sich die Kaufpreise verändert. Wer aktuell etwas erstehen möchte, muss im Schnitt 5.600 Euro/m² zahlen.

Aktuelle Durchschnittspreise für Immobilien in ausgewählten Stadtteilen

Stadtteil Preis pro Quadratmeter
Gutleutviertel ca. 8.650 €
Westend-Süd ca. 7.750 €
Nordend-West ca. 6.550 €
Westend-Nord ca. 6.050 €
Gallus ca. 5.900 €
Nordend-Ost ca. 5.800 €
Sachsenhausen-Süd ca. 5.600 €
Ostend ca. 5.400 €
Bornheim ca. 5.300 €
Sachsenhausen-Nord ca. 5.150 €
Ginnheim ca. 5.050 €
Bockenheim ca. 4.600 €
Kalbach-Riedberg ca. 4.450 €
Rödelheim ca. 4.250 €
Dornbusch ca. 3.750 €
Niederursel ca. 3.450 €
Seckbach ca. 3.400 €
Praunheim ca. 3.300 €
Eckenheim ca. 3.050 €

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Wie wird sich der Frankfurter Immobilienmarkt weiterentwickeln?

Nicht zuletzt durch den Brexit bleibt Frankfurt eine attraktive Bankenmetropole mit Zukunftspotenzial. Doch auch ohne diesen Effekt wird die Nachfrage nach Wohneigentum, vor allem in innerstädtischen Lagen, aber auch in verkehrstechnisch gut angebundenen Randgebieten, weiterhin hoch bleiben. Hinzu kommt, dass zuvor wenig begehrte Lagen durch städtebauliche Maßnahmen und/oder privatwirtschaftliche Investitionen zu beliebten Wohnstandorten werden. Insofern befindet sich das Kaufpreisgefüge bereits jetzt im Wandel. Jedoch ist nicht davon auszugehen, dass Objekte ungeachtet ihrer zukunftsorientierten Beschaffenheit betrachtet werden, wie die Verkäufe in den jeweiligen Baualtersklassen zeigen. Nach wie vor sind die Lage einerseits und die Ausstattungsqualität andererseits bestimmend, um etwaigen Verzerrungen aufgrund des knappen Angebots und des zunehmenden Anlagedrucks vorzubeugen.

Mietpreise zum Wohnmarkt Frankfurt

Tipp: Sie sind sich unsicher, ob die Vermietung oder der Verkauf für Sie die rentablere Option wäre? Prüfen Sie mit der Immobilienbewertung von Homeday welche Option sich eher lohnt: