• Immobilienpreise Deutschland: So entwickelt sich der Markt
    IVD Siegel

    Immobilienpreise Deutschland 2022: Aktuelle Entwicklungen, Wertsteigerung der Immobilien und Prognose

    Die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland stieg in den vergangenen Jahren rasant nach oben. Angesichts steigender Bauzinsen und hoher Haus- und Wohnungspreise fragen sich potenzielle Käufer und Verkäuferinnen aktuell: Lohnt sich der Immobilienverkauf oder -kauf im Jahr 2022? Um Ihnen einen Überblick über die aktuelle Situation auf dem deutschen Immobilienmarkt und die Immobilienpreise in Deutschland zu geben, werfen wir hier einen Blick auf die Preisentwicklung von Häusern und Wohnungen sowie relevante Faktoren, die die deutschen Immobilienpreise 2022 beeinflussen.

    Inhaltsverzeichnis:

    1. Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Deutschland?

      1. 1.1 Wie werden sich die Immobilienpreise in Zukunft entwickeln?

      2. 1.2 Werden die Immobilienpreise in Deutschland sinken?

    2. Wie hoch sind die Immobilienpreise in Deutschland?

      1. 2.1 Immobilienpreise in Deutschland für Wohnungen

      2. 2.2 Immobilienpreise in Deutschland für Häuser

    3. Deutsche Immobilienmetropolen im Vergleich: Wie hoch sind die Immobilienpreise in den Städten?

    4. Blick in die Vergangenheit: Wie haben sich die Immobilienpreise in Deutschland historisch entwickelt?

    5. Welche Faktoren haben Einfluss auf die Immobilienpreise in Deutschland?

    6. Wertsteigerung von Immobilien: Lohnt sich der Immobilienkauf oder -verkauf?

    7. Wie beeinflussen die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine die Immobilienpreise in Deutschland?

    Wie entwickeln sich die Immobilienpreise in Deutschland?

    Steigende Immobilienpreise, Bauzinsen und Baukosten, Energiekrise, Inflation und Ukraine-Krieg - zurzeit sorgen zahlreiche Faktoren für Unruhe auf dem deutschen Immobilienmarkt. Rechnen einige Experten mit dem endgültigen Einbruch der Preise, befinden sich laut der aktuellen Statistik der Deutschen Bank die Immobilienpreise 2022 in Deutschland nur temporär im Sinkflug und werden bald wieder moderat steigen. 

    Eine Befragung der Homeday-Immobilienmakler ergab hingegen, dass 65 Prozent der Maklerinnen davon ausgehen, dass die Immobilienpreise im Jahr 2023 sinken werden. Davon vermuten 41 Prozent, dass die Immobilienpreise um ein bis fünf Prozent sinken, während 24 Prozent der Makler davon ausgehen, dass die Immobilienpreise im Jahr 2023 stark fallen werden. Die übrigen 35 Prozent vermuten stabil bleibende Preise im Jahr 2023. Bereits im zweiten Halbjahr von 2022 sehen mehr als die Hälfte der Maklerinnen (60 %) die Immobilienpreise fallen, 32 Prozent gehen von stagnierenden Immobilienpreisen aus und acht Prozent denken, dass die Preise weiter nach oben klettern werden. Die Online-Umfrage wurde von Homeday unter den über 210 Maklern des Unternehmens im August 2022 durchgeführt.

    Im Hinblick auf die zukünftige Kaufpreisentwicklung fragen sich Käuferinnen, Verkäufer und Investorinnen zu Recht:

    Wie werden sich die Immobilienpreise in Zukunft entwickeln?

    Nach Ansicht vieler Immobilienexperten fördert die herrschende Inflation den Kauf von Immobilien trotz höherer Bauzinsen. Wagt man für die Immobilienpreise in Deutschland eine Prognose, so sind in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Preisentwicklungen für Immobilien zu beobachten.

    Bevölkerungszuwächse von über fünf Prozent und steigende Einkommen sorgen dafür, dass in den großen Metropolen und deren Umland die Immobilienpreise in Deutschland auf hohem Niveau liegen. Dies gilt insbesondere für die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Hessen, wo vielfach ein Missverhältnis zwischen Nachfrage und Angebot die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland nach oben drängt.

    Dagegen zeichnet der deutsche Immobilienmarkt im westlichen Mitteldeutschland ein anderes Bild. Hier ist die Prognose für die Immobilienpreise geprägt von einer Stagnation auf dem aktuellen Preisniveau. In Ostdeutschland, ausgenommen der Städte Berlin, Potsdam, Leipzig, Weimar, Erfurt und Jena, rechnen Expertinnen sogar mit sinkenden Immobilienpreisen.

    Hinweis: 

    Sie möchten wissen, ob auch der Preis Ihres Hauses, Grundstücks oder Ihrer Eigentumswohnung gestiegen oder gefallen ist? Mit der kostenlosen Immobilienbewertung von Homeday finden Sie es in wenigen Minuten heraus:

    Welche konkrete Wertentwicklung Käuferinnen oder Verkäufer auf dem deutschen Immobilienmarkt bis 2035 erwarten können, hat das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) im Auftrag der Postbank untersucht. In einer Langfristprognose identifiziert das HWWI einen unterschiedlich hohen Anstieg der jährlichen Wertsteigerung bis 2035 (nach Abzug der Inflationsrate) in sieben deutschen Großstädten:

    Rang

    Stadt

    Jährliche Wertsteigerung in Prozent bis 2035

    Wohnungspreise 2021 in Euro/m²

    1

    München

    2,19 %

    9.731,59 €

    2

    Frankfurt am Main

    1,59 %

    6.583,11 €

    3

    Köln

    1,35 %

    4.897,50 €

    4

    Stuttgart

    1,31 %

    5.344,61 €

    5

    Berlin

    1,01 %

    5.527,53 €

    6

    Düsseldorf

    0,93 %

    5.361,27 €

    7

    Hamburg

    0,65 %

    6.488,89 €

    Quelle: Prognose aus dem Postbank Wohnatlas 2022

    Bemerkenswert ist, dass obwohl in München die Immobilienpreise 2022 immer noch explodieren, auch langfristig mit der höchsten jährlichen Preissteigerung von rund zwei Prozent nach Abzug der Inflationsrate zu rechnen ist.

    Mit Blick in die Zukunft werden laut den Expertinnen des HWWI die regionalen, wirtschaftlichen und demografischen Entwicklungen starken Einfluss darauf nehmen, ob die Immobilienpreise in Deutschland steigen oder stagnieren werden und es in manchen Regionen sogar sinkende Immobilienpreise geben wird.

    Gut zu wissen:

    Nicht nur die Entwicklung der Immobilienpreise 2022 gilt es im Auge zu behalten, auch die laufenden Nebenkosten zur Unterhaltung des Wohnraums spielen eine wichtige Rolle. Bereits im Jahr 2022, aber vor allem 2023 gehen Experten durch die Inflation und steigende Energiepreise von stark steigenden Nebenkosten aus.

    Werden die Immobilienpreise in Deutschland sinken?

    Die Anhebung der Bau- und Leitzinsen sowie die steigenden Baukosten sorgen aktuell dafür, dass die Immobilienpreise in einigen Lagen in Deutschland leicht sinken. Insbesondere Einfamilienhäuser haben aufgrund einer stagnierenden Nachfrage preislich nachgegeben. Sanken die Immobilienpreise in Köln tendenziell innerhalb von drei Monaten um vier Prozent, verzeichnet Stuttgart ein Nachgeben der Kaufpreise von um die 6,6 Prozent.

    Ist jetzt ein Ende des Immobilienbooms zu erwarten? Ein Großteil der Homeday-Immobilienmakler (65 %) geht in Zukunft von fallenden Immobilienpreisen aus. 47 Prozent der 210 befragten Makler denken, dass sich der Verkäufermarkt mit starkem Nachfrageüberhang in Zukunft in Richtung Käufermarkt entwickeln könnte. Entwarnung gibt die Deutsche Bank: Nach Meinung der Analysten werden sich die Immobilienpreise in Deutschland wieder von der vorherrschenden Unsicherheit auf dem Immobilienmarkt erholen.

    Der Homeday-Immobilienmakler Detlef Martin ist täglich mit Käuferinnen und Verkäufern in Berlin in Kontakt und dementsprechend nah an den aktuellen Geschehnissen auf dem Immobilienmarkt in Deutschland dran. Er schätzt die aktuelle Lage wie folgt ein:

    „Der Ausverkauf hat begonnen, aus Sorge vor weiter sinkenden Preisen sind Verkäufer bereit, einen teilweise deutlichen Preisnachlass auf den ursprünglich vereinbarten Verkaufspreis zu gewähren.“

    Detlef Martin

    Homeday-Immobilienmakler in Berlin

    Die aktuelle Kaufzurückhaltung hat zur Folge, dass die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt in Deutschland zurückgeht und somit wieder mehr Immobilien auf dem Markt angeboten werden. Aufgrund des größeren Immobilienangebots haben Kaufinteressenten einen etwas größeren Verhandlungsspielraum und sind daher nicht mehr bereit, jeden Preis für Haus oder Wohnung zu zahlen. Für Verkäufer ist es deshalb wichtiger denn je, ihre Immobilie zu einem marktgerechten Preis anzubieten.

    Auch in Frankfurt am Main stellt der Homeday Immobilienmakler Alfredo Roberto Lewin aktuell sinkende Immobilienpreise fest:

    „Ich beobachte bereits jetzt Preisrückgänge um bis zu 10 Prozent. Wer jetzt verkauft, hat noch gute Chancen, einen vergleichsweise hohen Preis zu erzielen. Dies wird zunehmend schwieriger werden.“

    Alfredo Roberto Lewin

    Homeday-Immobilienmakler in Frankurt

    Hinweis:

    Besonders in unsicheren Marktsituationen ist es wichtig, den richtigen Partner für den Immobilienverkauf an seiner Seite zu haben. Die Immobilienmakler von Homeday kennen die Lage vor Ort, stehen Immobilienverkäufern mit ihrem Fachwissen beratend zur Seite und legen den optimalen Preis für Ihre Immobilie fest.

    Wie hoch sind die Immobilienpreise in Deutschland?

    Die Immobilienpreise in Deutschland kletterten 2021 steil nach oben. So stiegen laut Statistischem Bundesamt die Preise für Häuser und Wohnungen 2021 um 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Den stärksten Preisanstieg verzeichneten die Metropolen. Aber auch im ländlichen Raum stiegen die Immobilienpreise für Häuser in einigen Ortschaften deutlich an.

    Im ersten Quartal 2022 hielt der Aufwärtstrend mit einem Preisanstieg von 10 Prozent bei Häusern und Wohnungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Die Prognose bezüglich der Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland zeigt laut Statistik immer noch leicht nach oben, jedoch nicht mehr so stark wie in den vergangenen Jahren.

    Immobilienpreise in Deutschland für Wohnungen

    Für Wohnungen sind die Immobilienpreise in Deutschland in den acht größten Metropolen auch im zweiten Quartal 2022 angestiegen. Während die Wohnungspreise in München zwischen 2021 und 2022 um 14,2 Prozent von 9.091 auf 10.382 Euro pro Quadratmeter anstiegen, verteuerten sich die Preise für Wohnungen in Dresden um durchschnittlich 24,7 Prozent von 2.467 auf 3.078 Euro pro Quadratmeter. Mit 19,2 Prozent zogen die Wohnungspreise in Hamburg am zweithöchsten an und lagen bei 4.872 und 5.809 Euro/qm in den Jahren 2021 und 2022.

    Hier würden sie eine Grafik sehen, welche die Entwicklung der Wohnungspreisen in Deutschland zeigt.

    Immobilienpreise in Deutschland für Häuser

    Der Immobilienpreisanstieg der Hauspreise in Deutschland im 2. Quartal 2022 verlief, verglichen mit den Wohnungspreisen, weniger dynamisch. Das mag daran liegen, dass in Großstädten das Angebot und die Nachfrage nach Einfamilienhäusern geringer sind. Im Gegensatz zu den Wohnungspreisen stiegen die Hauspreise pro Quadratmeter in Dresden nur um 3,9 Prozent von 3.131 Euro auf 3.253 Euro. Hamburg verzeichnete einen Anstieg der Quadratmeterpreise für Häuser von 20,5 Prozent von 4.619 Euro auf 5.567 Euro. In Köln stiegen die Hauspreise in Deutschland um 14,9 Prozent von 4.151 Euro auf 4.769 Euro pro Quadratmeter.

    Hier würden sie eine Grafik sehen, welche die Entwicklung der Hauspreisen in Deutschland zeigt.

    Deutsche Immobilienmetropolen im Vergleich: Wie hoch sind die Immobilienpreise in den Städten?

    Wirft man einen Blick auf die acht größten Städte, wiesen die Immobilienpreise in Deutschland im 2. Quartal 2022 große Preisunterschiede auf. So lag der Quadratmeterpreis für eine Wohnung in München laut Statistik für Immobilienpreise in Deutschland des Homeday-Preisatlas’ bei durchschnittlich 10.382 Euro. Dagegen mussten Kaufwillige für eine Wohnung in Köln im Durchschnitt 4.365 Euro pro Quadratmeter zahlen. In Dresden lag der Quadratmeterpreis für Wohnungen mit 3.078 Euro am niedrigsten.


    Das folgende Diagramm zeigt die Entwicklung der Wohnungspreise in den acht größten Städten Deutschlands im Vergleich:

    Hier würden sie eine Grafik sehen, welche die Wohnungspreise in den deutschen Metropolen zeigt.

    Ähnlich gestaltet sich die Entwicklung der Hauspreise in den acht größten deutschen Städten innerhalb der letzten Jahre. Hier muss allerdings in Erwägung gezogen werden, dass in den meisten Immobilienmetropolen keine oder nur noch wenige freien Flächen für Ein- oder Mehrfamilienhäuser bestehen. Aufgrund der dichteren Besiedlung und der hohen Nachfrage nach Wohnraum gibt es deutlich mehr Wohnungen als Einfamilienhäuser.

    Hier würden sie eine Grafik sehen, welche die Hauspreise in den deutschen Metropolen zeigt.

    Betrachtet man nun eine Deutschlandkarte für Immobilienpreise wird deutlich, dass sich auch 2022 der Preistrend der letzten Jahre fortsetzt. Hohe Immobilienpreise werden vor allem im Süden der Bundesrepublik fällig und niedrigere Haus- und Wohnungspreisen im Westen und Norden. Auf der Karte für Immobilienpreise bildet der Osten, wo auch in den Ballungsräumen die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser noch relativ moderat ausfallen, das Schlusslicht.

    Entwicklung der Immobilienpreise in den acht größten Städten Deutschlands nachlesen:

    Bleibt noch ein Blick auf die Immobilienpreise in Deutschland außerhalb der Ballungsräume. Zu den bundesweit teuersten Landkreisen zählen laut Statistischem Bundesamt unter anderem Nordfriesland, Sylt sowie St. Peter-Ording. Hier lagen die durchschnittlichen Quadratmeterpreise für Wohnungen bei 7.977 Euro im Jahr 2021. Das bedeutet einen Anstieg von 14,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Immobilienpreisentwicklungen rund um München und den bayerischen Alpen zeigen sich ähnlich hoch. So fand im Landkreis Miesbach ein Zuwachs von 14,9 Prozent bei den Immobilienpreisen statt.


    Auf der anderen Seite prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaft (DIW) in den kommenden zehn Jahren eine Senkung der Immobilienpreise um 25 % in einem Drittel aller deutschen Landkreise. Für abgelegene Regionen im Osten wird sogar ein Einbruch der Immobilienpreise in Deutschland von bis zu 50 % befürchtet. Insbesondere der demografische Wandel lässt dort die Immobilienpreise sinken.

    Gut zu wissen: 

    Je nach Lage, Ausstattung und Zustand der Immobilie können die tatsächlichen Verkaufspreise für Eigentumswohnungen deutlich höher als der Durchschnitt liegen. Lassen Sie Ihre Immobilie vor einem Verkauf daher kostenlos und unverbindlich bewerten.

    Blick in die Vergangenheit: Wie haben sich die Immobilienpreise in Deutschland historisch entwickelt?

    In Deutschland haben sich die Immobilienpreise laut dem Empirica-Immobilienpreisindex in den letzten Jahrzehnten stetig nach oben bewegt. Der Empirica-Immobilienpreisindex ergibt sich aus der Entwicklung der Kaufpreise und Mietpreise von Immobilien sowie den realen Kaufpreisen – das heißt, den inflationsbereinigten Immobilienpreisen. Für das Jahr 2005 betrug der Empirica-Indexwert 100 Punkte, im 1. Quartal 2022 lag der Indexwert bei 184 Punkten. 

    Betrachtet man den historischen Verlauf der Immobilienpreise in Deutschland, so lagen bereits 1975 die Preise für Wohnungseigentum auf hohem Niveau und stiegen in den Folgejahren nur moderat an. 1989 bewirkte die Wiedervereinigung eine Kehrtwende bezüglich der Immobilienwertentwicklung. Ab 1990 sanken die Immobilienpreise. Erst nach der Weltwirtschaftskrise 2007/2008 zogen mit der Konjunkturerholung die Immobilienpreise wieder spürbar an.


    Zwischen 2010 und 2020 verteuerten sich die historischen Immobilienpreise in Deutschland für Ein- und Zweifamilienhäuser demnach um rund 65 %. Dabei ist zu bemerken, dass sich nach 2015 die Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland um 5 Prozent jährlich beschleunigte.

    Hier würden Sie eine Grafik sehen, welche die historische Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland zeigt.

    Welche Faktoren haben Einfluss auf die Immobilienpreise in Deutschland?

    Der Preis einer Immobilie ist von großer Relevanz für die Volkswirtschaft, Immobilienentwicklung, Investitionen sowie private Käufe und Verkäufe. Doch woraus setzen sich die Immobilienpreise zusammen? Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten Faktoren, die die Immobilienpreise in Deutschland maßgeblich bestimmen:

    1. Objektfaktoren:

    • Lage

    • Größe der Immobilie und des Grundstücks

    • Zustand

    • Ausstattung der Immobilie und des Grundstücks

    • Energieeffizienz

    2. Marktfaktoren:

    • Marktlage

    • Nachfrage und Angebot

    • Entwicklung der Leit- und Bauzinsen

    • Demografische Entwicklung

    Innerhalb der oben genannten Faktoren sind die Lage und Grundstücksgröße die wichtigsten Parameter für die Werteinschätzung einer Immobilie . Auch gestalten sich die Immobilienpreise in Deutschland für Neubauten höher als die Preise für Bestandsimmobilien.

    Wertsteigerung von Immobilien: Lohnt sich der Immobilienkauf oder -verkauf?

    Durch das Ende der Null-Zins-Politik wird prognostiziert, dass sich die Immobilienpreise in Deutschland nicht mehr steil nach oben bewegen, aber grundsätzlich auf einem hohen Niveau bleiben. Aufgrund positiver demografischer Entwicklungen ist der Kauf von Immobilien in Großstädten für Investoren nach wie vor eine rentable Investition. Auch bei Wohnungen und Häusern in den Speckgürteln beliebter Städte und in gefragten Landkreisen ist mit einer Wertsteigerung der Immobilien zu rechnen.

    Insbesondere in Berlin und dem Umland der Hauptstadt sowie im Süden und Nordwesten Deutschlands ist laut Expertinnen des "Postbank Wohnatlas 2022" mit Wertzuwächsen zu rechnen. 41 Prozent der befragten Homeday-Immobilienmakler gehen von stabil bleibenden Immobilienpreisen in Großstädten aus, 59 Prozent rechnen auch hier mit fallenden Preisen.

    Auf dem Land zeichnet sich dieser Trend noch deutlicher ab: 76 Prozent gehen davon aus, dass die Immobilienpreise sinken. 

    In einigen ländlichen, etwas abgelegeneren Regionen in Ostdeutschland,Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen ist der Kauf einer Immobilie zukünftig wohl eher seltener mit einer Wertsteigerung verbunden. Dennoch kann sich der Kauf einer Immobilie – beispielsweise für den Eigenbedarf in diesen Regionen durchaus lohnen.

    Hinweis: 

    Sie denken darüber nach, Ihre Immobilie zu verkaufen und wollen wissen, wie viel diese wert ist? Die kostenfreie Immobilienbewertung von Homeday liefert erste Anhaltspunkte für eine solide Werteinschätzung Ihrer Immobilie.

    Hier ein Überblick über die jährlich zu erwartenden Wertsteigerungen bezüglich der Immobilienpreise in Deutschland von 2021 bis 2035 in den Regionen mit den größten erwarteten Preisanstiegen:

    Rang

    Region

    Bundesland

    Prognostizierte Veränderung der Immobilienpreise 2021-2035

    1

    Potsdam

    Brandenburg

    2,20 %

    2

    Stadt München

    Bayern

    2,19 %

    3

    Miesbach

    Bayern

    2,18 %

    4

    Stadt Heilbronn

    Baden-Württemberg

    2,17 %

    5

    Stadt Leipzig

    Sachsen

    2,10 %

    6

    Stadt Landshut

    Bayern

    2,06 %

    7

    Herzogtum Lauenburg

    Schleswig-Holstein

    1,99 %

    8

    Lüneburg

    Niedersachsen

    1,93 %

    9

    Erding

    Bayern

    1,88 %

    10

    Ebersberg

    Bayern

    1,86 %

    Wie beeinflussen die Corona-Pandemie und der Krieg in der Ukraine die Immobilienpreise in Deutschland?

    Durch die Corona-Pandemie zogen nach erster Ungewissheit auf dem Immobilienmarkt 2020 und 2021 die Immobilienpreise in Deutschland kräftig an. Verteuerten sich 2020 die Preise für Häuser und Eigentumswohnungen um 7,8 Prozent verglichen mit den Vorjahren, stiegen die Immobilienpreise im Jahr 2021 bereits um satte 11 Prozent. Nicht nur die pandemiebedingte hohe Nachfrage nach Immobilien und das begrenzte Angebot bewirkten diesen Immobilienboom in der Corona-Krise. Auch die niedrigen Zinsen ließen die Immobilienpreise in Deutschland ansteigen und so die Immobilienblase wachsen.

    2022 führen der Ukraine-Krieg und die damit einhergehende Energiekrise sowie die Erhöhung der Leit- und Immobilienzinsen zur Stagnation der Immobilienpreise in Deutschland. Auch mit Blick auf die mögliche Erhöhung der Zinsen und die hoch ausfallende Inflation ist für viele Investoren jetzt der Zeitpunkt gekommen, um in eine Immobilie zu investieren. Als Sachwerte bieten Häuser und Wohnungen weiterhin einen guten Inflationsschutz.

    Unser Homeday-Makler Ulrich Kampinski aus der Metropolregion Stuttgart schätzt die aktuelle Lage auf dem Immobilienmarkt in Deutschland wie folgt ein:

    „Kurzfristig treiben die Inflation und die steigenden Zinsen tatsächlich noch viele Käufer zum Handeln. Schlussverkaufseffekte sind deutlich zu beobachten.“

    Ulrich Kampinski

    Homeday-Immobilienmakler in Stuttgart

    Hinweis:

    Die Frage, ob es sich lohnt, eine Immobilie zu kaufen und zu verkaufen, lässt sich also pauschal nicht mit Ja oder Nein beantworten. Erwägen Sie den Immobilienkauf gut und treffen Sie keine voreilige Kaufentscheidung. Sie sind noch auf der Suche nach der passenden Immobilie? Ein großes Angebot an Immobilien in ganz Deutschland finden Sie bei Homeday.

    Immobilienpreise Deutschland – FAQ:

    Wann fallen die Immobilienpreise in Deutschland?

    In einigen Lagen Deutschlands konnten als Folge der Energiekrise und des angehobenen Leitzinses durch die Europäische Zentralbank (EZB) leicht fallende Immobilienpreise beobachtet werden. Ob dies einen neuen Zukunftstrend darstellt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. Eine von Homeday geführte Befragung unter 210 Immobilienmaklern hat ergeben, dass 65 Prozent von fallenden Immobilienpreisen im Jahr 2023 ausgehen. Die Analysten der Deutschen Bank vermuten, dass es bis 2024 zu einer Stagnation der Immobilienpreise in Deutschland kommt. Aktuelle Entwicklungen auf dem Immobilienmarkt in Deutschland

    Wo gibt es günstige Eigentumswohnungen in Deutschland?

    Wer sich bei der Suche nach einer Eigentumswohnung nicht auf die beliebten Ballungsräume konzentriert, findet in Großstädten wie Dresden oder Hannover noch bezahlbare Wohnungen von 3.363 Euro bzw. 3.353 Euro pro Quadratmeter. Auch in mittelgroßen Städten und vielen ländlichen Regionen gestalten sich die Immobilienpreise in Deutschland für Eigentumswohnung moderat bis günstig. Die Immobilienpreisentwicklung in Deutschland zeigt, dass vor allem im Osten des Landes die Immobilienpreise niedriger ausfallen. Mehr über die aktuellen Immobilienpreise in Deutschland erfahren

    Wo lohnt es sich, eine Immobilie zu kaufen?

    Die besten Chancen für ein lohnenswertes Immobilieninvestment bestehen laut Postbank im bayerischen Landkreis Straubing-Bogen, dem Regionalverband Saarbrücken und dem Landkreis Rothenburg in Niedersachsen. Hier sind Preissteigerungen von maximal 0,5 Prozent jährlich möglich. Auch der Immobilienkauf in der Grafschaft Bentheim, dem Landkreis Osterholz und Heidekreis verspricht Rendite.

    Wie hoch sind die Immobilienpreise in Deutschland aktuell?

    Im ersten Quartal 2022 sind die Immobilienpreise weiterhin um durchschnittlich 10 Prozent deutlich angestiegen. Durch den erhöhten Leitzins und steigende Energiekosten stagnieren die Immobilienpreise mittlerweile vielerorts. Viele Expertinnen gehen davon aus, dass die Immobilienpreise grundsätzlich auf einem hohen Niveau bleiben, andere vermuten, dass die Immobilienpreise um bis zu 25 % bis 2035 fallen werden. Wie hoch die Immobilienpreise ausfallen variiert nach verschiedenen Faktoren wie der Lage. So werden in München aktuell 10.382 Euro pro Quadratmeter fällig, in Dresden nur 3.078 Euro.

    Wie ist die Prognose für die Entwicklung der Immobilienpreise im Jahr 2023?

    Expertinnen erwarten vor allem in den Metropolregionen weiterhin einen moderaten Preisanstieg für Immobilien. Auch in wachsenden Regionen wie Bayern können Eigentümerinnen mit weiteren Wertsteigerungen der Immobilien rechnen. Anders könnten sich die Preise zukünftig in weniger beliebten Regionen gestalten, die besonders stark von dem demografischen Wandel betroffen sind. Hier ist bereits 2023 von fallenden Preisen auszugehen.