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Hier würden Sie das Bild einer Neubausiedlung im Rahmen der Entwicklung der Immobilienpreise Deutschland sehen.

Immobilienpreise in Deutschland

Der Immobilienmarkt in Deutschland verzeichnet nach wie vor ein Wachstum und wird als besonders attraktiv angesehen.

Die Preisanstiege werden sich laut Prognosen 2017 fortsetzen: Eigentumswohnungen werden sich um 6 Prozent verteuern, Eigenheime um 4 Prozent. Dies liegt unter anderem an höheren energetischen Standards und steigenden Bodenpreisen. Hohe oder sehr hohe Kaufpreise sind neben den Metropolregionen allgemein im Süden und Südwesten vorherrschend, während Immobilien insbesondere im Osten (und teils im Norden) deutlich erschwinglicher sind.

Erfahren Sie mehr über die Immobilienpreise in folgenden Städten:

Immobilienmarkt Deutschland im Check

Mit der Brexit-Entscheidung im Juni 2016 haben die Wähler in Großbritannien beschlossen, dass ihr Land aus der EU austreten wird. Viele Konsequenzen dieser Entscheidung sind bislang ebenso unklar wie die der Präsidentschaftswahl. In jedem Fall werden sie sich auch auf den deutschen Immobilienmarkt auswirken, der ein Rekordvolumen erreicht hat und inzwischen nach Einschätzung von kritischen Beobachtern zu überhitzen droht. Nach Schätzungen des Immobilienforschungsinstituts Gewos sind im Jahr 2015 erstmals mehr als 200 Milliarden Euro auf dem deutschen Immobilienmarkt umgesetzt worden. Demnach stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um mehr als 16 Prozent auf 214 Milliarden Euro, wovon nur etwas mehr als ein Viertel auf Gewerbeimmobilien fällt. Innerhalb von nur fünf Jahren stieg demnach der Umsatz mit Wohnimmobilien um 53 Prozent. Die Zahlen spiegeln allerdings nicht nur eine erhöhte Transaktionszahl wider, sondern auch einen teils drastischen Anstieg der Preise. Unter anderem aufgrund der höheren energetischen Standards und steigenden Bodenpreise haben sie gerade in besseren Lagen ein Niveau erreicht, das nicht wenige Investoren kritisch beobachten.
Dennoch wurden bislang die Bedingungen auf dem deutschen Markt als besonders attraktiv angesehen. Denn auch die Wohnkosten steigen, unter anderem weil gerade das Angebot an Wohnimmobilien die hohe Nachfrage bei weitem nicht bedienen kann. Hinzu kommen das vorteilhafte Zinsniveau, die gute Wirtschaftsentwicklung und der Mangel an ähnlich lukrativen Investitionsalternativen.

Situation des Immobilienmarktes in Deutschland

Der deutsche Immobilienmarkt ist geprägt von einem stabilen wirtschaftlichen Wachstum, von vorteilhaften Finanzierungsbedingungen und einer hohen Nachfrage, insbesondere in den Ballungsräumen, die auch durch hohe Zuwanderung befeuert wird. Das Wachstum des Immobiliensektors wird sich deshalb fortsetzen: Für 2017 rechnet das Institut Gewos mit Umsätzen in Höhe von 247,3 Milliarden Euro (plus 7 Prozent). Der Hauptgrund für den Umsatzzuwachs sei aber nicht die – nur moderat – steigenden Transaktionszahlen, sondern die immer höheren Kaufpreise. Sie hätten sich allein im Jahr 2015 im Schnitt aller Marktsegmente um etwa 12 Prozent erhöht. Die Preisanstiege haben sich in vielen Regionen von der Kaufkraftentwicklung abgekoppelt und werden sich 2017 fortsetzen. Legt man die regionale Kaufkraft zugrunde, dann sind Eigenheime insbesondere in den Ballungsräumen, allen voran München, Düsseldorf und Potsdam, kaum mehr erschwinglich.

Bautätigkeit und Bedarf

Dieser Anstieg ist unter anderem einem zunehmenden Bedarf zuzuschreiben, der durch die aktuelle Bautätigkeit (248 000 neue Wohnungen und Häuser im Jahr 2015) keinesfalls gedeckt werden kann: Der Bund schätzt den jährlichen Bedarf auf 350 000 bis 400 000 Neubauwohnungen, wobei sich die Entwicklung der Nachfrage kaum abschätzen lässt.

Bedarf an altersgerechten Wohnungen und Single-Wohnungen

Unter anderem infolge der Reurbanisierung, die vor allem Jüngere in die Städte zieht, wird dort der Bedarf an Wohnraum weiter zunehmen. Damit verbunden ist ein Anstieg der Preise. Besonders nachgefragt werden auch künftig Single-Wohnungen bleiben, denn der Anteil der Ein-Personen-Haushalte nimmt kontinuierlich zu – und das schon seit 20 Jahren. Im Jahr 2015 gab es in Deutschland 16,87 Millionen Single-Haushalte, das ist ein Anteil von mehr als 40 Prozent und weit über dem EU-Durchschnitt, der bei etwa 33 Prozent liegt. Hinzu kommen weitere vier Prozent der Haushalte, die von einem Single mit Kind bewohnt werden. Auch den Folgen des demographischen Wandels wird der Wohnungsbestand bislang nicht gerecht: Die Anzahl der Menschen in einem Alter ab 65 wird von derzeit 17,3 Millionen auf etwa 23,3 Millionen im Jahr 2035 steigen, also um rund 35 Prozent. Lediglich zwei Prozent des derzeitigen Wohnungsbestands ist allerdings altersgerecht, demnach werden nach Berechnungen des Bundesbauministeriums bis zum Jahr 2030 weitere 2,9 Millionen altersgerechte Wohnungen benötigt. Das Ministerium schätzt den Investitionsbedarf auf bis zu 50 Milliarden Euro.

Entwicklung und Potentiale des Marktes in Deutschland

Die Preise für Immobilien steigen im Eiltempo: Noch im Jahr 2010 waren neue Eigentumswohnungen 40 Prozent günstiger als heute, wie das Institut Gewos berechnet hat. Selbst wenn sich die Zeit der historisch niedrigen Zinsen ihrem Ende zuneigen sollte, dürfte die Nachfrage auf Wohneigentum insbesondere in den Wachstumsregionen anhalten. Gleichzeitig scheuen manche Anleger in bestimmten Stadtgebieten inzwischen die Investitionen, da die hohen Preise die Renditen so stark beeinträchtigen, dass mancher Kauf dadurch kaum refinanzierbar wird. Beispielsweise wurden in Hamburg noch im Jahr 2010 Mehrfamilienhäuser für das 16-Fache des jährlichen Mietertrags gehandelt. Inzwischen ist der Preis auf das 23-Fache gestiegen – ein Wert, bei dem ein Investment in aller Regel schon nicht mehr als lukrativ gilt. Zumindest in den Metropolen wird es aufgrund der gestiegenen Kosten und Gebühren also immer schwieriger, Immobilienkäufe durch die Renditen zu refinanzieren. Anders sieht es abseits der Ballungsräume aus: Entsprechend der Wanderungsverluste durch Wegzüge in die Städte wird befürchtet, dass hier die Nachfrage nach Wohnraum sinken wird und damit auch die Wirtschaftlichkeit des Immobilienbesitzes. Problematisch wäre diese Entwicklung, weil den betreffenden Immobilien oftmals die Funktion der Altersvorsorge zukommt.
Allerdings ist eine weitere, gegenläufige Tendenz zu beobachten: Aufgrund der Preisentwicklung in den Großstädten entdecken Investoren zunehmend die Provinz. In mittelgroßen und kleinen Städten, in denen sich eine breite Vielfalt an stabilen Unternehmen angesiedelt hat, sind nämlich inzwischen deutlich höhere Renditen erzielbar. Erste professionelle Anleger investieren deshalb verstärkt in Objekte in lokalen Zentren. Auch dort sollte man sich dementsprechend auf einen deutlichen Preisanstieg einstellen.

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