So entwickeln sich die Immobilienpreise in Deutschland

Der Immobilienmarkt in Deutschland verzeichnet nach wie vor ein Wachstum. Vor allem in Metropolen wie Berlin, Düsseldorf oder Köln steigen die Preise.

Clarissa Freund

Immobilienredakteurin

08. Dezember 2017 · 6 Minuten Lesezeit

Der Deutsche Immobilienmarkt bleibt in Bewegung! Laut Deutscher Bundesbank (Stand: November 2017) stiegen die Preise für Wohnimmobilien, also Häuser und Eigentumswohnungen, zuletzt um 6,1 Prozent. Als Grund für den Preisanstieg nennt die Zentralbank Fundamentalfaktoren wie eine hohe Nachfrage oder gute wirtschaftliche Lage. Klärungsbedarf sieht sie hinsichtlich der Preisentwicklungen in den deutschen Metropolen. Gab es hier 2015 bereits Preisübertreibungen von zehn bis 20 Prozent, lagen diese 2016 bereits bei 15 bis 30 Prozent. Und die Immobilienpreise in Deutschlands Großstädten stiegen auch 2017 weiter.

So betrug der durchschnittliche Angebotspreis für eine Eigentumswohnung in Berlin im Juni 2017 rund 3.630 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einer Steigerung um rund – zehn Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser stieg innerhalb eines Jahres um zwölf Prozent auf 3.180 Euro pro Quadratmeter.

Auch in Hamburg boomt der Immobilienmarkt. Laut Gutachterausschuss wurden 2016 von Blankenese bis Billstedt Häuser, Wohnungen und Grundstücke für insgesamt 10,2 Millionen Euro verkauft. Das waren fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Als begehrteste Immobilie wurden dabei Mehrfamilienhäuser gehandelt. Gefragt sind aber auch Eigentumswohnungen und dabei vor allem Immobilien in innerstädtischen Lagen. In der HafenCity etwa sind Quadratmeterpreise von 6.350 Euro nicht ungewöhnlich. Kein Wunder, dass Käufer sowohl in Berlin als auch Hamburg heute zunehmend auf die Randgebiete ausweichen.

Die selbsternannte „Weltstadt mit Herz“, München, galt schon als teures Pflaster, bevor die Immobilienpreise in Deutschland in den letzten Jahren stetig nach oben gingen. Knapper Wohnraum beziehungsweise ein Engpass beim Wohnungsbau machen der Bayerischen Landeshauptstadt zu schaffen. Der Quadratmeterpreis für eine Neubau-Eigentumswohnung kann von 6.800 Euro bis durchschnittlichen bis zu 7.450 Euro in sehr guten Wohnlagen variieren. Da Neubaugebiete Mangelware sind, haben auch Grundstücke ihren Preis. In Bogenhausen als besonders begehrte Wohnlage ist ein Preis von 4.100 Euro pro Quadratmeter für ein unbebautes Wohnbaugrundstück nicht unüblich. Die Preise für Doppelhaushälften kletterten seit 2012 jährlich um zehn Prozent nach oben.

Auch in der Karnevalshochburg Köln bestimmt ein Nachfrageüberhang den Immobilienmarkt. Für ein neugebautes Reihenendhaus oder eine Doppelhaushälfte müssen Käufer mit einem Durchschnittspreis von 530.000 Euro rechnen. Erstbezugsfertige Reihenmittelhäuser sind für durchschnittlich 480.000 Euro zu haben. Innerhalb von fünf Jahren stiegen die Preise für Eigentumswohnungen um 50 Prozent. In Frankfurt am Main führte ein knappes Angebot in den letzten Jahren zu Preissteigerungen bei Immobilien in fast allen Baualtersklassen. Die Kaufpreise für Immobilien ab dem Baujahr 2000 stiegen innerhalb eines Jahres um 15 Prozent auf 4.930 Euro. Immobilien, die vor 1949 gebaut wurden, legten um zwölf Prozent zu.

Der Anstieg der Immobilienpreise in Deutschland ist aber nicht nur im Westen des Landes zu spüren. In Sachsens Landeshauptstadt Dresden etwa nahmen nicht nur die Verkäufe von Wohn- und Teileigentum 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund sieben Prozent zu. Allein, wer Bauland erwarb, zahlte mit 220 Euro pro Quadratmeter in guten Wohnlagen sogar zehn Prozent mehr. Einen ebenso hohen Anstieg gab es bei Doppelhaushälften.

In Düsseldorf stiegen die Verkäufe und Umsätze von Eigentumswohnungen innerhalb eines Jahres um 13 Prozent beziehungsweise 23 Prozent – Rekordsteigerungen! Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich auch in Stuttgart, wo die Preise für Eigentumswohnungen im Wiederverkauf im gleichen Zeitraum um 15 Prozent und bei Neubauten um acht Prozent stiegen.

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