Mietvertrag zur Wohnungsvermietung

Wer eine Wohnung vermietet, schließt mit dem Mieter einen Mietvertrag. Erfahren Sie hier, welche Punkte dieser regelt und welche Vertragsarten es gibt.

Verschiedene Arten von Wohnungsmietverträgen

Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Wohnungsmietverträgen: den befristeten und den unbefristeten. Sie kommen abhängig von den jeweiligen Bedingungen zum Einsatz.

Befristeter Wohnungsmietvertrag

Hat ein Vermieter einen nach §575 BGB zulässigen Grund, kann er den Wohnungsmietvertrag zeitlich befristen. Das heißt: Er legt konkret fest, zu welchem Zeitpunkt das Mietverhältnis endet und der Mieter die Wohnung spätestens räumen muss. Ein zulässiger Grund liegt etwa vor, wenn der Vermieter selbst nach Ende der festgelegten Mietzeit in die Wohnung ziehen will. Weiterer Grund: Die Wohnung soll nach der Befristung in einem Umfang saniert werden, der es schwierig macht, die Immobilie zu bewohnen.

Die Gründe für die Befristung sind im Mietvertrag zu vermerken. Fehlen sie, gilt der Vertrag auf unbestimmte Zeit.

Mieter und Vermieter haben während der Vertragslaufzeit eines befristeten Wohnungsmietvertrags kein Recht zu einer ordentlichen Kündigung. Es besteht jedoch ein außerordentliches oder besonderes Kündigungsrecht. Darüber hinaus haben Vermieter und Mieter die Möglichkeit, das Mietverhältnis mit einem Mietaufhebungsvertrag vor Ablauf der Frist einvernehmlich aufzulösen.

Frühestens vier Monate bevor der befristete Vertrag ausläuft, kann der Mieter von seinem Vermieter Auskunft darüber verlangen, ob der Befristungsgrund noch besteht.

Homeday stellt Ihnen den befristeten Wohnungsmietvertrag kostenlos zur Verfügung.

Hinweis

Nähere Informationen und Tipps stellen wir Ihnen in der kommentierten Version des befristeten Mietvertrags zur Verfügung:

Befristeter Wohnungsmietvertrag – kommentiert

Unbefristeter Wohnungsmietvertrag

Gibt es keinen Grund für eine Befristung, schließen Mieter und Vermieter den Mietvertrag in der Regel auf unbestimmte Zeit. Beide Parteien können ihn durch eine ordentliche Kündigung jederzeit beenden. Vermieter müssen die Kündigung jedoch begründen (z.B. mit Eigenbedarf).

Homeday stellt Ihnen den unbefristeten Wohnungsmietvertrag kostenlos als PDF zur Verfügung.

Hinweis

Nähere Informationen und Tipps stellen wir Ihnen in der kommentierten Version des unbefristeten Mietvertrags zur Verfügung:

Unbefristeter Wohnungsmietvertrag – kommentiert

Das sollte im Mietvertrag stehen

Grundsätzlich ist die Form des Mietvertrags nicht vorgeschrieben. Soll er jedoch über zwölf Monate hinaus andauern, empfiehlt sich die Schriftform. Andernfalls wird eine Kündigung nach §550 BGB schwierig.

Diese Punkte sollte der Mietvertrag beinhalten:

  • Name des Vermieters und gegebenenfalls seines Vertreters
  • Name und persönliche Daten der Mieter (z.B. Geburtsdatum)
  • Adresse der Mietwohnung
  • Größe der Wohnung und detaillierte Auflistung der zu vermietenden Räume und Flächen
  • Beginn und gegebenenfalls Ende des Mietverhältnisses (bei Befristung: inklusive Begründung)
  • Höhe und Zusammensetzung der Miete sowie Zahlungsmodalitäten
  • Auflistung der Betriebskosten
  • Festlegung und Zahlungsvereinbarung zur Mietkaution (in der Regel drei Nettokaltmieten) oder alternativ zu anderen Mietsicherheiten
  • Anzahl und Art der zur Wohnung gehörigen Schlüssel
  • gegebenenfalls Regelung zur Mietanpassung
  • Zustand der Wohnung (renoviert/unrenoviert)
  • gegebenenfalls Hausordnung
  • Vereinbarung zur Kündigung des Mietverhältnisses
  • Widerrufsbelehrung (gestattet dem Mieter unter bestimmten Umständen eine Widerrufsfrist von 14 Tagen)
  • Unterschriften der Vertragsparteien

Als weitere Punkte kommen auch Regelungen zur Tierhaltung, Nutzung von Gemeinschaftsräumen, Untervermietung, Reinigungspflicht, Rauchwarnmelder, Schönheitsreparaturen in Betracht.

Der Mietvertrag wird zweifach ausgefertigt und von beiden Parteien im Original unterschrieben. Ein Exemplar erhält der Vermieter, eines der Mieter.

Widerruf eines Mietvertrags

Hat ein Mieter einen Mietvertrag für eine Wohnung unterzeichnet, die Immobilie jedoch zuvor nicht besichtigt, kann er den Vertrag nach §312 IV BGB widerrufen. Die Widerrufsbelehrung (Widerrufsfrist: 14 Tage) muss zwingend im Vertrag vermerkt sein. Andernfalls verlängert sie sich um zwölf Monate.

Hinweis

Aufgrund der stetigen Veränderung und Entwicklung der Rechtsprechung auf dem Gebiet des Mietrechts übernehmen wir keine Haftung für den rechtlichen Bestand der Bestimmungen dieser Musterverträge und dazugehöriger Erläuterungen.

Weiterführende Artikel: