• Hier würden Sie das Bild einer Frau sehen, die eine Bauvoranfrage stellt.

    Bauvoranfrage -
    ist Ihr Vorhaben genehmigungsfähig?

    Mit einer Bauvoranfrage prüfen
    Bauherren, ob für ein geplantes Vorhaben eine Baugenehmigung
    grundsätzlich erteilt wird. Insbesondere bei Grundstücken, für die es
    keinen Bebauungsplan gibt, ist dieses Verfahren sinnvoll.

    Inhaltsverzeichnis

    1. Wozu dient die Bauvoranfrage?

    2. Wer erstellt die Bauvoranfrage?

    3. Welche Unterlagen sind für die Erteilung des Bauvorbescheids notwendig?

    4. Welche Möglichkeiten gibt es bei einer Ablehnung der Bauvoranfrage?

    5. Checkliste: Darauf müssen Sie bei einer Voranfrage achten

    Wozu dient die Bauvoranfrage?

    Die Bauvoranfrage wird auch als
    kleines Genehmigungsverfahren bezeichnet. Schon vor der detaillierten
    Planung eines Bauvorhabens erhalten Sie mit dem Bauvorbescheid
    Rechtssicherheit darüber, ob und in welchem Umfang eine bauliche Nutzung
    möglich ist. Legen Sie bei der Bauvoranfrage umfangreiche Unterlagen
    vor, wird die spätere Baugenehmigung in der Regel auf dieser Grundlage erteilt. Wollen Sie ein Grundstück verkaufen
    oder kaufen und sind nicht sicher, ob das Grundstück bebaut werden
    darf, klären Sie das idealerweise im Rahmen einer Voranfrage.

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    Wer erstellt die Bauvoranfrage?

    Es gibt keine Vorgaben, wer eine
    entsprechende Anfrage stellen kann. Auch wenn Sie nicht Eigentümer
    eines Grundstücks sind, aber ein berechtigtes Interesse an der
    Bebaubarkeit haben, können Sie die Bauvoranfrage stellen. Interessieren
    Sie sich für den Kauf eines Grundstückes, leiten Sie ein kleines
    Genehmigungsverfahren beim zuständigen Bauamt ein. Stellt eine andere
    Person als der Eigentümer den Antrag, ist eine Vollmacht des
    Grundstückseigentümers vorzulegen. Empfehlenswert ist die Beantragung
    über einen Architekten, der die erforderlichen Unterlagen direkt
    zusammenstellt.

    Welche Unterlagen sind für die Erteilung des Bauvorbescheids notwendig?

    Die Regelung des Baurechts
    obliegt den jeweiligen Kommunen. Welche Unterlagen einzureichen sind,
    ist daher von der Landesbauordnung abhängig. Üblicherweise erwarten die
    zuständigen Behörden die Vorlage:

    • des ausgefüllten Formulars zur Bauvoranfrage

    • Angaben über das Grundstück

    • Unterlagen über das geplante Bauvorhaben mit Maßen und Gebäudeklasse

    • einen Lageplan

    • einen Auszug aus der Flurkarte

    • Angaben über Entwässerung und Wasserversorgung

    Um einen rechtswirksamen Bauvorbescheid zu
    bekommen, sind die Formvorschriften einzuhalten. Der Bescheid ist
    üblicherweise drei Jahre lang gültig, ersetzt aber nicht die
    Baugenehmigung, welche während der dreijährigen Frist zu beantragen ist.
    Denn die kleine Genehmigung berechtigt Sie noch nicht dazu, mit dem Bau
    zu beginnen.

    Die Kosten für den Vorbescheid sind abhängig vom Bundesland und dem
    Umfang der geplanten Baumaßnahme. Die Landesbaubehörden regeln auch, wie
    lange das Genehmigungsverfahren dauern darf. Üblich sind
    Bearbeitungszeiten von etwa drei Monaten, unter Umständen kann die
    Bearbeitung bis zu sechs Monate dauern. Innerhalb der Geltungsdauer kann
    der Vorbescheid nicht zurückgezogen werden.

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    Welche Möglichkeiten gibt es bei einer Ablehnung der Bauvoranfrage?

    Lehnt die Behörde ihre Bauvoranfrage ab, setzt sie Sie über die Gründe in Kenntnis. Wenn Sie
    gegen den Ablehnungsbescheid vorgehen wollen, legen Sie einen
    Widerspruch ein, um Ihre Interessen durchzusetzen. Ihr Antrag wird in
    diesem Fall erneut überprüft. Informieren Sie sich vorher beim Bauamt,
    welche Anpassungen für einen positiven Bescheid notwendig sind. Unter
    Umständen ist auch die Zusammenarbeit mit einem Anwalt für Baurecht zu
    empfehlen. Wichtig ist, den Widerspruch entsprechend zu begründen. Wird
    auch gegen den Widerspruch entschieden, haben Sie die Möglichkeit, eine
    Klage am Verwaltungsgericht einzureichen.

    Checkliste: Darauf müssen Sie bei einer Voranfrage achten

    • Prüfen Sie, welche Formulare für Ihren Antrag erforderlich sind

    • Abhängig von der Behörde ist eine formlose Beantragung möglich

    • Fertigen Sie eine umfangreiche Baubeschreibung der geplanten Maßnahme an

    • Je detaillierter die Angaben, desto besser ist die Entscheidungsgrundlage für die Behörde

    • Arbeiten Sie im Zweifel mit einem Architekten zusammen

    • Wichtig ist, dass der Grundstückseigentümer den Antrag unterzeichnet

    • Holen Sie rechtzeitig eine eventuell erforderliche Zustimmung der Nachbarn ein

    Bauvoranfrage – FAQ

    Wozu dient die Bauvoranfrage?

    Vor allem bei Grundstücken, für die es (noch) keinen Bebauungsplan gibt, ist eine Bauvoranfrage sinnvoll. Damit wird geprüft, ob für ein geplantes Vorhaben grundsätzlich eine Baugenehmigung erteilt wird. Deshalb wird sie auch kleines Genehmigungsverfahren genannt. Fällt der Bauvorbescheid positiv aus, erhalten künftige Bauherren Rechtssicherheit darüber, wie das Grundstück baulich genutzt werden darf. Bei Kauf und Verkauf von Grundstücken kann eine Bauvoranfrage den Wert entscheidend beeinflussen. Hier mehr dazu

    Wer stellt die Bauvoranfrage?

    Grundsätzlich kann jeder, der ein berechtigtes Interesse an der Bebaubarkeit eines Grundstücks hat, die Bauvoranfrage stellen. Dazu muss er nicht der Eigentümer sein. Dieser muss für die Antragstellung jedoch in jedem Fall eine Vollmacht erteilen. So können also auch Kaufinteressenten beim zuständigen Bauamt das Verfahren einleiten. Es empfiehlt sich, die Beantragung über einen Architekten abzuwickeln, da dieser die erforderlichen Unterlagen direkt zusammenstellt.

    Welche Unterlagen sind für die Erteilung des Bauvorbescheids notwendig?

    Welche Unterlagen für eine Bauvoranfrage einzureichen sind, hängt von den jeweiligen Kommunen und daher von der Landesbauordnung ab. In der Regel sollten das ausgefüllte Formular zur Bauvoranfrage, Angaben über das Grundstück, Unterlagen über das geplante Bauvorhaben mit Maßen und Gebäudeklasse, ein Lageplan, ein Auszug aus der Flurkarte sowie Angaben über Entwässerung und Wasserversorgung vorgelegt werden. Mehr Informationen finden Sie hier.

    Welche Möglichkeiten gibt es bei einer Ablehnung der Bauvoranfrage?

    Wird die Bauvoranfrage abgelehnt, können Sie einen begründeten Widerspruch einlegen. Ihr Antrag wird dann erneut geprüft und bringt unter Umständen das gewünschte Ergebnis. Informieren Sie sich beim zuständigen Bauamt über die Gründe der Ablehnung und welche Anpassungen für einen positiven Bescheid notwendig sind. Eventuell lohnt es sich, einen Anwalt für Baurecht hinzuziehen. Als letzte Möglichkeit können Sie Klage am Verwaltungsgericht einreichen. Lesen Sie hier mehr dazu.

    Worauf müssen Sie bei einer Bauvoranfrage achten?

    Achten Sie darauf, alle erforderlichen Formulare einzureichen. Manchmal ist es auch möglich, den Antrag formlos zu stellen. Je umfangreicher die Baubeschreibung Ihrer geplanten Maßnahmen sind, umso besser ist die Entscheidungsgrundlage der Behörde. Es kann sich lohnen, mit einem Architekten und/oder Anwalt für Baurecht zusammenzuarbeiten. Lassen Sie den Antrag zu Bauvoranfrage vom Grundstückseigentümer unterzeichnen und holen Sie gegebenenfalls eine Zustimmung der Nachbarn ein.

    Themengebiet: Baufinanzierung

    Hinweis:

    Bitte beachten Sie, dass unsere Ratgeber-Antworten, -Artikel und Musterdokumente keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung darstellen oder ersetzen können. Für Klärung Ihrer rechtlichen bzw. finanziellen Angelegenheiten bitten wir Sie, entsprechende Experten (z. B. Rechtsanwälte, Steuerberater bzw. Finanzberater) hinzuzuziehen. Trotz großer Sorgfalt und gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Wir freuen uns und sind dankbar über entsprechende Hinweise, welche wir versuchen, zeitnah umzusetzen.

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