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Bausparvertrag –
Kombination aus Sparplan und Darlehen
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Kombination aus Sparplan und Darlehen

Der Bausparvertrag ist ein beliebtes Anlageprodukt. Durch die Kombination aus Sparplan und Darlehen eignet er sich für eine langfristige Planung. Erfahren Sie hier, wie ein Bausparvertrag funktioniert und für welche Immobilienvorhaben er sich anbietet.

Wie funktioniert ein Bausparvertrag?

Das Prinzip eines Bausparvertrags basiert auf einer Gemeinschaft: Als Sparer zahlen Sie Ihre Beiträge in einen gemeinsamen Topf ein, aus dem andere Bausparer ein Darlehen erhalten. Wichtig ist also ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Einzahlungen und den Darlehensabrufen. Wenn Sie einen Bausparvertrag abschließen, wählen Sie zunächst eine Bausparsumme. Abhängig vom jeweiligen Anbieter sparen Sie in der vereinbarten Laufzeit zwischen 30 und 50 Prozent der Bausparsumme an. In der Regel liegen die Laufzeiten bei sieben bis zehn Jahren. Die monatliche Sparrate wird entsprechend kalkuliert. Haben Sie die Summe angespart und eine bestimmte, sogenannte Bewertungszahl erreicht, ist der Vertrag zuteilungsreif. Die Bewertungszahl ermitteln die Bausparkassen aus dem Guthaben, den Einzahlungen der Sparleistungen und der bisherigen Laufzeit. Darüber hinaus spielen die liquiden Mittel der Bausparkasse eine wichtige Rolle. Nach der Zuteilung haben Sie die Möglichkeit, das Bauspardarlehen, das zwischen 50 und 70 Prozent der Bausparsumme ausmacht, in Anspruch zu nehmen. Wichtig ist eine wohnwirtschaftliche Verwendung des Darlehens. Alternativ ist es auch möglich, sich das Guthaben auszahlen zu lassen, ohne das Darlehen zu beanspruchen.

Der Bausparvertrag setzt sich aus drei Phasen zusammen:

  1. der Ansparphase
  2. der Zuteilungsphase
  3. der Darlehensphase
Hinweis

Nehmen Sie das Darlehen nicht in Anspruch, endet der Vertrag nach der Zuteilung und der Auszahlung des Guthabens.

Welche Tarifoptionen gibt es bei einem Bausparvertrag?

Bei einem Bausparvertrag gibt es verschiedene Tarifoptionen, die sich vor allem im Hinblick auf Ansparzeit, Höhe der Guthabenzinsen und Darlehenszinsen unterscheiden:

  • Standardtarif mit einer Ansparphase von sieben bis etwa zehn Jahren
  • Langzeittarif mit einer Ansparphase von etwa elf Jahren
  • Schnellspartarif mit einer schnellen Ansparphase unter sieben Jahren
  • Variabler Tarif bei dem Sie auch nach Vertragsabschluss die Bedingungen flexibel anpassen können

Die einzelnen Tarife bieten jeweils unterschiedliche Verzinsungen. Grundsätzlich gilt: Je höher der Guthabenzins desto höher der Darlehenszins. Besonders der Langzeittarif zeichnet sich durch eine hohe Guthabenverzinsung aus. Diese Option ist ideal, wenn Sie das Darlehen vermutlich nicht in Anspruch nehmen möchten, als Sparer für Ihre monatlichen Beiträge jedoch eine attraktive Rendite erwarten. Wer hingegen einen Bausparvertrag mit dem Ziel abschließt, das Darlehen in jedem Fall abzurufen, wählt idealerweise einen Tarif mit geringem Darlehenszins. Am besten vergleichen Sie vor Abschluss verschiedene Modelle und prüfen, ob diese für Ihre konkrete Planung in Frage kommen. Achten Sie bei einem Vergleich besonders auf die Abschlussgebühr. Ihr Konto steht zunächst im Soll und Sie zahlen in den ersten Monaten zunächst die Abschlussgebühr. Die Ansparphase beginnt erst, wenn die Gebühr komplett bezahlt ist. Unter Umständen verlängert sich dadurch de Laufzeit und Ihr Vertrag wird erst später zugeteilt.

Wofür darf ich das Bauspardarlehen verwenden?

Während Sie das angesparte Guthaben bei einem Bausparvertrag für jeden Zweck nutzen dürfen, ist das Darlehen an eine wohnwirtschaftliche Verwendung gebunden. Nur wenn Sie den Vertrag vor 2009 abgeschlossen haben und er mindestens sieben Jahre bestanden hat, besteht keine Zweckbindung. Das Gleiche gilt, wenn Sie den Vertrag vor Ihrem 25. Lebensjahr abgeschlossen haben. Wenn Sie bereits eine Immobilie besitzen, ist das Bauspardarlehen ideal für Modernisierungen oder Renovierungsarbeiten geeignet. Diese stehen bei einem Eigenheim in Abständen von einigen Jahren regelmäßig an. Wenn Sie den Umzug in die eigenen vier Wände planen, haben Sie die Möglichkeit, den Bausparvertrag als Teil der Gesamtfinanzierung zu nutzen. Alternativ zahlen Sie in einen Bausparvertrag ein, um später das bestehende Darlehen abzulösen.

Für welche Sparer eignet sich der Bausparvertrag?

Ein Bausparvertrag eignet sich vor allem für Immobilienbesitzer, die mit einem Bausparvertrag eine gute Rücklage für anstehende Modernisierungen schaffen. Wählen Sie einen Tarif mit hohem Guthabenzins, ist der Bausparvertrag auch als reine Sparanlage eine gute Wahl. Hier sollten Sie besonders auf eine hohe Verzinsung achten.

Gibt es staatliche Förderungen beim Bausparen?

Als Bausparer profitieren Sie unter bestimmten Bedingungen von staatlichen Förderungen:

  • Wohnungsbauprämie: Liegt Ihr zu versteuerndes Einkommen bei maximal 25.600 Euro bzw. 51.200 Euro bei Verheirateten, erhalten Sie eine Wohnungsbauprämie von bis zu 8,8 Prozent auf Ihre eingezahlten Beträge. Maximal zahlt der Staat 45,06 Euro bei Ledigen und 90,11 Euro bei Verheirateten. Wichtig ist, dass Sie mindestens 50 Euro selbst in den Vertrag einzahlen.

  • Zahlen Sie Ihre Vermögenswirksamen Leistungen in einen Bausparvertrag ein, erhalten Sie – abhängig von Ihrem Einkommen – eine Arbeitnehmersparzulage von 9 Prozent. Maximal wird eine Sparleistung von 470 Euro jährlich gefördert, wenn Sie als Alleinstehender nicht mehr als 17.900 Euro verdienen. Bei Verheirateten gilt eine Grenze von 35.800 Euro.

  • Im Rahmen spezieller Riester-Bausparverträge profitieren Sie von der Riester-Förderung. Der Staat unterstützt mit dem Wohn-Riester die Altersvorsorge.

Die Kündigung des Bausparvertrags

Haben Sie Ihren Vertrag komplett angespart, hat die Bausparkasse das Recht, ihn zu kündigen. Gerade bei Altverträgen mit hohen Verzinsungen, bei denen Kunden darauf verzichteten, ihr Guthaben abzurufen, gab es in den letzten Jahren zahlreiche Kündigungen.

Als Anleger können Sie Ihren Vertrag unter Einhaltung der Kündigungsfrist beenden. In der Regel beträgt die Frist zwischen drei und sechs Monaten. Ein Blick in die Bedingungen zeigt die Kündigungsfrist.