• Mit dem Baukredit ins Eigenheim

    Mit dem Baukredit ins Eigenheim

    Mit einem Baukredit (auch: Baudarlehen) erfüllen Sie sich den Wunsch von der eigenen Immobilie. Gegen die Eintragung einer  Grundschuld  als Sicherheit erhalten Sie von der Bank eine langfristige Finanzierung.

    Inhaltsverzeichnis

    1. Was ist ein Baukredit?

    2. Was kostet ein Baukredit?

    3. Wie finde ich den passenden Baukredit?

    4. Wie viel Eigenkapital benötige ich für einen Baukredit?

    5. Welche Laufzeit hat der Baukredit?

    6. Kann ich den Baukredit ablösen?

    7. Wie werden Baukredite ausgezahlt?

    8. Was ist bei einer Nachfinanzierung zu beachten?

    9. Welche Konditionen sind beim Baukredit wichtig?

    10. Welche Dokumente werden zur Kostenkalkulation benötigt?

    11. Welche staatlichen Fördermöglichkeiten gibt es?

    Was ist ein Baukredit?

    Ein Baukredit wird auch als Baudarlehen, Immobiliendarlehen oder Baufinanzierung bezeichnet und ist ein Darlehen für den Bau einer Immobilie. Da man den Kredit in gleichbleibenden Raten zurückzahlt, handelt es sich bei einem Baukredit um ein Annuitätendarlehen . Die jeweiligen Zinsen der Baufinanzierung sind abhängig von dem aktuellen Zinssatz . Ein Baudarlehen können Sie für den Kauf oder Neubau einer Immobilie sowie für Modernisierungs - und Sanierungsarbeiten erhalten.

    Was kostet ein Baukredit?

    Um den Baukredit zu gewähren, berechnet die Bank einen bestimmten Zinssatz. Dieser gilt für die vereinbarte Laufzeit. Da der Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB) seit 2008 bei null Prozent lag, kam es zu einer langanhaltenden Niedrigzinsphase, die wiederum zu kostengünstigen Baukrediten führte. Durch die Anhebung des Leitzinses werden auch Baukredite entsprechend teurer. Den Baukredi zahlen Sie mit einem vereinbarten Tilgungssatz durch eine monatliche Rate ab. Zins und  Tilgung  zusammen bilden die sogenannte Annuität. Möglich sind bei einer Baufinanzierung auch andere Rückzahlungsmöglichkeiten: etwa durch eine fällige Lebensversicherung oder einen Sparvertrag am Ende der Laufzeit.


    Aktuell betragen die Bauzinsen ca. 2,84 Prozent bei einer Kreditlaufzeit von 15 Jahren (Stand: Juli, 2022).

    Hinweis:

    Der Baukredit Rechner von Homeday hat Zugriff auf die Baukreditkonditionen von mehr als 500 Banken und legt so die Basis für ausgezeichnete Vergleichsmöglichkeiten. Sie erfahren unter anderem, wie viel Kredit Sie sich leisten können und wie sich Ihr Darlehen bei einem bestimmten Tilgungssatz entwickelt.

    Wie finde ich den passenden Baukredit?

    Um den optimalen Baukredit für Ihr Vorhaben zu finden, befolgen Sie am besten die folgenden Schritte:

    1. Budgetplanung
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      Budgetplanung

      Wie viel das neue Eigenheim kosten darf, ist auch von der persönlichen finanziellen Situation abhängig. Der Budgetrechner von Homeday hilft Ihnen dabei, Ihr Baukredit-Budget zu berechnen.

    2. Festlegung der möglichen Monatsrate
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      Festlegung der möglichen Monatsrate

      Zunächst wird berechnet, welche monatlichen Kosten sich aus dem Baukredit ergeben. Auch hier ist es ratsam, sicher zu kalkulieren, wie viel Geld Ihnen zur Rückzahlung des Kredits monatlich zur Verfügung steht.

    3. Suche nach einer geeigneten Immobilie oder einem Baugrundstück
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      Suche nach einer geeigneten Immobilie oder einem Baugrundstück

      Nun können Sie nach Ihrer Wunschimmobilie oder einem Grundstück zum Kauf , welches in Ihr Budget passt, Ausschau halten.

    4. Vergleich der Finanzierungsangebote
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      Vergleich der Finanzierungsangebote

      Die Experten von Homeday unterstützen Sie dabei, die Konditionen von mehr als 500 Banken zu vergleichen und so den optimalen Baukredit für Sie zu finden.

    5. Prüfung von Fördermitteln
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      Prüfung von Fördermitteln

      Bei einem Hausbau oder -kauf stehen Ihnen unter bestimmten Bedingungen staatliche Förderungen zu.

    6. Unterzeichnung von Kauf- und Kreditvertrag
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      Unterzeichnung von Kauf- und Kreditvertrag

      Im letzten Schritten unterzeichnen Sie den Baukredit-Vertrag für Ihre Finanzierung sowie den Kaufvertrag für die Immobilie oder das Baugrundstück .

    Wie viel Eigenkapital benötige ich für einen Baukredit?

    Der Einsatz von Eigenkapital spielt bei Baukrediten eine wichtige Rolle. Ermitteln Sie zunächst die Gesamtkosten Ihres Vorhabens. Neben dem reinen Kauf- oder Baupreis kommen weitere Nebenkosten auf Sie zu.

    Als Faustformel empfiehlt sich ein Eigenkapitaleinsatz von 20 bis 30 Prozent, um den Baukredit auf eine solide Basis zu stellen.

    Banken gewähren den Baukredit in der Regel in Höhe von 60 bis 80 Prozent der Gesamtkosten. Unter Umständen ist auch eine 100-Prozent-Finanzierung möglich – hier ist der Einzelfall entscheidend.

    Welche Laufzeit hat der Baukredit?

    Die Laufzeit des Baukredits ergibt sich aus der Rate, die Sie monatlich für Ihren Kredit zurückzahlen. Je geringer die Rate, desto länger die Laufzeit. Üblich bei einem Baukredit sind Laufzeiten zwischen 20 und 30 Jahren. Die Zinskosten reduzieren sich bei einer kürzeren Laufzeit. Die Rate sollten Sie problemlos jeden Monat aus Ihren Einkünften erbringen können.

    Kann ich den Baukredit ablösen?

    Während der Zinsbindungsfrist können Sie den Baukredit nicht ohne weiteres umschulden . Möchten Sie dennoch Ihre Baufinanzierung ablösen, ist die Bank berechtigt, Ihnen die entgangenen Zinsen in Form der sogenannten  Vorfälligkeitsentschädigung  in Rechnung zu stellen. Bei Ablauf der Zinsfestschreibung haben Sie jederzeit die Möglichkeit, umzuschulden und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln.

    Eine Ausnahme gibt es bei Krediten mit einer Laufzeit von mehr als zehn Jahren: Nach zehn Jahren steht Ihnen ein gesetzliches Sonderkündigungsrecht zu. Sie können also nach zehn Jahren kündigen und zu einem anderen Anbieter umschulden oder einen Teil des Darlehens ablösen.

    Wie werden Baukredite ausgezahlt?


    Abhängig davon, wofür der Baukredit verwendet wird, unterscheidet sich die Auszahlung. Wird der Baukredit zur Immobilienfinanzierung beantragt, erhalten Sie das Darlehen im Ganzen. Bei einem Hausbau wird der Baukredit hingegen in Teilbeträgen ausgezahlt, sobald ein festgelegter Bauabschnitt abgeschlossen ist.

    Was ist bei einer Nachfinanzierung zu beachten?

    Die Nachfinanzierung der Baufinanzierung findet dann statt, wenn der Baukredit nicht ausreicht.Diese Nachfinanzierung wird teuer, da die Bank hohe Zinssätze verlangt. Kalkulieren Sie die Kosten so genau wie möglich, um eine Nachfinanzierung zu vermeiden. Eine Reserve für Unvorhergesehenes ist zu empfehlen. Baukreditezu hoch ansetzen sollteman jedoch auch nicht. Für Beträge, die Sie nicht abrufen, verlangt die Bank eine Nichtabnahmeentschädigung.

    Welche Konditionen sind beim Baukredit wichtig?

    Ein wichtiger Faktor bei dem Baudarlehen sind die Konditionen. Neben dem reinen Sollzinssatz spielen weitere Kosten wie

    • die Höhe der Bereitstellungszinsen

    • der Zeitpunkt, ab dem Bereitstellungszinsen zu zahlen sind

    • Kosten für die Erstellung eines Gutachtens

    wichtige Rollen. Gerade bei einem Neubau wird der Baukredit nicht in einer Summe ausgezahlt. Hier macht es also einen Unterschied, ob die Bank nach drei oder sechs Monaten Bereitstellungszinsen berechnet. Unter Umständen ist das Angebot mit einem höheren Sollzins, aber einer längeren bereitstellungszinsfreien Zeit die bessere Wahl.

    Hinweis:

    Da es sich bei Baukrediten oft um hohe Summen handelt, ist es umso wichtiger den richtigen Partner für die Baufinanzierung an seiner Seite zu haben. Bei Homeday Hyp werden Sie persönlich von Finanzierungsexperten beraten, welche Ihnen während des gesamten Prozesses mit Expertenwissen zur Seite stehen.

    Welche Dokumente werden zur Kostenkalkulation des Baukredits benötigt?

    Die Bank benötigt eine Kostenaufstellung Ihres Hausbaus, um Ihren Baukredit zu berechnen. Üblicherweise wird dieses Dokument durch den Architekten, den Sie engagieren, angefertigt.

    Welche staatlichen Fördermöglichkeiten gibt es?

    Für Bauherren, die eine  energetische Modernisierung  oder einen Neubau eines energieeffizienten Hauses planen, gibt es  Förderkredite der Kreditanstalt für Wiederaufbau  (KfW). Diese Darlehen sind sehr zinsgünstig. Sie erhalten das KfW-Darlehen über die finanzierende Bank, die auch Ihren Baukredit abwickelt. Ideal ist eine Kombination aus einem zinsgünstigen KfW-Darlehen und einer Baufinanzierung .

    Baukredit – FAQ

    Was kostet ein Baukredit?

    Die Kosten des Baukredits hängen von den Zinsen ab. Der Kreditgeber berechnet einen Zinssatz, der für die vereinbarte Laufzeit gilt. Durch monatliche Raten, eine Einmalzahlung durch beispielsweise eine Lebensversicherung oder einen Sparvertrag am Ende der Laufzeit wird der Kredit zurückgezahlt. Lesen Sie hier mehr zum Thema Baukredit

    Wie viel Eigenkapital benötigen Sie für einen Baukredit?

    In der Regel empfiehlt es sich, ein Eigenkapital von 20 bis 30 Prozent der Gesamtkosten des Bau- oder Kaufvorhabens mitzubringen. Neben den Beträgen für Bau, Kauf oder Sanierung sind dabei die Nebenkosten wie Steuern, Notarkosten und weiteres zu berücksichtigen. Zumeist gewähren Banken den Baukredit in Höhe von rund 70 Prozent der Gesamtkosten, dennoch ist unter Umständen auch eine 100-Prozent-Finanzierung möglich.

    Welche Laufzeit hat der Baukredit?

    Die Laufzeit des Baukredits hängt vor allem von der Höhe der monatlichen Rate ab. Je geringer die Rate, desto länger die Laufzeit. Die typische Laufzeit beträgt zwischen 20 und 30 Jahren. Die meisten Menschen wollen den Baukredit vor Eintritt in die Rente abbezahlt haben. Mehr Informationen zur Laufzeit eines Baukredits

    Kann der Baukredit abgelöst werden?

    Solange die Zinsbindungsfrist läuft, kann ein Baukredit nicht ohne weiteres abgelöst werden. Der Bank entgehen durch vorzeitige Rückzahlungen Zinsen, weshalb eine Vorfälligkeitsentschädigung als Ausgleich zum Einsatz kommt. Nach Ablauf der Zinsfestschreibung ist es jederzeit möglich, den Kredit abzulösen und/oder zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Alles zum Thema Baukredit ablösen

    Themengebiet: Baufinanzierung

    Hinweis:

    Bitte beachten Sie, dass unsere Ratgeber-Antworten, -Artikel und Musterdokumente keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung darstellen oder ersetzen können. Für Klärung Ihrer rechtlichen bzw. finanziellen Angelegenheiten bitten wir Sie, entsprechende Experten (z. B. Rechtsanwälte, Steuerberater bzw. Finanzberater) hinzuzuziehen. Trotz großer Sorgfalt und gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Wir freuen uns und sind dankbar über entsprechende Hinweise, welche wir versuchen, zeitnah umzusetzen.

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