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Beim Vermieten einer Wohnung spielt die Mieterselbstauskunft eine zentrale Rolle. Erfahren Sie, welchen Zweck das Dokument erfüllt und welche Auskünfte es gibt.

Was steht in der Mieterselbstauskunft?

Die Mieterselbstauskunft dient Vermietern dazu, mehr über ihre potenziellen neuen Mieter zu erfahren. Das Dokument beinhaltet Fragen, die die finanziellen, familiären und persönlichen Umstände einer Person offenlegen sollen. Neben Daten wie dem Namen, Geburtstag oder der aktuellen Adresse des Mietinteressenten werden vor allem die folgenden Informationen abgefragt:

    • Berufliche Situation: In welchem Arbeitsverhältnis befindet sich der Mieter? Ist er fest angestellt, selbständig oder arbeitssuchend? Wie heißt sein Arbeitgeber? Wie hoch ist sein Nettoeinkommen?
    • Persönliche Situation: Wie viele und welche Personen ziehen mit in die Wohnung/das Haus ein? (Name, Geburtsdatum) In welchem Verhältnis stehen sie zum Mieter? Gehören Haustiere zum Haushalt?
    • Finanzielle Situation: Bestehen noch Mietschulden aus einem früheren Mietverhältnis? Wird das Einkommen des Mieters gepfändet?

Darüber hinaus muss der potenzielle Mieter ungefragt darüber Auskunft geben, wenn ein Grundsicherungsträger wie das Sozialamt die Miete übernimmt oder ein Insolvenzverfahren über das Vermögen des Mietinteressenten eröffnet wurde. Auch, wenn die Miete über 75 Prozent seines Nettogehalts liegt, muss ein Mieter dies angeben.

Gut zu wissen: Zusätzlich zur Mieterselbstauskunft fordern Vermieter in den meisten Fällen eine Bonitätsauskunft sowie eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung durch den vorherigen Vermieter. Außerdem ist es üblich, die letzten drei Gehaltsabrechnungen beizulegen.

Gibt es unzulässige Auskünfte?

Auch, wenn der Vermieter am liebsten so viel wie möglich über seinen potenziellen Mieter wissen möchte: Einige Informationen dürfen in der Mieterselbstauskunft nicht erfragt werden.

Fragen zu diesen Themen sind tabu:

    • Sexuelle Orientierung
    • Schwangerschaft/Familienplanung
    • Zugehörigkeit zu Gewerkschaft, Mieterschutzbund oder einer Partei
    • ethnische Zugehörigkeit/Migrationshintergrund/Nationalität
    • Religionszugehörigkeit
    • Behinderung/Krankheit
    • Freizeitgestaltung (z.B. Spielt der Mieter ein Musikinstrument?)
    • Vorstrafen (die nicht im Zusammenhang mit einem Mietverhältnis stehen)

Gut zu wissen: Es ist Mietern erlaubt, unzulässige Fragen falsch zu beantworten, ohne dass sie dafür im Nachhinein Konsequenzen wie die Kündigung des Mietvertrags zu erwarten haben.

Macht der Mieter auf der anderen Seite Falschaussagen bei zulässigen Fragen, sieht die Rechtslage anders aus. Findet der Vermieter noch vor dem Einzug heraus, dass der potenzielle Kandidat falsche Angaben gemacht hat, steht es ihm zu, den Mietvertrag anzufechten. Entstehen dem Vermieter durch die Unehrlichkeit zusätzliche Kosten, kann er den Mieter auch auf Schadensersatz verklagen. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn er einen neuen Mieter finden muss. Ist der Mieter bereits eingezogen, hat der Vermieter die Möglichkeit, den Mietvertrag fristlos zu kündigen. Dafür muss er jedoch nachweisen, dass es für ihn unzumutbar ist, das Mietverhältnis fortzusetzen. Typisches Beispiel: Der Mieter ist nicht in der Lage, seine Miete pünktlich zu zahlen.

Ist die Mieterselbstauskunft verpflichtend?

Die Mieterselbstauskunft ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Insofern sind Mieter nicht dazu verpflichtet, die Fragen in dem Dokument zu beantworten. Weigern sie sich jedoch, sinken auch ihre Chancen als Mieter für die Immobilie ausgewählt zu werden. Denn der Vermieter möchte mit dem Dokument ja vor allem herausfinden, ob er es mit liquiden Mietern oder mit Mietnomaden zu tun hat.

Wann wird die Mieterselbstauskunft benötigt?

Früher reichte es oft aus, dem Vermieter die Mieterselbstauskunft kurz vor Abschluss des Mietvertrages vorzulegen. Heute ist es – hauptsächlich dort, wo der Wohnraum knapp und die Angebote rar sind – oft üblich, dass Vermieter das Dokument bereits beim ersten Besichtigungstermin sehen möchten. Wohnungssuchende können sich darauf vorbereiten und das kostenlose Musterdokument der Mieterselbstauskunft von Homeday nutzen.

Hinweis

Aufgrund der stetigen Veränderung und Entwicklung der Rechtsprechung auf dem Gebiet des Mietrechts, übernehmen wir keine Haftung für den rechtlichen Bestand der Bestimmungen dieser Musterverträge und dazugehöriger Erläuterungen.

Mieterselbstauskunft zur Vermietung und Verwaltung - FAQs

Welche Bedeutung hat die Mieterselbstauskunft?

Mit der Mieterselbstauskunft überprüft ein Vermieter vor allem die Liquidität potenzieller Mieter. Denn in der Mieterselbstauskunft macht der Interessent etwa Angaben zu etwaigen Mietschulden oder seinem aktuellen Arbeitsverhältnis.. Besonders auf umkämpften Märkten erhöhen Mieter ihre Chancen, wenn Sie dem Vermieter diese Selbstauskunft zur Verfügung stellen.

Was steht in der Mieterselbstauskunft?

Die Mieterselbstauskunft hilft Vermietern, mehr über Lebensumstände und die finanzielle Situation potenzieller Mieter zu erfahren. Neben den personenbezogenen Daten beinhaltet das Dokument Fragen zur beruflichen und persönlichen Situation. Damit kann der Vermieter einschätzen, ob sich Mieter die Immobilie leisten können. Weitere Hinweise und eine kostenlose Vorlage erhalten Sie hier.

Haben Vermieter Anspruch auf die Mieterselbstauskunft?

Das Gesetz schreibt keine Mieterselbstauskunft vor, dementsprechend haben Vermieter auf keinen Anspruch auf die Informationen. Auf umkämpften Wohnungsmärkten sinken für Mieter, die die Auskunft verweigern, die Chancen auf die Immobilie jedoch deutlich. Hat der Vermieter keinen Einblick in die Liquidität des Mieters, wird er ihm seine Immobilie vermutlich nicht vermieten. Alles Wichtige zur Selbstauskunft finden Sie hier.

Dürfen Mieter Informationen in der Selbstauskunft verweigern?

Generell hat der Vermieter keinen Anspruch auf eine Mieterselbstauskunft. Ein potenzieller Mieter muss also gar keine Angaben machen, wenn er dies nicht möchte. Einige Fragen durch den Vermieter sind sogar unzulässig: nach sexueller Orientierung, Schwangerschaft, ethnischer und religiöser Zugehörigkeit oder Krankheiten. Auch Fragen zur Parteizugehörigkeit darf der Vermieter nicht stellen. Tut er es doch, dürfen Mieter falsch antworten, ohne rechtliche Konsequenzen zu fürchten.

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