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Mietschuldenfreiheits-
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Mietschuldenfreiheitsbescheinigung:
Das sollten Vermieter wissen
Mietschuldenfreiheitsbescheinigung: Das sollten Vermieter wissen

Die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ist für Vermieter ein wichtiger Indikator, um die Bonität und Zahlungsmodalitäten künftiger Mieter zu prüfen. Erfahren Sie hier u.a., was in der Bescheinigung steht und ob Vermieter verpflichtet sind, sie auszustellen.

Was ist eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung?

Die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ist ein Schreiben, in dem der aktuelle Vermieter seinem Mieter bestätigt, dass dieser den Mietzins stets pünktlich und vollständig gezahlt hat und somit frei von Mietschulden ist. Privateigentümer und Wohnungsbaugesellschaften fordern den Nachweis fast immer von Mietinteressenten, um sich sich vor Mietnomaden und unregelmäßigen Mietzahlungen zu schützen. Neben Schufa-Auskunft und Mieterselbstauskunft gehört die Mietzahlungsbestätigung daher zu den Dokumenten, die von Vermietern vor der Unterzeichnung des Mietvertrags verlangt werden. Eine korrekte Mietschuldenfreiheitsbescheinigung enthält folgende Angaben:

  • Name und Anschrift des Vermieters
  • Name und Anschrift des Mieters
  • Dauer des Mietverhältnisses
  • Bestätigung der pünktlichen und vollständigen Mietzahlungen
  • Die Höhe eventueller Mietschulden
  • Optionale Bemerkungen von Seiten des Vermieters zur Art der Mietschulden
  • Datum und Unterschrift des Vermieters
Hinweis

Homeday stellt Vermietern den Vordruck einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung als kostenlosen Download zur Verfügung:

Was kostet eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung?

Vermieter haben das Recht Ihrem Mieter die Aufwendungen für den Nachweis der Mietschuldenfreiheit in Rechnung zu stellen. Die Höhe der Kosten ist gesetzlich nicht festgeschrieben und variiert entsprechend. Gebühren bis zu 50 Euro sind in beliebten Wohnlagen durchaus üblich. Mieter haben jedoch bei der Unterzeichnung des Mietvertrags die Möglichkeit die Kosten für den Nachweis festzulegen.

Sind Vermieter verpflichtet die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung auszustellen?

Mieter haben keinen Anspruch auf eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung durch den Vermieter. Der Bundesgerichtshof entschied in einem Urteil (BGH, Az.: VIII ZR 238/08), dass Vermieter nicht verpflichtet sind, einen entsprechenden Nachweis auszustellen. Laut Gerichtsbeschluss birgt die Mietschuldenfreiheitsbestätigung im Streitfall Nachteile für den Vermieter. Wer als Mieter sichergehen möchte, dass er eine Mietzahlungsbestätigung vom Vermieter erhält, sollte dies im Mietvertrag festhalten.

Stellt der bisherige Vermieter keine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung aus, haben Mieter laut § 368 BGB das Recht, eine Quittung über die gezahlte Miete zu fordern. Sie ist meist mit Kosten zwischen 20 und 50 Euro verbunden. Als Alternative dienen auch Kontoauszüge, aus denen die pünktlichen und vollständigen Mietzahlungen ersichtlich sind. Auch durch die Schufa-Selbstauskunft wird die Bonität des Mietinteressenten ersichtlich. Vermieter können die Schufa-Auskunft allerdings erst verlangen, wenn der künftige Mieter ein konkretes Interesse an der Wohnung bekundet. Um auch ohne Vorlage der Bescheinigung einen seriösen Eindruck auf den Vermieter zu machen, sollten Wohnungsinteressenten möglichst viele Informationen über sich preisgeben.

Hinweis

Das Fälschen einer Mietschuldenfreiheitsbescheinigung ist ein fristloser Kündigungsgrund (BGH - VIII ZR 107/13).

Was ist bei der Mietschuldenfreiheitsbescheinigung für Untermieter zu beachten?

Wer zur Untermiete wohnt, hat in der Regel einen Mietvertrag mit dem Hauptmieter der Wohnung abgeschlossen. In diesem Fall ist es auch Aufgabe des Hauptmieters, das Schreiben über die pünktlich und vollständig gezahlte Miete auszustellen. Auch Untermieter besitzen dabei keinen rechtlicher Anspruch auf den Nachweis der Mietschuldenfreiheit.

Welche Kritikpunkte gibt es an der Mietzahlungsbestätigung?

Laut Gesetz besitzt die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung keine rechtliche Aussagekraft. Meist fehlen Angaben über den Zeitraum, für den sie gilt. Auch ist aus dem Schreiben oft nicht ersichtlich, ob alle Betriebskosten vollständig und pünktlich gezahlt wurden. Für den bisherigen Vermieter ist der Nachweis der Mietschuldenfreiheit im Falle eines Rechtsstreits mit Nachteilen verbunden (BGH, 30.09.2009, Az. VIII ZR 238/08). So zwingt eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung den bisherigen Vermieter dazu, sich sofort verbindlich zum Stand der Mietforderungen zu äußern und auf eventuelle Nachzahlungen z. B. aus einer ausstehenden Betriebskostenabrechnung zu verzichten.

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