• Wohnungsbewerbung: Tipps & Bewerbungsunterlagen

    Wohnungsbewerbung

    So verbessern Sie Ihre Chancen auf die Traumwohnung

    Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Um bei einem Vermieter zu punkten, zählt daher der gute Eindruck bei der Wohnungsbewerbung. Wichtiges Mittel dafür: die Bewerbungsmappe. Erfahren Sie hier, welche Unterlagen sie beinhalten sollte.

    Inhaltsverzeichnis

    1. Wie sehen die Bewerbungsunterlagen aus?

    2. Wann sind die Unterlagen einzureichen?

    Wie sehen die Bewerbungsunterlagen für die Wohnungsbewerbung aus?

    In eine Bewerbungsmappe für die Wohnung gehören diese Unterlagen:

    Einkommensnachweis/Bürgschaft:

    Angestellte fügen eine Kopie
    ihrer Gehaltsabrechnungen der vergangenen drei Monate bei oder die Kopie
    der Kontoauszüge mit den entsprechenden Einträgen. Selbstständige legen
    die Steuererklärung des Vorjahres in Kopie bei oder entsprechende
    Kontoauszüge des Geschäftskontos, aus dem die Einnahmen hervorgehen. Es
    ist ersatzweise auch möglich, eine Bürgschaftserklärung einzureichen.
    Das gilt beispielsweise für Studenten, die nur über ein geringes
    Einkommen verfügen und deren Eltern für sie eine Bürgschaftserklärung
    abgeben.

    Wo bekomme ich einen Einkommensnachweis her?

    Woher Sie einen Einkommensnachweis bekommen, hängt davon ab, welche Art von Einkommen Sie beziehen. Folgende Dokumente können als Einkommensnachweise dienen:

    • Aktuelle Verdienstbescheinigung (Lohn- oder Gehaltsabrechnungen)

    • Aktueller Einkommensnachweis des Arbeitgebers

    • Rentenbescheid

    • Einkommensteuerbescheid

    • Bewilligungsbescheid für Sozialleistungen (Arbeitslosengeld II, Krankengeld)

    • BAföG-Bescheid (Studierende)

    • Kindergeldbescheinigung für Eltern

    • Nachweis über Mieteinnahmen

    Arbeitnehmer finden auch bei der Bundesagentur für Arbeit ein Formular zur Einkommensbescheinigung, welches der Arbeitgeber unterschreibt und so das Einkommen bestätigt. Alternativ funktionieren auch Gehaltsabrechnungen oder der Arbeitsvertrag in Kopie. Selbstständige nutzen in der Regel den letzten Einkommenssteuerbescheid, um Einkünfte nachzuweisen. Auch ein Schreiben des Steuerberaters ist möglich.

    Selbstauskunft:

    In eine Selbstauskunft
    gehören alle persönlichen Daten des Wohnungsbewerbers: Vor- und Zuname,
    Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, aktuelle Anschrift sowie weitere
    Kontaktdaten wie Festnetz-, Mobilfunknummer und die E-Mail-Adresse. Die
    Selbstauskunft beinhaltet außerdem die ausgeübte Tätigkeit sowie das
    monatliche Einkommen. Möchten mehrere Personen in die Wohnung einziehen,
    haben alle potenziellen Mieter die Selbstauskunft auszufüllen. Einige
    Fragen, wie beispielsweise die, ob ein Mieter raucht oder nicht, sind
    nicht zwingend zu beantworten.

    Schufa-Auskunft:

    Verlangt der Vermieter die
    Schufa-Bonitätsauskunft, ist auch diese der Mappe für die
    Wohnungsbewerbung beizulegen. Gegen eine Gebühr kann sie über die Webseite der Schufa Holding AG abgerufen werden.

    Mietschuldenfreiheitsbescheinigung:

    Der aktuelle Vermieter stellt seinem Mieter eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung
    aus, um nachzuweisen, dass dieser seine Miete regelmäßig zahlt. Als
    Nachweis können alternativ die Kontoauszüge der vergangenen zwölf Monate
    dienen.

    Bewerbungsanschreiben:

    Das Bewerbungsanschreiben bietet
    Bewerbern die Chance, sich durch eine persönliche Note von der
    Konkurrenz abzuheben. In dem persönlichen Schreiben für die
    Wohnungsbewerbung stellt sich der potenzielle Mieter dem Vermieter der
    Wohnung vor. Dazu gehört es, die berufliche und familiäre Situation des
    Bewerbers zu beschreiben. Wer gute Gründe für den Wohnungswechsel hat,
    sollte sie nennen, ebenso wie den Grund, warum die besichtigte Wohnung
    die richtige ist und welche Vorzüge sie bietet. Insgesamt darf das
    Schreiben für die Wohnungsbewerbung kreativ und locker formuliert sein
    und sollte eine Seite nicht überschreiten.

    Alle in der Wohnungsbewerbung
    gemachten Angaben sollten der Wahrheit entsprechen. Wer hier unwahre
    Angaben macht, macht sich nicht nur strafbar, sondern riskiert trotz
    Unterzeichnung des Mietvertrages dessen Auflösung.

    Gut zu wissen:

    Natürlich reicht es für eine Wohnungsbewerbung aus, die
    Minimalanforderungen zu erfüllen. Wer der Bewerbungsmappe für eine
    Wohnung jedoch einige Extras zufügt, erhöht seine Chancen bei der
    Wohnungsbewerbung. Dazu zählt etwa ein Empfehlungsschreiben des
    bisherigen Vermieters. Darin kann der bisherige Vermieter die Vorzüge
    seines Mieters aufführen, zum Beispiel in Bezug auf regelmäßige
    Mietzahlungen und auf ein unkompliziertes Mietverhältnis.

    Wann sind die Unterlagen für die Wohnungsbewerbung einzureichen?

    Außerdem kommt es auf die
    Geschwindigkeit an, sodass die Unterlagen möglichst zeitnah,
    vorzugsweise am selben Tag, beim Vermieter eingehen sollten. Wer eine
    Woche oder nur mehrere Tage verstreichen lässt, hat kaum eine Chance auf
    die Wohnung, die dann womöglich schon an einen anderen Kandidaten
    vergeben wurde. Deshalb kann es sinnvoll sein, die Unterlagen jeweils
    als PDF-Datei per E-Mail an den Vermieter zu übermitteln.

    Wohnungsbewerbung – FAQ

    Wohnungsbewerbung – Brauche ich einen Einkommensnachweis/eine Bürgschaft?

    Ein Einkommensnachweis wird in der Regel immer verlangt. Angestellte fügen der Wohnungsbewerbung einen Nachweis ihres Gehalts der vergangenen drei Monate bei. Selbstständige legen eine Kopie der Steuererklärung des Vorjahres bei. Bei Studenten oder anderen Geringverdienern ist es ersatzweise auch möglich, eine Bürgschaftserklärung einzureichen.

    Wohnungsbewerbung – Was ist die Selbstauskunft?

    In der Selbstauskunft werden alle persönlichen Daten des Wohnungsbewerbers festgehalten: Vor- und Zuname, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit, aktuelle Anschrift sowie weitere Kontaktdaten wie Festnetz-, Mobilfunknummer und die E-Mail-Adresse. Außerdem enthält sie Angaben zur ausgeübten Tätigkeit sowie das monatliche Einkommen. Mehr zum Thema

    Wohnungsbewerbung – Brauche ich eine Schufa-Auskunft?

    Wenn der Vermieter es verlangt, müssen Wohnungsbewerber die Schufa-Bonitätsauskunft zur Verfügung stellen. Sie kann gegen eine Gebühr über die Webseite der Schufa Holding AG abgerufen werden.

    Wohnungsbewerbung – Brauche ich eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung?

    Sie wird nicht zwingend verlangt, ist aber in der Regel erforderlich: die Mietschuldenfreiheitsbescheinigung. Diese erhalten Wohnungsbewerber vom aktuellen Vermieter, der damit bestätigt, dass dieser seine Miete regelmäßig zahlt.

    Wohnungsbewerbung – Brauche ich ein Bewerbungsanschreiben?

    Das Bewerbungsanschreiben ist kein Muss, bietet Bewerbern jedoch die Chance, sich von der Konkurrenz abzuheben. In dem persönlichen Anschreiben von nicht mehr als einer Seite Umfang stellt sich der potenzielle Mieter dem Vermieter der Wohnung vor. Er beschreibt seine berufliche und familiäre Situation und nennt gute Gründe für den Wohnungswechsel. Mehr Tipps

    Themengebiet: Immobilien vermieten

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