Moment! Wir haben noch etwas für Sie…
Nutzen Sie unsere kostenlose Immobilienbewertung.
Ihr Bewertungsformular wurde minimiert. Sie können es jederzeit wieder aufrufen.
Kundenservice

Das haben unsere Kunden oft gefragt:
Fragen und Antworten - FAQ

Rückruftermin vereinbaren
Sie können uns unter 030 120 849 110 anrufen oder besser noch, einen
Rückruf vereinbaren. So können wir
Ihnen den bestmöglichen Service bieten.

Rückruf vereinbaren

Baugenehmigung –
kein Bauvorhaben ohne Erlaubnis
Baugenehmigung –
kein Bauvorhaben ohne Erlaubnis
Baugenehmigung –
kein Bauvorhaben ohne Erlaubnis

Für Neubauten oder bestimmte Umbauten ist eine Baugenehmigung vorgeschrieben. Erfahren Sie hier u.a., für welche Bauvorhaben Sie die Genehmigung brauchen, wo Sie sie beantragen und welche Folgen eine fehlende Genehmigung hat.

Warum ist eine Baugenehmigung notwendig?

Mit der Genehmigung erteilt die Bauaufsichtsbehörde die Erlaubnis, eine geplante Baumaßnahme durchzuführen. Während das Baugesetzbuch auf Bundesebene für öffentliche Vorhaben zuständig ist, regeln die Landesbauordnungen der Bundesländer Bauvorhaben von Privatpersonen. Wer ohne behördliche Zustimmung baut, riskiert eine Geldstrafe.

Für welche Vorhaben ist eine Baugenehmigung erforderlich?

Für die Errichtung, den Umbau, die Nutzungsänderung oder die Beseitigung einer baulichen Anlage muss die zuständige Verwaltung eine Baugenehmigung erteilen. Eine einheitliche Regelung, welche Vorhaben genehmigungspflichtig sind, gibt es nicht. Idealerweise fragen Sie bei Ihrem Bauamt nach, ob ein Baugenehmigungsverfahren erforderlich ist. Möglich ist auch, im Rahmen einer Bauvoranfrage durch den beauftragten Bauplaner oder Architekten zu klären, ob Ihr Projekt genehmigungspflichtig ist. Als Faustregel gilt:

  • Gebäude mit einer Größe von maximal 30 Quadratmetern und
  • Gebäude, die keine Aufenthaltsräume für Personen enthalten

sind genehmigungsfrei. Dennoch sollten Sie sich als Bauherr vor Baubeginn bei der Behörde erkundigen. Terrassen oder Carports erfüllen beispielsweise die genannten Auflagen, dürfen aber in den meisten Bundesländern dennoch nur mit einer Baugenehmigung errichtet werden. Handelt es sich hingegen um ein Gartenhaus, ist dafür in der Regel keine Genehmigung einzuholen. Unter Umständen ist das Vorhaben genehmigungsfrei, aber anzeigepflichtig. In diesen Fällen müssen Sie als Bauherr die Behörde von der Maßnahme in Kenntnis setzen.

Welche Unterlagen sind für die Baugenehmigung erforderlich?

Damit Sie die Erlaubnis für Ihr Vorhaben problemlos erhalten, ist eine korrekte Antragstellung wichtig. Eine einheitliche Verfahrensweise über den Ablauf gibt es nicht, fragen Sie am besten bei der Behörde am Ort nach. Abhängig von dem geplanten Vorhaben sind dem Bauantrag Unterlagen wie

  • Lageplan
  • Bauzeichnungen
  • Baubeschreibungen
  • Berechnung des umbauten Raums
  • Berechnung der Grund- und Geschossfläche
  • statische Berechnungen
  • Nachweise über den geplanten Wärme- und Schallschutz
  • geplante Grundstücksentwässerung und Wasserversorgung

beizulegen.

Gut zu wissen: Nachbarn haben das Recht, einen Widerspruch gegen eine Baugenehmigung einzulegen. Um Streitigkeiten zu vermeiden, holen Sie darum am besten die Zustimmung der betroffenen Nachbarn ein. Hilfreich ist es, wenn sie den Bauantrag mit unterzeichnen. Handelt es sich um ein genehmigungsfreies Vorhaben, reicht es aus, die Nachbarn in Kenntnis zu setzen.

Wann kann das Bauvorhaben beginnen?

Liegen der Baubehörde alle Unterlagen und der Bauantrag vor, beginnt die Prüfung. Abhängig vom Bundesland und der geplanten Maßnahme, kann es einige Monate dauern, bis die Genehmigung erteilt wird. Die Erlaubnis ist für einen bestimmten Zeitraum gültig. Sollten Sie während dieser Zeit nicht mit dem Bau beginnen, erlischt die Genehmigung. Üblich ist eine Frist von vier Jahren. Die Kosten für die Baugenehmigung sind ebenfalls vom jeweiligen Bundesland abhängig und betragen im Schnitt etwa 25 Promille der Baukosten.

Hinweis

Beginnen Sie als Bauherr auf keinen Fall vor Vorlage der Bauerlaubnis mit dem Bau. Haben Sie die Genehmigung erhalten, erfolgt in der Regel etwa eine Woche vor Beginn der Arbeiten eine Baubeginnanzeige gegenüber der zuständigen Behörde.

Welche Folgen hat unrechtmäßiges Bauen?

Wer sich nicht an die gesetzlichen Bestimmungen hält, muss mit Bußgeldern rechnen. Im schlimmsten Fall verlangen die Behörden den Abriss des gesamten Bauwerks. Eine Verjährung gibt es beim Baurecht nicht, das heißt, es gibt keinen Bestandsschutz für ein Gebäude, das ohne Baugenehmigung errichtet wurde. Unter gewissen Umständen ist die nachträgliche Genehmigung möglich. Sofern Sie nachweisen können, dass das Vorhaben zu einem früheren Zeitpunkt genehmigungsfähig war, können Sie eine nachträgliche Erlaubnis beantragen. Wurde die Baugenehmigung jedoch absichtlich nicht beantragt oder entsprach der Bau nicht den Vorschriften, ist eine spätere Genehmigung ausgeschlossen.