Erhöhe die Chancen
auf deine Traumwohnung

Wie Studierende bei der Wohnungssuche
einen guten Eindruck machen können

Was passt besser zu einem neuen Lebensabschnitt, als eine gemütliche Wohnung in einem modernen Stadtteil und toller Lage. Leider bleibt es häufig bei diesen Traumvorstellungen. Gerade für Studenten ist es schwierig, Vermieter zu überzeugen – trotz BAföG-Höchstsatz, 450-Euro-Job und Kindergeld.

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Mit unseren simplen Tipps kannst du deine Chancen auf eine Traumwohnung deutlich steigern.
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Die Ansprüche festlegen

Der erste Schritt hat noch nichts mit der eigentlichen Wohnungssuche zu tun. Es geht erst einmal darum, sich über seine Wünsche und Ansprüche klar zu werden. Dabei spielen einige Faktoren eine große Rolle: Können beispielsweise bei der Wohnlage Abstriche gemacht werden?

Eine Wohnung etwas außerhalb des Stadtkerns ist häufig leichter zu bekommen und der Mietpreis liegt niedriger. Eine zentral gelegene Wohnung hingegen ist durch die gute Anbindung zu öffentlichen Verkehrsmitteln und der Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten sehr beliebt. Die Chance, hier eine Zusage zu bekommen, ist somit geringer.

Extra-Tipp
Hier findest du die durchschnittlichen Mietpreise in acht deutschen Großstädten.
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Das perfekte Timing

Besonders vor und zu Semesterbeginn ist der Bedarf an Wohnungen besonders hoch. Wer schon früh genug weiß, dass er in Zukunft umziehen möchte, sollte zeitig mit der Suche beginnen. Die Konkurrenz ist sonst so groß, dass die eigenen Chancen entsprechend sinken. Also entweder einige Zeit vor Semesterbeginn mit der Suche starten oder für die Übergangszeit eine Wohnung auf Zwischenmiete nehmen. In den meisten Fällen sind diese auch möbliert. So nimmt der Zeitdruck ab und nach Semesterbeginn sinkt die Nachfrage wieder.

Gut zu wissen
In allen Bundesländern ist am 1. April und 1. Oktober Semesterbeginn der Universitäten.
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Die beste Selbstdarstellung

Um eine Wohnung zu finden, muss man nicht immer nur suchen – man kann sich auch finden lassen. Zum Beispiel bieten viele Immobilienportale die Möglichkeit, als Suchender ein Profil anzulegen. Dabei zählt, wie bei der Besichtigung auch, natürlich der erste Eindruck.

Ein seriöses Foto spricht potentielle Vermieter direkt an, das Profil sollte zudem mit allen wichtigen Angaben komplett ausgefüllt sein – vom Alter über den Berufsstand bis zu persönlichen Eigenschaften. Anschließend Alerts unbedingt aktivieren: Bei Neueinstellung von passenden Wohnungen bekommt man sofort eine Benachrichtigung.

Ab dann heißt es:
Schnell sein – am besten mit einem vorbereiteten Anschreiben!

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Jemand, der jemanden kennt

Zeitungsanzeigen und Internetseiten erfüllen ihren Zweck. Allerdings solltest du dich nicht nur darauf verlassen. Es gibt einige Vermieter, die lieber jemanden suchen, der ihnen oder einem Freund bekannt ist.

Das heißt: Bei Familie, Freunden, dem Postboten, Unikollegen und in Facebook-Gruppen nachfragen. Mit etwas Glück meldet sich jemand direkt oder hat gerade vor Kurzem etwas gehört. So hat man auch gleich ein erstes Gesprächsthema mit dem möglichen Vermieter und die Stimmung ist von Anfang an persönlich.

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Wohngemeinschaft vs. eigene Wohnung

Ein wichtiger Punkt für die Wohnungszusage ist der persönliche Eindruck bei der Wohnungsbesichtigung. Dabei kommt es auch darauf an, ob es sich um eine WG oder eine Wohnung zur Alleinnutzung handelt.

Mitbewohner einer WG suchen jemanden, der zu ihnen passt. Der Kleidungsstil und der Umgang mit den anderen kann also locker sein. Bei einem Vermieter sollte der Kleidungsstil dagegen seriös sein. Mit passendem Outfit und einem höflichen Auftreten kann man gut punkten.

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Persönlichkeit ist entscheidend

Nach einer positiven Besichtigung wird bei Wohnungen, die viele Interessenten haben, eine Bewerbung fällig. Um die besten Chancen auf eine Zusage zu haben, dreht sich alles um die Persönlichkeit in der Bewerbung: Ein seriöses Foto mit einer Beschreibung von sich selbst – dazu zählen die Hobbys, der Job oder das Studium samt Nebentätigkeit.

Viele Vermieter sind auch an der näheren Zukunft interessiert, natürlich ob man nach dem Studium auch in der Stadt bleibt. Eigenschaften wie Zuverlässigkeit und eine möglichst langfristige Miete sollten – allerdings nicht zu aufdringlich und offensichtlich – eingebracht werden.

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Vorbereitet sein

Um lange Kommunikationswege und ständiges Nachfragen des Vermieters zu vermeiden, ist es wichtig, von Beginn an vorbereitet zu sein. Das heißt, dass alle notwendigen Dokumente und Unterlagen schon vor der Suche fertig sind.

Dazu zählen:

  • Das Anschreiben, um einen Besichtigungstermin zu bekommen
  • außerdem die persönliche Beschreibung
  • eine Kopie des Personalausweises
  • die positive Schufa-Auskunft
  • die Selbstauskunft
  • und aktuelle Gehaltsabrechnungen.

Wer trotz geringem Einkommen punkten möchte, der sollte Bescheinigungen der bisherigen Vermieter über Zuverlässigkeit und Mietschuldenfreiheit sowie eine Bürgschaft der Eltern mitbringen. Besonders der letzte Punkt ist vielen Vermietern gerade bei Studierenden sehr wichtig.

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In Erinnerung bleiben

Bei jeder Besichtigung muss der Vermieter einen ehrlichen Eindruck davon bekommen, dass großes Interesse an der Wohnung besteht. Selbstverständlich sollte das nicht zu aufdringlich oder gar verzweifelt wirken. Wenn der Vermieter nach allen Besichtigungen die Bewerbungen durchgeht und sich nicht an einen dieser Bewerber erinnern kann, sind die Chancen auf eine Zusage schlecht.

Durch gezielte Fragen bezüglich des Wohnungsbaus, der Umgebung und den Nachbarn bemerkt der Vermieter das Interesse und wird dies bei der Auswahl ganz unterbewusst berücksichtigen. Zudem kann eine freundliche Nachricht nach der Besichtigung helfen, sich von der Konkurrenz abzuheben.

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Verhandlungen je nach Wohnungen

Ob bei einer Wohnung mit dem Vermieter über den Preis verhandelt werden sollte, kommt ganz auf die Wohnung an. Bei einem Objekt, das sehr begehrt ist, würde eine Verhandlung wohl nicht zu einer Zusage führen.

Bei einer Wohnung mit wenig Konkurrenz ist das Verhandeln hingegen durchaus möglich und sinnvoll. Gerade bei Ablösen kann man hier nochmals Geld einsparen und muss nicht in neue Möbel investieren. So sollte man auf jeden Fall sein Glück versuchen.

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Wenn sich eine Türe schließt,
öffnet sich eine andere

Auch wenn man keine Wohnungszusage vom Vermieter bekommt, sollte man trotzdem den guten Eindruck wahren. Manche Vermieter haben mehrere Wohnungen oder sind untereinander gut vernetzt. In dem Fall kann der bestehende Kontakt helfen, eine Alternative zu finden.

Fazit: Timing und Beständigkeit sind am wichtigsten

Diese einfachen Tipps sind alle leicht umzusetzen. Vom perfekten Timing über die Bewerbung bis zur Besichtigung gibt es für alle Situationen auf dem Weg zur Wohnungszusage hilfreiche Kniffe, um die eigenen Chancen zu erhöhen.

Tipps zu weiteren Unterlagen und Download Selbstauskunft

Wir wünschen viel Erfolg mit der neuen Traumwohnung!