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Umzugskostenpauschale:
Umzugskosten absetzen
Umzugskostenpauschale:
So setzen Sie Umzugskosten ab
Umzugskostenpauschale:
So setzen Sie Umzugskosten ab

Wer beruflich bedingt umzieht, kann seine Umzugskosten mit der Umzugskostenpauschale von der Steuer absetzen. Auch die Kosten für einen privaten Umzug lassen sich unter gewissen Voraussetzungen steuerlich geltend machen. Erfahren Sie hier, wie sich mit der Umzugskostenpauschale Steuern sparen lassen.

Was ist die Umzugskostenpauschale?

Bei einem berufsbedingten Wohnortwechsel erlaubt das Finanzamt Steuerpflichtigen, einen Teil ihrer Umzugskosten ohne Belege über die Umzugskostenpauschale zu verrechnen. Doch nicht nur pauschal ist ein Umzug steuerlich absetzbar. Übersteigen die tatsächlichen Kosten die Höhe der Umzugskostenpauschale, lassen sich Umzugskosten als Werbungskosten steuerlich geltend machen. Dazu ist es notwendig, alle Ausgaben durch Einzelnachweise in der Einkommensteuererklärung zu belegen.

Wie hoch ist die Umzugskostenpauschale?

Das Bundesfinanzministerium hat die Höhe der Umzugskostenpauschale für berufliche Umzüge am 1.2.2017 wie folgt festgelegt:

  • Ledige erhalten 764 Euro
  • Verheirateten Personen und eingetragenen Lebenspartnern stehen 1.528 Euro zu

Kinder und andere im Haushalt lebende Personen (Verwandte, Verschwägerte, Hausangestellte) werden durch eine Zusatzpauschale von 337 Euro pro Person berücksichtigt.

Hinweis

In Lebensgemeinschaften ohne Ehe oder Eintragung gilt für jede einzelne Person die Pauschale für Ledige.

Welche Umzugskosten sind steuerlich absetzbar?

Folgende Umzugskosten lassen sich über die Pauschale verrechnen:

  • Beförderungskosten (Speditionskosten)
  • Reisekosten
  • Mietentschädigung bei doppelter Mietbelastung für bis zu sechs Monate
  • Maklergebühren
  • Kosten für Wohnungsanzeigen
  • Anschaffungsskosten für Kochherd (max. 230 Euro) und Ofen (max. 164 Euro pro Zimmer)
  • Kosten für fachgerechte Elektroarbeiten (z.B. Anbringen von Lampen)
  • Verpflegungskosten und Trinkgelder für Umzugshelfer
  • Gebühren für Um- bzw. Anmeldung
  • Im Mietvertrag vereinbarte Schönheitsreparaturen und Renovierungsarbeiten in der bisherigen Wohnung

Gut zu wissen: Benötigen Kinder bedingt durch einen Wohnortwechsel Nachhilfe, lassen sich Unterrichtskosten bis maximal 1.926 Euro pro Kind von der Steuer absetzen. Davon sind 50 Prozent erstattungsfähig. Überschreiten die Nachhilfekosten den Höchstbetrag, besteht die Möglichkeit, bis zu 75 Prozent des maximalen Betrags mit der Steuer zu verrechnen. Damit das Finanzamt die Nachhilfekosten berücksichtigt, ist die Vorlage von Rechnungen für den Nachhilfeunterricht erforderlich.

Unter welchen Voraussetzungen wird die Umzugskostenpauschale gewährt?

Das Finanzamt gewährt durch die Umzugskostenpauschale Steuervorteile für berufsbedingte Umzüge. Es erkennt folgende Umzugsgründe an:

  • Wechsel des Arbeitsplatzes
  • Versetzung
  • Beginn von Ausbildung oder Studium
  • Verkürzung der Hin- und Rückfahrt zur Arbeit um mindestens eine Stunde täglich
  • Bessere Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes (z. B. durch den ÖPNV)
  • Vermeidung der doppelten Haushaltsführung.

Gilt die Umzugskostenpauschale für Umzüge ins Ausland?

Bei einem beruflich bedingten Wohnortwechsel ins Ausland sind die Umzugskosten von der Steuer absetzbar. Grundlage für die Höhe der Umzugskostenpauschale bildet Paragraph 18 Absatz 2 der Auslandsumzugskostenverordnung (AUG). Innerhalb der EU wird bei der Berechnung von einer Pauschale in Höhe von 20 Prozent des Grundgehalts der Stufe 8 der Besoldungsgruppe A 13 ausgegangen. Bei einem Umzug außerhalb der EU erhöht sich die Pauschale auf 21 Prozent des Grundgehalts.

Die Umzugskostenpauschalen für Auslandsumzüge 2018/2019 betragen:

Umzüge innerhalb der EU: 853,53 Euro
Umzüge außerhalb der EU: 943,38 Euro

Die Umzugskostenpauschale für Auslandsumzüge erhöht sich entsprechend der Anzahl der mit umziehenden Personen (z. B Ehe- oder Lebenspartner, Kinder, usw.). Bei einem Rückumzug aus dem Ausland erkennt das Finanzamt 80 Prozent der oben genannten Beträge als Umzugspauschale an

Wie gebe ich die Umzugskostenpauschale in der Steuererklärung an?

Die Umzugskostenpauschale wird in der Steuererklärung unter den Werbungskosten auf Seite 2 der Anlage N, in den Zeilen 45 bis 48 eingetragen. Für die Pauschale sind keine Nachweise erforderlich! Liegen Ihre Umzugskosten höher als der Pauschalbetrag, können Sie Ihre zusätzlichen Ausgaben unter dem Punkt Werbungskosten in der Steuererklärung eintragen. In diesem Fall sind die entsprechenden Einzelnachweise mit der Steuererklärung einzureichen.

Tipp:
Das Elsterforum auf der offiziellen Webseite der deutschen Finanzämter bietet Hilfestellung beim Ausfüllen der Steuererklärung online.

Sind Umzugskosten auch bei einem privaten Umzug steuerlich absetzbar?

Wer aus privaten Gründen umzieht, hat die Möglichkeit, einen Teil der Umzugskosten als Werbungskosten abzusetzen. Im Rahmen der haushaltsnahen Dienstleistungen lassen sich pro Jahr 20 Prozent, jedoch höchstens 4.000 Euro, der Umzugskosten von der Steuer abziehen.

Hinweis

Bei einem Umzug aus gesundheitlichen Gründen lassen sich die Umzugskosten steuerlich geltend machen: als außergewöhnliche Belastung in der Steuererklärung. Das Finanzamt verlangt in diesem Fall meist ein ärztliches Attest.

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