• Aufzugskosten: Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

    Aufzugskosten:
    Mit diesen Kosten müssen Sie rechnen

    Insbesondere in
    Mehrfamilienhäusern mit vielen Stockwerken ist ein Aufzug praktisch.
    Erfahren Sie hier u. a., welche Kosten beim Betrieb eines Aufzugs
    anfallen und wann sich ein Aufzug auch nachträglich einbauen lässt.

    Inhaltsverzeichnis:

    1. Wie hoch sind die Kosten im laufenden Betrieb?

    2. Welche Aufzugskosten trägt der Mieter?

    3. Ist ein nachträglicher Einbau möglich?

    4. Gibt es Fördermöglichkeiten für den Einbau?

    5. Welche Pflichten hat der Vermieter beim Betrieb eines Personenaufzugs?

    Wie hoch sind die Aufzugskosten im laufenden Betrieb?

    Im laufenden Betrieb setzen sich die Aufzugskosten aus zwei Faktoren zusammen:

    1. den Stromkosten

    2. den Stromkosten

    Dazu kommen eventuelle Reparaturkosten sofern die Aufzugsanlage defekt ist.

    Auch während des Standby-Betriebs fallen Aufzugskosten an. Die
    eingeschaltete Kabinenbeleuchtung sowie die gesamte Steuerung des
    Aufzugs verbrauchen auch Energie, wenn der Aufzug gerade nicht unterwegs
    ist. In einem Mehrfamilienhaus mittlerer Größe müssen Sie mit einigen
    Hundert Euro Stromkosten für einen Aufzug jährlich rechnen.

    Wichtig sind regelmäßige Wartungen des Personenaufzugs. Üblicherweise
    besteht ein Wartungsvertrag mit einem Serviceunternehmen, die Kosten
    liegen in der Regel zwischen 1.500 und 3.000 Euro jährlich für einen
    Aufzug. Die genauen Aufzugskosten sind jedoch von der Größe der Anlage
    und den Wartungsintervallen abhängig.

    Hinweis:

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    Gut zu wissen: Durch den
    Wechsel des Dienstleisters für die Aufzugswartung lassen sich die
    Aufzugskosten senken. Auch Stromkosten lassen sich reduzieren, wenn die
    Kabinentechnik so angepasst wird, dass die Beleuchtung bei Nichtbetrieb
    ausgeschaltet bleibt.

    Handelt es sich um eine Wohnungseigentumsanlage mit mehreren Eigentümern, wird mit dem monatlich zu zahlenden Hausgeld in der Regel auch eine Instandhaltungsrücklage für die Reparatur eines Aufzugs angespart.

    Welche Aufzugskosten trägt der Mieter?

    Laufende Aufzugskosten für den Betrieb darf der Vermieter auf den Mieter umlegen. Zu den Betriebskosten zählen:

    • Stromkosten

    • Wartungskosten

    • Reinigungskosten

    • Rufbereitschaft für Notdienst

    Kosten für Ersatzteile oder deren Einbau sowie Kosten für eine
    Entstörung dürfen nicht umgelegt werden. Bewohner des Erdgeschosses
    müssen sich, sofern nichts abweichendes vereinbart ist, ebenso an den
    Aufzugskosten beteiligen – auch wenn Sie den Aufzug nicht nutzen.

    Gut zu wissen:

    Wird ein neuer Aufzug in ein Mehrfamilienhaus eingebaut, ist der Vermieter berechtigt, eine entsprechende Modernisierungsumlage
    auf die Miete aufzuschlagen. Handelt es sich hingegen um einen
    Austausch einer nicht mehr funktionsfähigen Aufzugsanlage, ist die
    Modernisierungsumlage nicht rechtens.

    Als Mieter können Sie die Betriebskosten
    in der Einkommensteuererklärung angeben. Als haushaltsnahe
    Dienstleistungen können Sie beispielsweise die Wartungskosten aus der
    Betriebskostenabrechnung geltend machen.

    Ist ein nachträglicher Einbau möglich?

    Grundsätzlich ist es möglich,
    auch nachträglich einen Aufzug in ein bestehendes Gebäude einzubauen.
    Aufgrund des begrenzten Platzangebots ist es bei einem Einfamilienhaus
    jedoch nicht immer einfach, einen Aufzug nachzurüsten. Eine gute Lösung
    ist in vielen Fällen ein Senkrechtlift, der mit einer geringen
    Stellfläche auskommt. Es handelt sich um selbsttragende Konstruktionen,
    für die kein eigener Schacht erforderlich ist.

    In Mehrfamilienhäusern bieten sich mit dem

    • Innenaufzug

    • Außenaufzug

    zwei verschiedene Möglichkeiten an. Die
    Aufzugsanlagen unterscheiden sich zudem nach ihrem Antriebssystem.
    Gängig sind Seilaufzüge sowie hydraulische Liftanlagen. Welche
    Antriebsart sinnvoll ist, hängt vor allem von der Beförderungshöhe ab:
    Ein Hydrauliklift eignet sich nur für geringere Höhen, während der
    Seilaufzug problemlos bis in die höchsten Etagen eines
    Mehrfamilienhauses fährt.

    Die Aufzugskosten der Anlage sind von den örtlichen Gegebenheiten und
    dem Aufwand beim Einbau abhängig. Sind größere Umbauarbeiten
    erforderlich, damit der Personenaufzug eingebaut werden kann, steigen
    die Kosten. Bei einem Mehrfamilienhaus sind Außenfahrstühle in der Regel
    günstiger als innenliegende Aufzüge. Die Anzahl der Haltepunkte ist für
    die Höhe der Montagekosten relevant. Wollen Sie einen Aufzug in einem
    Einfamilienhaus einbauen, hat vor allem die Anzahl der Geschosse
    Einfluss auf die Kosten. Auch die Tragkraft des Aufzugs spielt eine
    wesentliche Rolle. Nachfolgend erhalten Sie noch einmal einen Überblick
    über die preisbeeinflussenden Faktoren:

    • Aufzugsgröße

    • Antriebsart

    • Tragkraft

    • Anzahl der Haltepunkte

    • Förderhöhe

    • Geschwindigkeit

    „Es ist baurechtlich nicht immer möglich einen Aufzug zu errichten. Prüfen Sie daher ob es baurechtliche Auflagen für den Ein- oder Anbau gibt oder ob andere Genehmigungen oder Abnahmen zu erbringen sind.“

    Eileen Schreiterer

    Immobilienexpertin bei Homeday

    Gibt es Fördermöglichkeiten für den Einbau eines Aufzugs?

    Der Einbau eines Aufzugs geht
    mit hohen Kosten einher. Wenn Sie die Aufzugskosten für den Einbau
    senken wollen, stehen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Auswahl. Von
    der KfW
    erhalten Sie für einen barrierefreien Umbau Zuschüsse und zinsgünstige
    Darlehen. Darüber hinaus lohnt es sich, bei der Kommune nachzufragen:
    Unter Umständen gibt es eine kommunale Förderung für den Umbau. Bauen
    Sie den Aufzug ein, um die Pflege für eine pflegebedürftige Person zu
    erleichtern, ist unter Umständen auch ein Zuschuss durch die Pflegekasse
    denkbar.

    Wenn Sie als Eigentümer einen Aufzug einbauen, können Sie Kosten für
    den Einbau unter bestimmten Umständen als außergewöhnliche Belastung in
    der Steuererklärung angeben. Handelt es sich bei dem Einbau um eine
    medizinische Notwendigkeit, erkennt das Finanzamt die Kosten an.

    Welche Pflichten hat der Vermieter beim Betrieb eines Personenaufzugs?

    Gibt es einen Aufzug im Gebäude,
    ist der Vermieter zur Instandhaltung und Einhaltung der
    Schutzbestimmungen verpflichtet. Der Aufzug muss jederzeit in Betrieb
    genommen werden können – das heißt, bei einem Defekt ist eine umgehende
    Reparatur zu veranlassen. Der Vermieter darf den Aufzugsbetrieb nicht
    einschränken. So muss der Aufzug zu jeder Tages- und Nachtzeit zur
    Verfügung stehen.

    Aufzugskosten – FAQ

    Wie hoch sind die Aufzugskosten im laufenden Betrieb?

    Im laufenden Betrieb fallen für den Aufzug Strom- und Wartungskosten sowie gegebenenfalls Reparaturkosten an. Beleuchtung und Steuerung des Aufzugs verbrauchen Energie, auch wenn er gerade nicht fährt. In einem mittelgroßen Mehrfamilienhaus werden mehrere Hundert Euro Stromkosten pro Jahr fällig. Für die Wartung ist jährlich mit Kosten zwischen 1.500 und 3.000 Euro zu rechnen.

    Welche Aufzugskosten trägt der Mieter?

    Solange es sich um Betriebskosten für den Aufzug handelt, darf der Vermieter sie auf den Mieter umlegen. Dazu zählen neben den Strom- und Wartungskosten auch Reinigungskosten und die Gebühr für die Rufbereitschaft des Notdienstes. Kosten für Ersatzteile und deren Einbau sowie Entstörungen dürfen hingegen nicht umgelegt werden. Wird der Aufzug neu eingebaut, können die Kosten als Modernisierungsumlage auf die Miete aufgeschlagen werden. Das gilt aber nicht für den Austausch einer defekten Aufzuganlage. Hier lesen Sie mehr über die Aufzugskosten für Mieter .

    Ist ein nachträglicher Einbau eines Aufzugs möglich?

    Grundsätzlich ist es möglich, einen Aufzug nachträglich in ein bestehendes Gebäude einzubauen. Dies ist jedoch immer von den baulichen Gegebenheiten und Auflagen abhängig. Für Einfamilienhäuser mit begrenztem Platz bietet sich ein Senkrechtlift mit geringer Stellfläche an. In Mehrfamilienhäusern können Innen- oder Außenaufzüge nachgerüstet werden. Gängig sind Seilaufzüge (bei vielen Etagen) und hydraulische Liftanlagen (für geringe Höhen).

    Gibt es Fördermöglichkeiten für den Einbau eines Aufzugs?

    Es gibt verschiedene Fördermöglichkeiten für den Einbau eines Aufzugs. Für barrierefreie Umbauten gibt die KfW Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen. Eventuell bezuschusst auch die Kommune den Umbau. Handelt es sich bei dem Aufzug um eine Erleichterung für eine pflegebedürftige Person, bewilligt unter Umständen die Pflegekasse einen Zuschuss. Mitunter ist es auch möglich, die Aufzugskosten bei der Steuererklärung geltend zu machen. Dafür muss dieser aber eine medizinische Notwendigkeit darstellen. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten für den Einbau eines Aufzugs .

    Welche Pflichten hat der Vermieter beim Betrieb eines Personenaufzugs?

    Der Vermieter ist zur Instandhaltung und Einhaltung der Schutzbestimmungen des Aufzugs verpflichtet. Dieser muss zu jeder Tages- und Nachtzeit uneingeschränkt betriebsbereit sein. Bei einem Defekt muss der Vermieter also umgehend eine Reparatur veranlassen.

    Hinweis:

    Bitte beachten Sie, dass unsere Ratgeber-Antworten, -Artikel und Musterdokumente keine Rechts-, Steuer- oder Finanzberatung darstellen oder ersetzen können. Für Klärung Ihrer rechtlichen bzw. finanziellen Angelegenheiten bitten wir Sie, entsprechende Experten (z. B. Rechtsanwälte, Steuerberater bzw. Finanzberater) hinzuzuziehen. Trotz großer Sorgfalt und gewissenhafter Recherche können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Wir freuen uns und sind dankbar über entsprechende Hinweise, welche wir versuchen, zeitnah umzusetzen.

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