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Was ist bei Sturmschäden zu tun?

Entwurzelte Bäume, überflutete Keller, abgedeckte Dächer: Sturmschäden verursachen verheerende Verwüstungen mit hohen finanziellen Folgen. Da die Zahl heftiger Unwetter zunimmt, ist es für Hausbesitzer wichtig, die eigene Immobilie vor Sturmschäden zu schützen. Erfahren Sie hier unter anderem, welche Versicherungen Sturmschäden übernehmen und welche Pflichten Immobilienbesitzer haben.

Wann zahlt die Versicherung bei Sturmschäden?

Der Wind muss ordentlich fegen, damit die Versicherung den Sturmschaden bezahlt. Erst ab einem stürmischen Wind der Windstärke 8 (62 - 72 km/h) haften Versicherungen für Sturmschäden. Zur Schadensregulierung orientieren sich die Versicherer an den Daten des Deutschen Wetterdienstes. In der Regel ist es auch ausreichend, wenn in der Nachbarschaft typische Sturmschäden aufgetreten sind.

Wann zahlt die Versicherung nicht?

Sturmschäden unter Windstärke 8 werden von Versicherungen nicht bezahlt. Auch im Falle einer groben Fahrlässigkeit durch den Versicherten haftet die Versicherung nicht beim Sturmschaden an Dach, Auto oder Zaun. Grobe Fahrlässigkeit liegt zum Beispiel vor, wenn trotz Sturmwarnung Fenster offenstehen oder Markisen nicht eingefahren sind.

Gut zu wissen: Die meisten Versicherer ermöglichen es, sich gegen grobe Fahrlässigkeit zu versichern.

Welche Versicherungen bezahlen Sturmschäden?

Für den Sturmschaden am Auto, einen Sturmschaden am Dach oder den Sturmschaden am Zaun haften unterschiedliche Versicherungen:

  • Die Wohngebäudeversicherung übernimmt Sturmschäden am Wohngebäude. Mitversichert sind alle fest mit dem Haus verbundenen Dinge (z. B. Satellitenschüssel, Solaranlage, Markise). Einen Sturmschaden an Zaun oder Carport ersetzt die Wohngebäudeversicherung meist nur, wenn diese mitversichert wurden. Immobilieneigentümer sollten bei Abschluss der Wohngebäudeversicherung darauf achten, dass alle wertvollen Objekte auf ihrem Grundstück in der Versicherungspolice aufgeführt sind.

  • Die Elementarschadenversicherung greift, wenn bei Sturm und Starkregen der Keller durch Rückstau überflutet wird. Sie wird als Zusatzversicherung zu Wohngebäude- und Hausratversicherung angeboten.

  • Die Rohbauversicherung zahlt, wenn ein Sturm Mauerwerk, Gerüste oder Baustoffe am besonders anfälligen Rohbau zerstört. Sie ist meist eine Ergänzung zur Wohngebäudeversicherung. Gehen durch einen Sturmschaden Glasscheiben zu Bruch, haftet die Versicherung nur, wenn eine zusätzliche Glasbruchversicherung abgeschlossen wurde.

  • Die KFZ-Versicherung deckt Sturmschäden an Fahrzeugen durch umgestürzte Bäume oder herumfliegende Äste ab. Wer eine Teilkaskoversicherung abschließt, ist bei einem Sturmschaden am Auto ab Windstärke 8 versichert. Die Vollkaskoversicherung zahlt Reparaturkosten auch bei niedrigeren Windstärken. Selbstverursachte Unfallschäden bei Sturm ersetzt ausschließlich die Vollkaskoversicherung.

  • Die Hausratversicherung tritt in Kraft, wenn durch einen Sturm Einrichtungsgegenstände (Möbel, Elektrogeräte, Teppiche) zu Schaden kommen. Schäden an Dingen, die sich außerhalb des Gebäudes befinden (Gartenmöbel, Pflanzenkübel, Sonnenschirm) sind nicht versichert.

  • Die Haftpflichtversicherung ist zuständig, wenn beispielsweise ein vom Balkon gewehter Blumentopf oder herumfliegende Dachziegel Sturmschäden an Dritten verursachen. Eine private Haftpflichtversicherung ist für Mieter und Eigentümer empfehlenswert. Für Vermieter ist der Abschluss einer Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht mitunter nötig.

Was bedeutet die Verkehrssicherungspflicht für Eigentümer?

Immobilien- und Grundstücksbesitzer haben eine sogenannte Verkehrssicherungspflicht. Das heißt, sie sind dazu verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit keine Gefahrenquelle für Dritte von ihrem Haus oder Grundstück ausgeht. Kommen Hausbesitzer dieser Pflicht nicht nach, haften sie unter Umständen für Schäden an Dritten. Nach jedem Sturm umfasst die Verkehrspflicht:

  • Kontrolle von Grundstück, Fassade und Dach
  • Prüfung von Gartenhaus, Zaun und Carport
  • Durchführung einer Bauminspektion
Hinweis

Weiterführende Informationen dazu erhalten Sie im Ratgeber-Artikel:
Zum Artikel: Eigentum verpflichtet- Darauf müssen Sie achten

Was ist nach einem Sturmschaden zu tun?

Liegt z. B. ein Sturmschaden am Dach vor, gehen Versicherte folgendermaßen vor:

  1. Schadensfall dokumentieren (Fotos, Video, Rechnungen)
  2. Protokoll erstellen
  3. Sofort die Versicherung per Mail, Fax oder Telefon informieren
  4. Den Schaden durch Sicherungsmaßnahmen gering halten (Schadensminderungspflicht)
  5. Erst nach schriftlicher Freigabe der Versicherung Sturmschäden beheben

Wie lassen sich Sturmschäden vorbeugen?

Bei einer Unwetterwarnung durch den Deutschen Wetterdienst ist es wichtig, Haus und Grundstück auf den Sturm vorzubereiten. Hier ein paar Tipps, wie Sie Sturmschäden vorbeugen:

  • Lose Gegenstände (Gartenmöbel, Blumenkästen, Fahrräder) sichern
  • Fenster und Türen schließen
  • Markisen einfahren
  • Rollläden hochfahren oder runterlassen
  • Dachrinnen prüfen
  • Rückstauklappe überprüfen
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