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Smart Home

Wie funktioniert smartes Wohnen mit der eigenen Heizung?

Studienergebnisse des Marktforschungsinstitutes YouGov zeigen: 40 Prozent der insgesamt 2.000 Befragten halten Smart-Home-Anwendungen für die Fernsteuerung und Überwachung der Heizung für sinnvoll. Ein Grund mehr, das Thema genauer zu betrachten.

Erfahren Sie hier, welche Rolle die eigene Heizung in einem Smart Home einnimmt und welche Vorteile und Herausforderungen Immobilieneigentümer beim Einsatz einer digitalen Heizung erwarten.

Smart Home nicht ohne die eigene Heizung

Auch die eigene Heizung ist ein Bestandteil von Smart-Home-Lösungen. Denn viele Smart-Home-Starter-Sets beinhalten neben einer zentralen Steuereinheit (Home Base oder Smart Home Zentrale), Fensterkontakten und Steckdosen auch elektronische Heizkörper- oder Raumthermostate.

Was ist ein smartes Thermostat?

Im Vergleich zu einem klassischen Heizkörperthermostat, bei dem die Temperatur manuell eingestellt werden muss, passen smarte Temperaturregler die gewünschte Raumwärme automatisch an. Möglich macht dies das Zusammenspiel verschiedener technischer Komponenten. Dazu zählen digitale Kommunikationsschnittstellen, Sensoren, ein Minicomputer, ein kleiner elektrischer Motor und eine grafische Displayanzeige.

Über einzelne Tasten oder Stellräder stellen die Hausbewohner die gewünschte Solltemperatur beliebig ein. Dabei stehen zum Beispiel einzelne Zeit- und Wochentagsintervalle sowie verschiedene Situationsprofile wie “Haus verlassen” oder “Schlafengehen” zur Verfügung.
Den Strom, welchen elektronische Thermostate für den Betrieb benötigen, liefern Batterien, Knopfzellen oder integrierte Solarzellen.

Wie funktionieren digitale Heizkörperthermostate?

Ist das Thermostat einmal programmiert, arbeitet es von selbst und unterstützt den Verbraucher dabei, Energie bei der eigenen Heizung zu sparen. Dafür findet ein stetiger Abgleich zwischen der Soll- und Isttemperatur im Wohnraum statt. Kommt es zu einer Abweichung, reguliert der Temperaturregler die Temperatur selbstständig nach. So entfällt das lästige Regulieren der Heizung über den Tag hinweg. Zudem gerät das richtige Heizverhalten im Alltagsstress schnell in Vergessenheit und gewinnt gewöhnlich erst beim Blick auf die nächste Heizkostenabrechnung wieder an Bedeutung.

Auch Fußbodenheizungen lassen sich über elektronische Raumthermostate steuern. Diese befestigen Immobilienbesitzer an der Wand des Wohnraumes. Sie ersetzen mechanische Stellantriebe oder Drehregler. Empfehlenswert ist eine Montagehöhe von etwa 1,5 Metern über dem Boden.

Wie verbinde ich das Thermostat mit anderen technischen Geräten?

In der Regel lassen sich smarte Heizkörperthermostate über eine Funkverbindung oder technische Standards wie "Plug and Play" mit einer Smart-Home-Zentrale verbinden. Letztere ist der Manager in einem Smart-Home-System. Denn sie koordiniert alle technischen Geräte, die mit ihr über Funk kommunizieren. Sobald das Thermostat eingeschaltet wird, erkennt die Smart-Home-Zentrale dieses und integriert es in ihr Steuerungsprogramm. Ab diesem Zeitpunkt können elektrische Rollläden, Fensterkontakte, Lichtschalter und Heizkörper- oder Raumthermostate interagieren. Auch mehrere Heizkörper aus unterschiedlichen Wohnräumen stehen so miteinander in Verbindung.

Die Smart-Home-Zentrale und die digitalen Thermostate müssen mit dem WLAN-Router verbunden werden, damit sie – über das Internet – auch aus der Ferne steuerbar sind. Zudem bieten Hersteller kostenlose Apps zum Download aus dem Apple-Store oder Google-Play-Store an. Über die Eingabe eines Codes auf dem Smartphone oder Tablet stellt sich die Verbindung zwischen der App und dem digitalen Thermostat oder der Smart Home Zentrale her. Oft ist auch eine Online-Anmeldung auf dem Herstellerportal nötig.

Welche Vorteile hat der Immobilienbesitzer?

Fehler im Heizverhalten schneller erkennen

Mit einer digitalen Heizung lässt sich das eigene Heizverhalten noch genauer und bedarfsorientierter aussteuern. Denn Apps oder grafische Anzeigen stellen verschiedene Parameter der Heizung in Statistiken und Diagrammen grafisch dar. Konkret geht es um den Heizbetrieb, die Außentemperatur oder den Brennstoffverbrauch. Auf diese Weise können bereits frühzeitig Fehler und Optimierungspotenzial aufgedeckt werden – ein wichtiger Schritt, um die Heizkosten effektiv zu senken.

Hier würden Sie ein Bild zum Thema Smart Home sehen.

Individuelles Heizen möglich

Smart-Home-Lösungen für die Heizung sind mit selbstlernenden Regelalgorithmen ausgestattet. Sie lernen stetig dazu und speichern Gewohnheiten und Tagesabläufe der Hausbewohner ab. So passt die Heizung das Temperaturniveau immer dem jeweiligen Bedarf an.

Ersparnisse bei den Energiekosten sichern

Laut Stiftung Warentest beläuft sich die Energieersparnis beim Einsatz von elektronischen Thermostaten auf bis zu zehn Prozent. Dieser Wert lässt sich jedoch nicht für jede Immobilie als pauschaler Richtwert festhalten. Denn der Heizbedarf und eventuelle Wärmeverluste fallen in einem Altbau aufgrund der schlechten Wärmedämmung höher aus als in energieeffizienten Neubauten. Auch die Größe der Immobilie übt Einfluss auf die Ersparnis aus. Eine Single-Wohnung verbraucht weniger Energie als das Einfamilienhaus einer fünfköpfigen Familie.

Mehr Wohnkomfort

Viele Thermostate sind mittlerweile in der Lage, auf Standortdaten des Smartphone-Nutzers zuzugreifen und die Entfernung an die Heizung zu senden. So kann diese entsprechend herauf- und herunterschalten und die Heizung ist bereits angenehm warm, wenn der Hausbewohner auf dem Weg vom Büro zurück nach Hause ist. Auch auf der Fahrt in den Urlaub lässt sich der Zustand der Heiztemperatur aus der Ferne kontrollieren.

Keine Heizungsausfälle mehr

Über den WLAN-Router ist die Zentraleinheit zeitgleich mit dem Server des Smart-Home-Herstellers verbunden, sodass auch dieser Daten der Heizung in Echtzeit überwachen kann. Dazu zählen Betriebszustände, Temperaturverläufe oder Störungsanzeigen. Dies ermöglicht dem Handwerker, bereits vor einem drohenden Heizungsausfall frühzeitig zu handeln und oder eine Wartung rechtzeitig vorzunehmen.

Welche Herausforderungen bestehen?

Aktuell existieren zahlreiche Smart-Home-Produkte verschiedener Hersteller, die untereinander vielfach noch nicht kompatibel eingesetzt werden können. Hier arbeiten Fachleute bereits an einer Lösung und entwickeln offene Kommunikationsstandards, sodass Immobilienbesitzer auch herstellerfremde Produkte untereinander vernetzen können.

Weiteres Problem: 50 Prozent der Hausbewohner fürchten, dass mit Nutzung von Smart-Home-Lösungen ihre Privatsphäre ausgespäht wird. Das zeigt eine Studie des Marktforschungsinstituts Dr. Grieger & Cie., die Hemmnisse beim Einsatz von Smart-Home-Produkten untersucht. Hier haben Hersteller eine ausreichende Sicherheitsverschlüsselung bei der Datenübertragung zu gewährleisten. Dies soll Hackern die Möglichkeit nehmen, Zugriff auf private Lebensgewohnheiten zu nehmen.

Hinweis

Mehr Informationen zum Thema digitale Thermostate und Smart Home gibt es auf dieser Seite:
Zum Artikel: Elektronische Thermostate- Vor- & Nachteile im Überblick

*Dieser Beitrag entstand mit Unterstützung von Kerstin Bruns, Online Redakteurin von Kesselheld.