Wer einen Verkauf seiner Immobilie plant, sollte deren Marktwert kennen. Erfahren Sie hier u. a., was sich hinter der Bezeichnung verbirgt, wie sich der Marktwert einer Immobilie ermitteln lässt und wie Homeday Ihnen dabei helfen kann.
Das Wichtigste zusammengefasst
Der Marktwert beschreibt den Preis, der unter normalen Bedingungen am Markt erzielbar ist.
Marktwert und Verkehrswert sind Synonyme – beide Begriffe meinen dasselbe.
Angebotspreis liegt meist über dem Marktwert, um Verhandlungsspielraum zu haben.
Kaufpreis kann je nach Nachfrage über oder unter dem Marktwert liegen.
Lage ist der wichtigste Faktor für den Marktwert – Makro- und Mikrolage sind entscheidend.
Drei gängige Verfahren zur Wertermittlung: Sachwert-, Vergleichswert- und Ertragswertverfahren.
Online-Bewertung liefert schnelle Orientierung, gerichtsfestes Gutachten bietet volle Rechtssicherheit.
Marktwertgutachten können in bestimmten Fällen steuerlich absetzbar sein (z. B. Erbschaft).
Für Verkauf und Kauf genügt oft die kostenlose Online-Immobilienbewertung von Homeday.
Unterlagen wie Grundbuchauszug, Energieausweis und Baupläne sind wichtig für eine genaue Bewertung.
Inhaltsverzeichnis:
Welche Faktoren haben Einfluss auf den Marktwert einer Immobilie?
Welche Vorteile hat eine professionelle Marktwertermittlung?
Welche Dokumente werden für die Marktwertermittlung benötigt?
Marktwert vs. Verkehrswert - Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Gut zu wissen:
Mit der Online-Immobilienbewertung von Homeday können Eigentümerinnen direkt den Marktwert ihrer Immobilie berechnen lassen – kostenlos und unverbindlich.
Was ist der Marktwert einer Immobilie?
Der Marktwert einer Immobilie beschreibt den Preis, der unter normalen Marktbedingungen erzielt werden könnte, und wird oft mit dem Verkehrswert gleichgesetzt, wobei er sich vom Angebotspreis und Kaufpreis unterscheidet, die durch individuelle Faktoren wie Verhandlungen beeinflusst werden können.

Der Marktwert einer Immobilie bezeichnet den Preis, der sich in der Theorie zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem (freien) Markt für diese erzielen lässt. Eine Definition findet sich in § 194 Baugesetzbuch (BauGB). Dort heißt es:
„Der Verkehrswert (Marktwert) wird durch den Preis bestimmt der in dem Zeitpunkt auf den sich die Ermittlung bezieht im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach den rechtlichen Gegebenheiten und tatsächlichen Eigenschaften der sonstigen Beschaffenheit und der Lage des Grundstücks oder des sonstigen Gegenstands der Wertermittlung ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre.“
Wie unterscheidet sich der Marktwert von Immobilien vom Verkehrswert?
Zwischen Marktwert und Verkehrswert gibt es keinen Unterschied. Beide bezeichnen das Gleiche, sind also Synonyme voneinander.
Wie unterscheidet sich der Marktwert vom Angebotspreis oder Kaufpreis einer Immobilie?
1. Marktwert
Der Marktwert einer Immobilie bezeichnet den Preis, den sie unter Berücksichtigung von Angebot und Nachfrage erzielen kann. Der Makler berechnet ihn anhand der Eckdaten Ihrer Immobilie, den Vergleichswerten ähnlicher Immobilien und der regionalen Marktlage.
Fallbeispiel:
Ein Einfamilienhaus in Hamburg hat laut Online-Immobilienbewertung (Lage, Gebäudeart, Baujahr, Größe etc.) einen Marktwert von 500.000 EUR.
2. Angebotspreis
Beim Angebotspreis handelt es sich um den Preis, mit dem die Immobilie zum Verkauf angeboten wird. Um Verhandlungsspielraum zu schaffen, liegt der Angebotspreis über dem Marktwert.
Fallbeispiel:
Das Einfamilienhaus in Hamburg wird mit 549.000 EUR Angebotspreis vom Makler auf den Markt gebracht (Marktpreis 500.000 EUR + 49.000 EUR Aufschlag als Verhandlungsspielraum).
3. Kaufpreis
Der Kaufpreis bezeichnet den tatsächlichen Preis, der für eine Immobilie erzielt wird. Je nach Marktlage und Verhandlungsgeschick kann der Kaufpreis über oder unter dem Marktpreis liegen.
Fallbeispiel:
Das Einfamilienhaus in Hamburg erzielt einen Kaufpreis von 525.000 EUR. Aufgrund der hohen Nachfrage liegt der Kaufpreis 25.000 EUR über dem Marktwert der Immobilie.
Welche Faktoren beeinflussen Angebotspreis, Kaufpreis und Marktwert von Immobilien?
Der Marktwert einer Immobilie wird maßgeblich durch Faktoren wie Lage, Zustand, Ausstattung und Angebot & Nachfrage beeinflusst, wobei die Lage als einer der entscheidendsten Faktoren gilt.
Lage: Die Lage ist der wichtigste Faktor für den Marktwert einer Immobilie. Man unterscheidet zwischen Makrolage (Stadt, Region) und Mikrolage (Nachbarschaft, Infrastruktur).
Zustand & Ausstattung: Bausubstanz, Modernisierungen, Größe, Energieeffizienz und Schäden beeinflussen den Immobilien Marktwert.
Angebot & Nachfrage: Stagniert oder sinkt die Nachfrage, hat dies Einfluss auf Angebots- und Kaufpreis.
Inflation: Gestiegene Bau- und Energiekosten sorgen dafür, dass Verkäufer die Angebotspreise höher ansetzen, um Verluste beim Verkauf zu vermeiden.
Zinsniveau: Hohe Bauzinsen lassen die Kaufkraft von Interessenten sinken. Um die Nachfrage zu erhöhen, erfolgt häufig eine Anpassung des Kaufpreises an den Marktwert der Immobilie.
Warum ist die Lage für den Marktwert der Immobilie so wichtig?
Nicht ohne Grund steht die Lage an erster Stelle der Faktoren, die den Marktwert der Immobilie beeinflussen. Sie ist in der Regel das wichtigste Kriterium der Immobilienbewertung. Denn anders als viele andere Merkmale der Immobilie, wie beispielsweise der Zustand, der Grundriss oder die Ausstattung, ist die Lage des Grundstücks nicht veränderbar und daher von Dauer. Eine Immobilie in einer guten Lage ist deshalb wertbeständiger und der Marktwert der Immobilie stabiler.
Zur Beurteilung der jeweiligen Lage wird zwischen Makrolage und Mikrolage unterschieden. Die Makrolage kennzeichnet die jeweilige Region, die Stadt oder auch bereits den Stadtteil, in dem die Immobilie ihren Standort hat. Die Mikrolage fokussiert sich auf die unmittelbare Umgebung, die Nachbarschaft der Immobilie. Bedeutsame Kriterien, die hier ins Gewicht fallen, sind die Versorgung mit Ärzten und Apotheken, mit Schulen und Kitas, die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr, die Erreichbarkeit der Geschäfte für den täglichen Bedarf sowie das Angebot an sonstigen Dienstleistern.
Die Mikrolage selbst kann noch einmal in einfache, mittlere oder gute Lagen separiert werden. Sie werden auch A-, B- oder C-Lagen genannt.
Gut zu wissen:
Anstehende infrastrukturelle Veränderungen können eine Mikrolage auf- oder abwerten und so auch den Marktwert der Immobilie beeinflussen. Ein Positivbeispiel wäre der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs bis vor die Haustür der Immobilie. Ein Negativbeispiel die Schließung des größten Supermarkts am Ort, des Schwimmbads oder der einzigen Grundschule.
Wie lässt sich der Immobilien-Marktwert berechnen?
Der Marktwert einer Immobilie kann mit verschiedenen Verfahren wie dem Sachwert-, Vergleichswert- oder Ertragswertverfahren ermittelt werden, wobei jedes Verfahren je nach Immobilientyp und Zielsetzung unterschiedlich geeignet ist.

Es gibt verschiedene Verfahren, um den Marktwert einer Immobilie zu ermitteln:
Das Sachwertverfahren
Das Vergleichswertverfahren
Das Ertragswertverfahren
Welches Verfahren sich am besten für die Marktwertermittlung eignet, hängt davon ab, welche Art von Immobilie bewertet werden soll. In einigen Fällen können die Verfahren auch miteinander kombiniert werden.
Hinweis:
Sie möchten eine Immobilie kaufen und kennen bereits ihren aktuellen Marktwert? Dann erfahren Sie mit wenigen Klicks, welche Finanzierungsmöglichkeiten Sie haben. Kostenlosen Finanzierungsrechner nutzen
So funktioniert das Sachwertverfahren:
Um den Marktwert einer Immobilie mithilfe des Sachwertverfahrens zu ermitteln, gilt es zunächst, den Immobilienwert und den Wert des dazugehörigen Grundstücks über den Bodenrichtwert separat zu ermitteln. Um den Marktwert des Gebäudes zu berechnen, wird der Wert für etwaiger Abnutzungserscheinungen von den ursprünglichen Baukosten abgezogen. Der Quadratmeterpreis des Grundstücks geht aus den Bodenrichtwertkarten hervor. Am Ende werden der Wert des Grundstücks und der des Gebäudes addiert.
Das Sachwertverfahren eignet sich vor allem, um den Marktwert von Wohnungen zu ermitteln, aber ebenso für die Ermittlung des Marktwerts von Ein- und Zweifamilienhäusern.
So funktioniert das Vergleichswertverfahren:
Grundlage des Vergleichswertverfahrens sind die Verkaufspreise von Immobilien, die der zu bewertenden Immobilie in Lage, Zustand und Ausstattung ähneln. Je mehr vergleichbare Immobilien es gibt und je ähnlicher sie sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, einen zuverlässigen Marktwert zu ermitteln.
Vor allem für Reihenhäuser in einheitlichen Baugebieten oder in Großwohnanlagen gelegene Eigentumswohnungen lassen sich die Marktwerte mithilfe des Vergleichswertverfahrens bestimmen. Ebenso ist die Methode für die Marktwertermittlung unbebauter Grundstücke gut geeignet.
So funktioniert das Ertragswertverfahren:
Auch beim Ertragswertverfahren werden zunächst der Ertragswert des Gebäudes und der Wert des Grundstücks unabhängig voneinander berechnet. Um den Ertragswert der Immobilie zu ermitteln, spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle. Dazu gehören etwa die Mieteinnahmen, der sogenannte Vervielfältiger oder die Bewirtschaftungskosten. Ein Berechnungsbeispiel finden Sie in unserem Ratgeberartikel “Verkehrswert Immobilie: Wie berechnet sich der Wert von Haus oder Wohnung?”
Das Ertragswertverfahren eignet sich vor allem für Miet- und Gewerbeimmobilien.
Wann sollte man den Marktwert einer Immobilie ermitteln?
Der Marktwert sollte ermittelt werden, wenn Sie eine Immobilie verkaufen, eine Finanzierung benötigen oder den Wert im Rahmen einer Scheidung oder Erbauseinandersetzung kennen müssen.
Es gibt verschiedene Situationen, in denen Eigentümer den Marktwert Ihrer Immobilie kennen sollten, z. B.:
wenn Sie Ihr Grundstück oder Ihre Immobilie verkaufen möchten.
wenn Ihre Bank oder Versicherung den Wert Ihrer Immobilie wissen möchte.
wenn Sie den Verkehrswert oder Marktwert für eine Scheidung oder Erbauseinandersetzung angeben müssen.
Wer kann den Marktwert einer Immobilie berechnen?
Es gibt verschiedene Personen, die den Marktwert einer Immobilie berechnen können. Wer der richtige Ansprechpartner ist, entscheidet der Fall, für den sie die Information benötigen. Fordert etwa eine offizielle Stelle die Marktwertermittlung, sollte ein Immobiliengutachterden Marktwert Ihres Hauses ermitteln. Er erstellt dafür in der Regel ein Immobilienwertgutachten bzw. Marktwertgutachten.
Planen Sie einen Immobilienverkauf und möchten zuerst den Hauswert selbst berechnen, empfiehlt sich die Bewertung durch einen Grundstücksmakler, Hausmakler oder Wohnungsmakler – zum Beispiel von Homeday.
Wie viel kostet ein Marktwertgutachten?
Für eine schnelle Online-Bewertung sind kostenlose Tools wie die Homeday-Immobilienwertberechnung ausreichend, während ein gerichtsverwertbares Gutachten durch einen öffentlich bestellten Gutachter kostenpflichtig und rechtlich bindend ist.
Preisgünstige Online-Tools
Wenn Sie vor dem Verkauf den Marktwert Ihrer Immobilie für einen ersten Überblick benötigen, ist eine Online-Immobilienbewertung ausreichend. Der Homeday-Immobilienwert-Rechner berechnet sofort und kostenlos den Immobilienwert und bietet eine erste Einschätzung für den Verkauf. Individuelle Faktoren Ihrer Immobilie wie Modernisierungen oder Grundstücksrechte werden bei einer Online-Immobilienbewertung nicht berücksichtigt.
Online-Wertermittlung vs. gerichtsfestes Gutachten durch öffentlich bestellte Gutachter
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Sind die Kosten für ein Gutachten absetzbar?
In folgenden Fällen lassen sich die Kosten für ein Marktwertgutachten unter Umständen steuerlich absetzen:
Verkauf & Vermietung: Kosten können als Werbungskosten geltend gemacht werden.
Erbschaft: Kosten können vom zu versteuernden Erbe abgezogen werden.
Gut zu wissen:
Die Immobilienbewertung bzw. Marktwertanalyse für Immobilien durch Homeday ist für Immobilieneigentümer kostenlos und unverbindlich – ganz egal, wie hoch der Marktwert ist.
Welche Vorteile hat eine professionelle Marktwertermittlung?
Eine professionelle Marktwertermittlung hilft, eine objektive und realistische Einschätzung zu erhalten, um den bestmöglichen Preis zu erzielen und persönliche Verzerrungen zu vermeiden.
Auch wenn Sie für einen gewöhnlichen Immobilienverkauf kein teures Wertgutachten benötigen, empfiehlt es sich, den Marktwert der Immobilie professionell berechnen zu lassen. Ihre Immobilie wird neutral von einem Experten bewertet und dieser arbeitet auf Basis der anerkannten Wertermittlungsverfahren. Seine Ergebnisse zum Immobilien Marktwert sind jederzeit, auch von Dritten, nachprüfbar.
Verlassen Sie sich auf keinen Fall auf Ihre persönliche Einschätzung oder auf wohlmeinende Freunde, die den Marktwert Ihrer Immobilie taxieren meinen zu können. Als Eigentümer haben Sie über die Jahre eine emotionale Beziehung zu Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung entwickelt. Vermutlich haben Sie auch die Energie, die Mühe und die finanziellen Mittel noch in guter Erinnerung, die Sie investiert haben. Alle diese Faktoren führen häufig dazu, dass Sie den Marktwert Ihrer Immobilie höher einschätzen als er tatsächlich ist. Das kann negative Folgen für den gesamten weiteren Verkaufsprozess haben.
Wie ermittelt Homeday den Marktwert einer Immobilie?
Homeday berechnet den Marktwert Ihrer Immobilie schnell und kostenlos, indem Sie einfach ein Formular ausfüllen, das mit einem datenbasierten Algorithmus den Wert ermittelt.
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Immobilie beschreiben
Um den Marktwert Ihrer Immobilie oder Ihres Grundstücks zu ermitteln, benötigen wir einige Angaben zu Ihrem Eigentum. Diese können Sie uns einfach über unser Formular mitteilen.
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Formular abschicken
Nachdem Sie das Formular abgeschickt haben, berechnet unser Marktwertrechner den Marktwert Ihrer Immobilie oder Ihres Grundstücks. Grundlage der Berechnung ist ein datenbasierter Algorithmus.
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Marktwert erfahren
Der Marktwert Ihrer Immobilie wird Ihnen bereits wenige Sekunden später direkt angezeigt. Zusätzlich erhalten Sie ihn per E-Mail. Dieser Service ist kostenlos und unverbindlich.
Online-Immobilienbewertung - Nutzen für Homeday-Kunden
Schneller Überblick: Mit der kostenlosen Homeday-Immobilienbewertung erhalten Verkäufer in wenigen Minuten den groben Immobilien Marktwert.
Orientierung für Verkauf und Kauf: Die Homeday-Immobilienbewertung gibt Verkäufern einen ersten Überblick, ob sich der Verkauf ihrer Immobilie aktuell lohnt. Kaufinteressenten finden durch die Online-Wertermittlung schnell heraus, ob der Preis für ihre Traumimmobilie gerechtfertigt ist.
Kostenlos und unverbindlich: Wenn Sie den Marktwert Ihrer Immobilie per Rechner von Homeday ermitteln lassen, sparen Sie die Kosten für ein offizielles Gutachten, welches bei einem Immobilienkauf nicht unbedingt nötig ist.
Gut zu wissen:
Sie fragen sich: "Wie viel ist mein Haus wert? Die Karte im Homeday-Preisatlas gibt Auskunft über die Miet- und Kaufpreise an Ihrem Wohnort - kostenfrei und ohne Anmeldung.
Welche Dokumente werden für die Marktwertermittlung benötigt?
Für die Marktwertermittlung einer Immobilie werden je nach Art und Nutzung unterschiedliche Dokumente benötigt, wie etwa Grundbuchauszug, Energieausweis, Baupläne oder Wirtschaftspläne.

Um den Marktwert einer Immobilie zuverlässig zu bestimmen, werden verschiedene Dokumente benötigt. Diese unterscheiden sich je nach Immobilienart, Eigentumsverhältnissen und Nutzung der Immobilie.
Ermittlung des Marktwerts für ein Haus
Diese Unterlagen sind essentiell, wenn Sie den Marktwert eines Hauses berechnen möchten:
Grundriss der Immobilie
Wohnflächenberechnung
Lageplan und Flurkarte
Baupläne
Baubeschreibung
Ggf. Nachweise über Modernisierungsmaßnahmen
Die Unterlagen benötigen Sie zusätzlich zur Ermittlung des Marktwerts einer Wohnung bzw. Teileigentums
Wirtschaftsplan
Aufteilungsplan
Wohngeldabrechnung
Dokumente zur Instandhaltungsrücklage
Abrechnungen von Wohn- und Hausgeld
Protokolle der Eigentümerversammlungen
Marktwert vermieteter Immobilien
Geht es darum, den Marktwert einer vermieteten Immobilie zu berechnen, benötigen Sie zudem diese Dokumente:
Aktuelle Hausmietverträge bzw. Wohnungsmietverträge
Betriebskostenabrechnungen (drei Jahre)
Marktwert vs. Verkehrswert - Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Der Marktwert und der Verkehrswert einer Immobilie unterscheiden sich hauptsächlich rechtlich: Während der Verkehrswert im rechtlichen Kontext verwendet wird, bezieht sich der Marktwert auf den Preis, den Käufer auf dem freien Markt bereit sind zu zahlen.
Beim Immobilienverkauf tauchen meist folgende Begriffe auf: Verkehrswert und Marktwert einer Immobilie. Doch was ist der Unterschied zwischen Verkehrswert und Marktwert? Im Grunde bedeuten beide Begriffe dasselbe und können synonym verwendet werden. Doch zwischen dem Verkehrswert und dem Marktwert einer Immobilie gibt es auch kleine Unterschiede.
Was ist der Verkehrswert?
Der Verkehrswert ist ein rechtlich verbindlicher Begriff und in § 194 Baugesetzbuch (BauGB) verankert. Er bezeichnet den Preis, den eine Immobilie unter normalen Marktbedingungen beim Verkauf erzielen würde. Der Verkehrswert hat vor Gericht Bestand und wird von einem Sachverständigen oder Gutachter ermittelt.
Sie möchten mehr über den Verkehrswert Ihrer Immobilie erfahren? Hier erklären wir Ihnen ausführlich, wie der Verkehrswert ermittelt wird?
Was ist der Marktwert?
Umgangssprachlich hat sich der Begriff "Marktwert einer Immobilie" etabliert. Er bezeichnet den Kaufpreis, den ein Käufer bereit ist zu zahlen und der für den Verkäufer akzeptabel ist. Makler und Verkäufer verwenden den Begriff "Marktwert", weil er den Bezug zu Angebot und Nachfrage und der aktuellen Marktlage verdeutlicht. Im Gegensatz zum Verkehrswert hat der Marktwert rechtlich keine Bedeutung.
Marktwert oder Verkehrswert - häufige Missverständnisse
Viele Verkäufer gehen davon aus, dass der Marktwert Ihrer Immobilie höher liegt als der Verkehrswert. Das ist ein Irrglaube. Unter normalen Marktbedingungen sollten der Verkehrswert und der Marktwert deckungsgleich sein. Übersteigt die Nachfrage das Angebot, kann der Marktwert über dem Verkehrswert liegen.
Auch wenn Verkäufer aus emotionalen Gründen den Wert ihres Hauses höher einschätzen, setzen Sie für den Verkauf den Marktwert Ihrer Immobilie über dem Verkehrswert an. Ein Fehler! Denn ein zu hoher Preis lässt die Nachfrage sinken und erschwert den Immobilienverkauf
Haus unter Marktwert verkaufen - ist das erlaubt?
Der Verkauf einer Immobilie unter Marktwert ist grundsätzlich möglich, kann jedoch steuerliche und rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, insbesondere im Hinblick auf Schenkungssteuer, Pflichtteilsrechte und die steuerliche Bewertung des Verkaufspreises.
Grundsätzlich können Sie unter dem Marktwert der Immobilie verkaufen. Der Verkauf unter Marktwert gehört z. B. zur gängigen Praxis, wenn eine Immobilie innerhalb der Familie übertragen werden soll. Auch bei Renovierungsstau oder Liquiditätsbedarf bietet sich eventuell ein Immobilienverkauf unter Marktwert an.
Verkauf unter Marktwert - steuerliche Aspekte
Schenkungssteuer
Wird innerhalb der Familie eine Immobilie unter Marktwert verkauft, wertet das Finanzamt den Verkauf mitunter als eine gemischte Schenkung und erhebt Schenkungssteuer. Kinder können jedoch einen Freibetrag von 400.000 Euro pro Elternteil geltend machen und so die Schenkungssteuer umgehen bzw. senken.
Pflichtteilsrecht
Wer innerhalb der Familie eine Immobilie unter Marktwert verkauft, muss damit rechnen, dass das Finanzamt den Verkauf als "pflichtteilsergänzende Schenkung" wertet. Andere Kinder oder Erben können dann Ansprüche auf einen Pflichtteil erheben.
Familienverkauf vs. Marktkauf
Der Verkauf innerhalb der Familie hat den Vorteil, dass die Immobilie in der Familie bleibt. Doch können durch den geringen Kaufpreis Steuern anfallen. Beim Marktkauf orientiert sich die Preisgestaltung am realistischen Marktwert der Immobilie. Der Kaufpreis ist höher und es werden keine Steuern erhoben.
Wichtig:
Da ein Verkauf unter Marktwert der Immobilie eventuell steuerliche Nachteile mit sich bringt, sollten Sie unbedingt rechtzeitig rechtlichen oder steuerlichen Rat bei einem Steuerberater oder Fachanwalt einholen.
Immobilienwert kostenlos berechnen - ohne E-Mail?
Mit dem kostenlosen Homeday-Rechner können Sie den Marktwert Ihrer Immobilie schnell und ohne E-Mail-Angabe berechnen – dabei wird Ihr Ergebnis sicher und anonym behandelt.
Mit dem Homeday-Rechner können Sie unverbindlich und kostenlos den Marktwert Ihrer Immobilie berechnen. Für unsere Online-Immobilienbewertung sind nur wenige Angaben nötig.
Um sicherzustellen, dass das Ergebnis der Wertermittlung nicht von unbefugten Dritten abgerufen wird, benötigen wir Ihre E-Mail-Adresse. Auch können Sie anhand Ihrer E-Mail jederzeit das Ergebnis der Homeday-Immobilienbewertung abrufen.
Datenschutz & Transparenz
Die Online-Immobilienbewertung von Homeday erfolgt nach den strengen gesetzlichen Vorgaben der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO). Alle Angaben werden vertraulich behandelt und ohne Ihre Zustimmung nicht weitergegeben.
So funktioniert der Homeday-Rechner
Der kostenlose Homeday-Rechner ist benutzerfreundlich und sicher. Sie geben einfach die Eckdaten Ihrer Immobilie und wenige persönliche Angaben ein und erhalten mit unserem Immobilienwert-Rechner sofort einen objektiven Marktwert für Ihre Immobilie.
Sie möchten kostenlos den Wert Ihrer Immobilie erfahren? Hier geht es mit wenigen Klicks zum Marktwert - sicher und unverbindlich.
Marktwert Immobilie – FAQ
Marktwert-Definition: Was ist der Marktwert einer Immobilie?
Der Marktwert einer Immobilie bezeichnet den Preis, der sich für diese zu einem bestimmten Zeitpunkt am Markt erzielen lässt. Eine Marktwert-Definition liefert § 194 Baugesetzbuch (BauGB). Mehr zum Marktwert und seiner Definition erfahren
Was ist der Unterschied zwischen Verkehrswert und Marktwert einer Immobilie?
Marktwert und Verkehrswert – einen Unterschied gibt es hier nicht. Beide Begriffe bezeichnen dieselbe Sache. Verkehrswert und Marktwert können also synonym gebraucht werden, so wie es in der Praxis häufig geschieht.
Was ist höher: Verkehrswert oder Marktwert?
Die Begriffe Verkehrswert und Marktwert bezeichnen dieselbe Sache. Der Verkehrswert einer Immobilie ist damit genauso hoch wie ihr Marktwert. Erfahren Sie hier mehr zum Marktwert einer Immobilie
Wie kann man den Marktwert einer Immobilie berechnen?
Es gibt verschieden Verfahren, um den Marktwert einer Immobilie zu berechnen: das Vergleichswertverfahren, das Sachwertverfahren und das Ertragswertverfahren. Welche Methode wann zum Einsatz kommt, hängt unter anderem von der Art und Nutzung einer Immobilie ab.
Wie viel kostet ein Marktwertgutachten?
Das Marktwertgutachten eines öffentlich bestellten und vereidigten oder staatlich anerkannten Sachverständigen kostet in der Regel zwischen 0,5 Prozent und 1 Prozent des Marktwerts einer Immobilie. Für einen Immobilienverkauf benötigen Sie dieses offizielle Gutachten jedoch in der Regel nicht. Hier kann die kostenlose Wertermittlung bzw. Marktwertanalyse für Immobilien durch Homeday eine Alternative sein.
Wie unterscheidet sich der Marktwert von der Immobilienbewertung durch Banken?
Banken bewerten Ihre Immobilie, wenn diese als Sicherheit für ein langfristiges Darlehen eingesetzt werden soll und dafür eine Grundschuld im Grundbuch eingetragen wird. Da die Immobilie jedoch im Lauf der Zeit an Wert verliert und sich außerdem die Marktbedingungen ändern können, ermittelt die Bank einen Wert, den sie auch in einigen Jahren noch recht sicher mit dem Verkauf erzielen könnte. Dieser Beleihungswert liegt daher immer unter dem Marktwert der Immobilie. Üblich sind Abschläge zwischen 20 und 30 Prozent. Die Bank darf Ihnen dieses Wertgutachten übrigens nicht in Rechnung stellen.
Welche Rolle spielt die Energieeffizienz bei der Marktwertermittlung?
Spätestens seit der Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG), die zu Ihrem Inkrafttreten im Januar 2024 für große mediale Beachtung gesorgt hat, spielt die energetische Bilanz einer Immobilie nicht nur für Eigentümer, sondern auch für Käufer eine wichtige Rolle. Sie beeinflusst den Marktwert einer Immobilie vor allem deshalb, weil Neu-Eigentümer eine Bestandsimmobilie mit schlechten Energiewerten innerhalb von zwei Jahren energetisch mindestens so sanieren müssen, dass sie den Richtwerten des GEG entspricht. Das bedeutet: Kostenaufwand direkt nach dem Kauf. Der Marktwert einer Immobilie, die unsaniert ist, liegt daher unter dem einer bereits sanierten Immobilie.
Wie kann ich den Marktwert meiner Immobilie selbst berechnen?
Mit dem Homeday-Rechner können Sie kostenlos und unverbindlich den Wert Ihrer Immobilie ermitteln. Für unsere Online-Immobilienbewertung benötigen wir nur ein paar Angaben zu Ihrer Immobilie: Adresse, Baujahr, Gebäudetyp, Wohnfläche, Zustand.
Anhand dieser Angaben und den Daten von Vergleichsimmobilien in Ihrer Region berechnet der Homeday-Rechner den pauschalen Marktwert Ihrer Immobilie. Dieser Wert dient als erste Orientierung für einen möglichen Verkaufspreis. Individuelle Faktoren wie Lage, Bausubstanz oder Modernisierungen werden bei unserer Online-Bewertung nicht berechnet. Für eine detaillierte Wertermittlung stehen Ihnen jedoch unsere Homeday-Makler vor Ort zur Verfügung.
Ist der Marktwert höher als der Verkehrswert?
Grundsätzlich sind der Marktwert einer Immobilie und der Verkehrswert gleich. Spielen jedoch bestimmte Faktoren eine Rolle, kann der Marktwert höher als der Verkehrswert liegen. Denn während der Verkehrswert nach gesetzlichen Vorgaben von einem Sachverständigen berechnet wird, ermitteln Makler oder Verkäufer den Marktwert unter Berücksichtigung individueller Faktoren wie einer hohen Nachfrage zum Verkaufszeitpunkt oder baulicher Besonderheiten wie Swimmingpool oder Sauna. In diesen Fällen liegt der Marktwert meist über dem Verkehrswert.
Wer darf den Marktwert einer Immobilie offiziell berechnen?
Laut Gesetz dürfen ausschließlich zertifizierte Gutachter oder öffentlich bestellte Sachverständige den offiziellen Marktwert von Immobilien ermitteln. Anerkannte Verfahren wie das Vergleichswert-, Ertragswert- oder Sachwertverfahren bilden für die Experten die Grundlage für eine Immobilienbewertung nach der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV). Offizielle Gutachten sind gerichtlich anerkannt und sorgen bei juristischen Auseinandersetzungen für Rechtssicherheit.
Welche Tools zur Immobilienbewertung sind kostenlos und sicher?
Kostenlose und sichere Tools zur Immobilienbewertung bieten beispielsweise Immobilienportale wie Homeday. Bei diesen Online-Tools sind Datenschutz und die Berücksichtigung der Privatsphäre gewährleistet. Mit der Homeday-Immobilienbewertung lässt sich eine erste Wertermittlung berechnen. Dieser Marktwert der Immobilie liefert einen groben Richtwert, der sich als praktische Orientierungshilfe für Preisvergleiche eignet. Bei Erbstreitigkeiten oder Scheidungen werden nur offizielle Marktwertgutachten anerkannt.
Kann ich meine Immobilie auch ohne Gutachten verkaufen?
Sie können Ihre Immobilie auch ohne Gutachten verkaufen. Ein offizielles Wertgutachten ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Da Eigentümer den Marktwert ihrer Immobilie häufig zu hoch einschätzen, ist es ratsam, ein Wertgutachten vor dem Verkauf erstellen zu lassen. Ein solches Gutachten bildet die beste Basis, um einen marktgerechten Preis festzulegen. Auch sorgt es für Transparenz bei Verhandlungen und schafft Vertrauen zwischen Käufer und Verkäufer.
