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Trennungsjahr –
Das wird aus der Immobilie
Trennungsjahr –
Das wird aus der Immobilie
Trennungsjahr – Das wird aus der Immobilie

Das Trennungsjahr ist eine wichtige Voraussetzung für die spätere Scheidung einer Ehe. Was sich zunächst einfach anhört, wirft in der Praxis viele Fragen auf. Besonders, wenn die Noch-Eheleute gemeinsam eine Immobilie nutzen, ist einiges zu beachten.

Was ist das Trennungsjahr?

Eine Ehe wird geschieden, wenn sie gescheitert ist. Der Gesetzgeber verlangt von scheidungswilligen Ehepartnern, dass sie mindestens ein Jahr getrennt voneinander leben. Damit soll deutlich werden, dass es zwischen den Eheleuten keine Aussicht auf Versöhnung gibt. Häufig wird dieses Getrenntleben während des Trennungsjahres als "Trennung von Tisch und Bett" beschrieben. Im Trennungsjahr müssen die Noch-Eheleute jeder für sich ein eigenständiges Leben beginnen und den gemeinsamen Lebensalltag in zwei individuelle Lebenssituationen aufteilen. Das ist relativ einfach zu realisieren, wenn einer der Partner die gemeinsame Wohnung oder das gemeinsame Haus verlässt. Nicht nur aus finanziellen Gründen entscheiden sich viele Ehepartner aber dafür, das Trennungsjahr in der bisherigen Wohnstätte zumindest zeitweilig fortzusetzen. Dies kann sich jedoch schwierig gestalten. Denn: Wer während des Trennungsjahres gemeinsam eine Immobilie bewohnt, darf nur noch die Gemeinschaftsräume mit Küche und Bad gemeinsam nutzen. Jeder für sich muss einen eigenen Hausstand verwirklichen. Besonders das Trennungsjahr unter einem Dach bedarf einer sorgfältigen Dokumentation, in deren Mittelpunkt das getrennte Wirtschaften der Partner steht. Nicht selten kommt es bei getrennt lebenden Eheleuten zu vermeintlichen Unterbrechungen der Trennung, was häufig von einem der Partner ausgeht, der wieder zum anderen Partner zurückkehrt.

Wie wird das Trennungsjahr dokumentiert?

Im Gegensatz zu einer Scheidung müssen Scheidungswillige eine Trennung oder die Einleitung eines Trennungsjahres nicht formal beantragen oder einreichen. Normalerweise stellt die Einhaltung der Trennungszeit beim späteren Scheidungsantrag kein Problem dar, wenn sich beide Partner am Ende über deren Beginn und in ihrem Scheidungswillen einig sind. Sie geben dann auf Nachfrage beim Gericht den Zeitpunkt der Trennung gleichlautend an. Kommt es dabei zu Abweichungen und zu Auseinandersetzungen zwischen den Noch-Ehepartnern, können diese Umstände das Scheidungsverfahren erheblich verzögern sowie unter anderem zu höheren Rechtsanwaltskosten führen. Deshalb ist es empfehlenswert, den Zeitpunkt der Trennung und das Trennungsjahr zu dokumentieren. Das gilt insbesondere, wenn die Eheleute das Trennungsjahr zeitweilig oder sogar über einen längeren Zeitraum in einer gemeinsamen Immobilie verleben.

Für die Dokumentation bieten sich verschiedene Möglichkeiten an.

  1. Die Noch-Eheleute lassen den Beginn des Trennungsjahrs bei einem Notar gemeinsam beurkunden
  2. Die Noch-Eheleute lassen von einem Rechtsanwalt eine gemeinsame Erklärung aufsetzen
  3. Ein Ehepartner lässt eine einseitige Erklärung von einem Rechtsanwalt aufsetzen, die dieser dem anderen Partner zustellt

Vielfach wird in diesem Zusammenhang von einem sogenannten Trennungsbrief gesprochen. Dieser enthält unter anderem Erklärungen dazu, wie die Noch-Eheleute das getrennte Wirtschaften umsetzen und den genauen Zeitpunkt für den Beginn des Trennungsjahres.

Wann können Eheleute auf das Trennungsjahr verzichten?

Es ist nur möglich, auf ein Trennungsjahr zu verzichten beziehungsweise die Zeitspanne von einem Jahr zu verkürzen, wenn die Voraussetzungen für einen Härtefall vorliegen. Das heißt: Eine Scheidung ohne Trennungsjahr kann dann erfolgen, wenn die Fortsetzung der Ehe für einen der Partner eine besondere Härte darstellt, die diesem nicht zumutbar ist. Das ist beispielsweise der Fall, wenn einer der Partner wiederholt gewalttätig ist oder ein anhaltendes Drogenproblem vorliegt. Ein Verzicht auf das Trennungsjahr ist demnach als Ausnahme anzusehen, die besondere Umstände erfordert.

Wie ist im Trennungsjahr mit einer gemeinsamen Immobilie umzugehen?

Die Nutzung einer gemeinsamen Immobilie wirft nicht nur bei der Scheidung selbst, sondern schon während des Trennungsjahres praktische, finanzielle und rechtliche Fragen auf. In einem ersten Schritt sind die Eigentumsverhältnisse zu klären. Nicht immer sind beide Eheleute rechtlich gesehen Eigentümer der Immobilie. Gehört die Immobilie beiden Noch-Ehepartnern gemeinsam, und zieht einer der Partner bei einer Trennung aus der gemeinsam genutzten Immobilie aus, hat er einen Anspruch auf einen Nutzungsausgleich gegen den in der Immobilie verbleibenden Partner. Auf der anderen Seite sind noch zu tilgende Fremdfinanzierungen auch nach einer Trennung zu bedienen. Daraus können sich wirtschaftliche Belastungen und gegenseitige Ausgleichsansprüche ergeben. Wenn sich die beiden Partner bei der Trennung über deren Endgültigkeit und die spätere Scheidung einig sind, kann deshalb ein Verkauf der gemeinsamen Immobilie bereits im Trennungsjahr sinnvoll sein. Es kommt dabei auf die Umstände des einzelnen Falls an.
Im weiteren Verlauf der Trennung und bei der späteren Scheidung ergeben sich möglicherweise noch andere Möglichkeiten im Hinblick auf die Nutzung der gemeinsamen Immobilie. So ist neben einem Verkauf auch eine Teilung der Immobilie möglich. Zudem kommt auch die Alleinnutzung der Immobilie durch einen Beteiligten mit einer Ausgleichszahlung an den anderen in Betracht. Weitere Informationen insbesondere zum Immobilienverkauf bei Trennung und Scheidung finden Sie in unserem Ratgeberartikel „Haus und Scheidung“.

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