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Hausverkauf: Kosten für den Eigentümer

Bei einem Hausverkauf zahlt nicht nur der Käufer den vereinbarten Preis. Auch werden Gebühren fällig. Erfahren Sie hier, welche Kosten auf Sie zukommen.

Clarissa Freund

Immobilienredakteurin

16. Februar 2019 ·  13 Minuten Lesezeit

Brauche ich einen Energieausweis?

Seit 2009 müssen Eigentümer, die ihr Haus verkaufen, spätestens beim Besichtigungstermin einen Energieausweis für ihre Immobilie vorzeigen. Andernfalls drohen hohe Bußgelder. Die Kosten sind je nach Art des Energieausweises unterschiedlich hoch. Ein Verbrauchsausweis, der auf der Grundlage von Heiz- und Nebenkostenabrechnungen basiert, kostet den Verkäufer zwischen 50 und 80 Euro. Für einen Bedarfsausweis, für den ein Fachmann eine umfassende Analyse vor Ort vornimmt, zahlt er rund 300 Euro.

Fallen Notarkosten für mich an?

Ob Grundstück, Wohnung oder Haus: Nur mit Notar wird der Immobilienverkauf rechtsgültig. Der Notar übernimmt dabei die Rolle eines neutralen Mittlers zwischen Käufer und Verkäufer. Er erstellt den Immobilienkaufvertrag verliest diesen und ist dabei, wenn Käufer und Verkäufer ihn unterschreiben. Darüber hinaus besorgt er beispielsweise auch für den Vertrag relevante Dokumente oder beantragt die Umschreibung im Grundbuch.

Die Notarkosten beim Immobilienverkauf (inklusive dessen Auslagen sowie Gebühren des Grundbuchamts) übernimmt in der Regel der Käufer des Hauses. Ihre Höhe ist im Gerichts- und Notarkostengesetz(GNotKG) geregelt und unabhängig vom Aufwand, den der Notar betreibt. Die Kosten für den Notar betragen zwischen 1 bis 1,5 Prozent vom Kaufpreis der Immobilie.

Für den Verkäufer können in dieser Verkaufsphase beim Hausverkauf Kosten anfallen, wenn er Rechte Dritter – etwa die Grundschuld für seine Hausbank (siehe weiter unten) oder ein bestehendes Wohnrecht – löschen lässt.

Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?

Ist der Kaufvertrag unterschrieben, stehen die nächsten Kosten an: die Grunderwerbsteuer. Sie wird per Bescheid vom Finanzamt gefordert und ist spätestens einen Monat nach dessen Zustellung zu zahlen. In der Regel vereinbaren Verkäufer und Käufer im Kaufvertrag, dass die Grunderwerbsteuer vom Käufer zu tragen ist. Anders als die Grundsteuer fällt die Grunderwerbsteuer nur einmal an. Ihre Höhe ist abhängig vom Kaufpreis und variiert von Bundesland zu Bundesland. Sie liegt dabei zwischen 3,5 Prozent (Sachsen, Bayern) und 6,5 Prozent (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein, Thüringen). In Berlin beträgt sie sechs Prozent. Liegt der Kaufpreis unter 2.500 Euro, ist keine Grunderwerbsteuer zu zahlen.

Wann muss ich die Grundsteuer zahlen?

Die Grundsteuer ist eine Gemeindesteuer, die vom Käufer für den Grundstücksbesitz und dessen Bebauung gezahlt wird. Das Finanzamt teilt den Jahresbetrag meist auf vier Raten auf, fällig am 15. Februar, 15. Mai, 15. August und 15. November. Ihre Berechnung gestaltet sich dabei sehr komplex, da die jeweiligen Werte von unterschiedlichen Faktoren abhängen. So spielt es beispielsweise eine Rolle, in welchem Bundesland sich eine Immobilie befindet. Auch das zuständige Finanzamt und allen voran der Steuerhebesatz der jeweiligen Gemeinde beeinflussen den Wert und entsprechend die Kosten beim Hausverkauf.

Hinweis

Das Finanzamt gibt Auskunft darüber, wie viel Grundsteuer Immobilienbesitzer zahlen müssen. Außerdem versendet die Behörde automatisch einen Bescheid.

Wie viel kostet mich die Maklerprovision?

Da ein Hausverkauf für Laien ein erheblicher zeitlicher und organisatorischer Aufwand ist, empfiehlt es sich, einen Makler damit zu beauftragen. Ein guter Makler kümmert sich um jeden Schritt im Verkaufsprozess: Er vermarktet die Immobilie, führt Besichtigungen durch, prüft die Bonität potenzieller Kaufinteressenten und den Vertrag. Im Erfolgsfall erhält er für seine Arbeit eine Maklerprovision.

Unsere interaktive Karte zeigt Ihnen, wie viel Maklergebühren für Sie als Verkäufer und Ihren Käufer üblicherweise anfallen und wie viel Provision sich beim Immobilienverkauf mit einem Homeday-Makler sparen lässt:

Gut zu wissen: Bei Homeday verkaufen Eigentümer ihre Immobilie nicht nur provisionsfrei. Sie zahlen auch für Energieausweis, Grundbuchauszug und Co. keinen Cent. Starten Sie jetzt mit einer kostenfreien Immobilienbewertung den provisionsfreien Verkauf.

Welche Kosten fallen beim privaten Hausverkauf an?

Wer den Hausverkauf privat plant, muss Kosten für Aufgaben einkalkulieren, die ein Homeday-Makler kostenfrei übernehmen würde. Dazu zählen etwa die Kosten für die Anzeigenschaltung oder Gebühren bei Ämtern. Größer sind noch die sogenannten Opportunitätskosten beim Hausverkauf, also der Zeitaufwand, der Eigentümern beim privaten Verkauf entsteht: zum Beispiel für die Besichtigungen der Immobilie. Eine detaillierte Aufstellung aller Kosten finden Sie in unserem Artikel Hausverkauf privat.

Weitere Kosten beim Immobilienverkauf

Abhängig vom konkreten Verkaufsfall, können weitere Kosten beim Immobilienverkauf anfallen: etwa, wenn der Verkäufer seine Immobilie in Eigenregie verkauft, finanzielle Belastungen bestehen oder gesetzliche Fristen verletzt werden.

Wann fällt die Spekulationssteuer an?

Verkauft ein Eigentümer sein Haus weniger als zehn Jahre nach dessen Erwerb und macht damit Gewinn, verstößt er gegen die gesetzliche Spekulationsfrist. Dafür wird eine Steuer fällig, die umgangssprachlich den Namen Spekulationssteuer trägt. Ihre Höhe ist abhängig vom Einkommenssteuersatz des Verkäufers und dem Wertgewinn der Immobilie.

Nicht zahlen müssen Eigentümer die Steuer hingegen, wenn sie das Haus im Jahr des Verkaufs und in den beiden vorangegangenen Jahren selbst bewohnt haben.

Muss ich eine Vorfälligkeitsentschädigung zahlen?

Ist eine Immobilie zum Zeitpunkt des Verkaufs noch nicht abbezahlt und wird sie über einen Kredit finanziert, kann es beim Hausverkauf zu zusätzlichen Kosten kommen: Die Bank kann eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, wenn ihr durch die Auflösung des Kredits ein Zinsschaden entsteht.

Was kostet mich die Löschung der Grundschuld?

Als dingliches Pfandrecht fungiert die Grundschuld als Sicherheit für Gläubiger. So lässt sich etwa die Bank im Rahmen einer Baufinanzierung im Grundbuch eine Belastung in Höhe eines bestimmten Betrags eintragen. Da die Löschung der Grundschuld Gebühren kostet, lassen einige Eigentümer das Pfandrecht auch nach Tilgung des Kredits bestehen. Bei einem Hausverkauf kann der Käufer verlangen, die Immobilie lastenfrei zu übernehmen. Es ist dann Aufgabe des Verkäufers bzw. eines von ihm beauftragten Notars die Löschung der Grundschuld mithilfe der Löschungsbewilligung zu veranlassen. Für den Notar und die Gebühr des Grundbuchamts werden hier ungefähr 0,2 Prozent vom Wert der Grundschuld fällig.

Was kostet ein Wertgutachten?

Um einen angemessenen Angebotspreis festzulegen, lassen einige Verkäufer ihr Haus oder ihre Wohnung vor dem Verkauf schätzen. Je nachdem, wer den Immobilienwert ermittelt, fallen unterschiedliche Kosten für die Leistung an. Infrage kommen offizielle Gutachter, Architekten, Bauingenieure oder Immobilienmakler.

Tipp: Der Homeday-Makler erstellt für Sie kostenfrei und ohne Verpflichtung zum Verkauf eine detaillierte Immobilienbewertung. Darin erhalten Sie auch Informationen über Preisentwicklungen in Ihrer Wohnlage.

Lohnt es sich, vor dem Hausverkauf Kosten für eine Renovierung aufzuwenden ?

In einigen Fällen kann es sich lohnen, als Eigentümer vor dem Hausverkauf Kosten für eine Renovierung in Kauf zu nehmen. Denn Maßnahmen wie Gartenarbeiten oder Schönheitsreparaturen können den Immobilienwert und damit den Verkaufspreis um einen höheren Betrag als die Höhe der Kosten für die Maßnahme steigern. Erfahren Sie in unserem Ratgeberartikel, ob es sich lohnt, renoviert zu verkaufen. Auch Home Staging kann sich positiv auf den Verkaufspreis auswirken.

Hausverkauf: Kosten im Gesamtüberblick

Wofür? Wie hoch? Wer zahlt?
Energieausweis 50- 300 € Verkäufer
Notar und Grundbuchamt ca. 1,5 % des Kaufpreises Käufer
Grunderwerbsteuer Zwischen 3,5 und 6,5 % Käufer
Grundsteuer Unterschiedliche Höhe Käufer
Maklergebühren Zwischen 4,76 % und 7,14 % des Kaufpreises; bei Homeday: provisionsfrei für Verkäufer, 3,5 % oder 4,75 % für Käufer Käufer und Verkäufer oder allein der Käufer
Wertgutachten Abhängig vom Gutachter; bei Homeday erhalten Verkäufer die Immobilienbewertung kostenlos Verkäufer
Spekulationssteuer Abhängig vom Immobilienwert und Einkommenssteuersatz des Verkäufers Verkäufer
Löschung Grundschuld 0,2 Prozent vom Wert der Grundschuld Verkäufer
Vorfälligkeitsentschädigung Legt die Bank fest Verkäufer

Gut zu wissen: Beim Hausverkauf mit Homeday verkaufen Eigentümer nicht nur provisionsfrei. Es entstehen Verkäufern auch sonst keinerlei Kosten: Wir besorgen für sie sämtliche für den Hausverkauf notwendigen Dokumente, übernehmen die Anzeigekosten (inklusive professionellem Fotografen) und den Energieausweis.

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