Wohngebäudeversicherung im Vergleich: Ist Ihr Haus vollständig abgesichert?
Die Wohngebäudeversicherung schützt Ihr Haus vor hohen Schäden. Sturm, Leitungswasser oder Feuer treffen Eigentümer jedes Jahr. Starkregen und Hochwasser nehmen messbar zu.
Die Stiftung Warentest hat erneut Tarife mit Elementarschutz geprüft und das Ergebnis überrascht in vielen Punkten. Für Sie als Eigentümer zählt jetzt vor allem eines: Ist Ihr Haus im Ernstfall wirklich vollständig abgesichert?
Testergebnisse für Wohngebäudeversicherung im Überblick
Die Testergebnisse zeigen große Qualitätsunterschiede. Viele Premium-Tarife schneiden „sehr gut“ ab, jedoch fallenZahlreiche Basis-Tarife durch.
Anzahl Tarife | Qualitätsurteil | Bedeutung |
|---|---|---|
94 | Sehr gut (0,5–1,5) | Sehr umfangreicher Schutz |
15 | Gut (1,6–2,5) | Solider Schutz mit kleineren Einschränkungen |
5 | Befriedigend | Spürbare Lücken |
2 | Ausreichend | Deutliche Schwächen |
66 | Mangelhaft | Wichtige Leistungen fehlen |
Auffällig: 66 Tarife wurden auf „mangelhaft“ abgewertet. Grund war häufig fehlender Schutz bei grober Fahrlässigkeit. Wer bei Starkregen ein Kellerfenster offen lässt, riskiert sonst Leistungskürzungen.
Elementarschutz: Der entscheidende Baustein
Elementarschäden sind nicht automatisch versichert. Dazu zählen unter anderem:
Starkregen
Überschwemmung
Rückstau
Erdrutsch
Schneedruck
Viele Eigentümer unterschätzen dieses Risiko. Besonders bei älteren Gebäuden steigt die Schadenanfälligkeit. Im Test wurden Beiträge für zwei Modellorte berechnet: Regensburg und Bremen. Die Jahresbeiträge schwanken teils erheblich. Gleiche Leistungen kosten je nach Anbieter mehrere Hundert Euro mehr oder weniger
Preisunterschiede bei Wohngebäudeversicherungen
Die Beiträge reichen von unter 700 Euro bis deutlich über 2.500 Euro jährlich.
Tarifniveau | Beitrag pro Jahr (Modellorte) |
|---|---|
Sehr günstige Tarife | ca. 650–900 € |
Mittleres Segment | ca. 1.000–1.600 € |
Hochpreisige Tarife | über 2.000 € |
Wichtig: Ein niedriger Beitrag bedeutet nicht automatisch schlechten Schutz. Ein hoher Beitrag garantiert keinen optimalen Schutz. Viele günstige Basis-Tarife wurden im Test als „mangelhaft“ bewertet. Hier fehlte oft der Schutz bei grober Fahrlässigkeit im Elementarbereich.
Grobe Fahrlässigkeit: Ein zentrales Kriterium
Ein Tarif wurde im Test automatisch auf „mangelhaft“ abgewertet, wenn der Schutz bei grober Fahrlässigkeit fehlte.
Das betrifft unter anderem:
Unterlassene Wartung
Offene Fenster bei Unwetter
Fehlende Rückstausicherung
Für Eigentümer bedeutet das: Lesen Sie das Kleingedruckte genau. Viele Risiken zeigen sich erst im Schadenfall.
Berechnung nach Wohnfläche oder Wert 1914
Im Test wurden Tarife mit zwei Berechnungsmethoden geführt.
Berechnungsart | Bedeutung |
|---|---|
Wohnfläche (WFL) | Beitrag basiert auf Quadratmetern |
Wert 1914 | Fiktiver Neubauwert als Grundlage |
Beide Varianten haben Vor- und Nachteile. Wichtiger ist die korrekte Versicherungssumme. Eine zu niedrig angesetzte Summe führt zur Unterversicherung. Im Schadenfall erhalten Sie dann weniger Geld.
Was bedeutet das für Eigentümer?
Viele Immobilien haben in den letzten Jahren stark an Wert gewonnen. Gleichzeitig steigen Baukosten deutlich. Eine alte Versicherungssumme passt oft nicht mehr. Damit entsteht ein reales finanzielles Risiko.
Ein Beispiel aus der Praxis:
Ein Einfamilienhaus wurde vor 15 Jahren bewertet.
Seitdem stieg der Marktwert erheblich.
Die Versicherungssumme blieb unverändert.
Im Totalschaden fehlten mehrere zehntausend Euro.
Versicherungsschutz und Immobilienwert hängen zusammen
Die richtige Absicherung beginnt beim aktuellen Marktwert. Nur wer den realistischen Wert kennt, versichert korrekt.
Gerade bei Verkaufsabsicht ist das doppelt wichtig:
Käufer prüfen den Versicherungsschutz.
Banken verlangen realistische Angaben.
Ein falscher Wert erschwert die Finanzierung.
Hier setzt eine professionelle Wertermittlung an.
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Wann lohnt sich eine Maklerberatung zusätzlich?
Nicht jede Situation ist gleich. Manche Eigentümer prüfen ihre Versicherung im Zuge eines Verkaufs.
Eine persönliche Beratung vor Ort bringt Klarheit:
Wie hoch ist der reale Marktwert?
Gibt es Modernisierungsbedarf?
Welche Unterlagen erwarten Käufer?
Welche Risiken beeinflussen den Preis?
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Wenn Sie über einen Verkauf nachdenken, vereinbaren Sie eine individuelle Maklerberatung.
Fazit: Schutz prüfen, Wert kennen, Risiken vermeiden
Der Test zeigt klare Unterschiede zwischen den Tarifen. Besonders beim Elementarschutz gibt es große Qualitätslücken.
Für Eigentümer gilt:
Prüfen Sie den Schutz bei grober Fahrlässigkeit.
Kontrollieren Sie die Versicherungssumme.
Berücksichtigen Sie aktuelle Bau- und Marktwerte.
Ihr Haus stellt oft den größten Vermögenswert dar. Transparenz schafft Sicherheit.
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