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Baukindergeld für Eigentümer:
Das plant die Regierung
Baukindergeld für Eigentümer:
Das plant die Regierung
Baukindergeld für Eigentümer:
Das plant die Regierung

Um Familien beim Hausbau oder -kauf zu unterstützen, will die Bundesregierung ein sogenanntes Baukindergeld einführen. Erfahren Sie u.a., welche Bedingungen dafür gelten sollen und welche Risiken es birgt.

Was ist unter dem Baukindergeld zu verstehen?

Das Baukindergeld ist eine von der Bundesregierung geplante und in den Koalitionsgesprächen verhandelte staatliche Bauförderung. Sie soll Familien mit Kindern ermöglichen, sich auch in Zeiten steigender Immobilienpreise eigenen Wohnraum zu leisten. Das Baukindergeld knüpft damit an die bis 2006 bestehende Eigenheimzulage an. Ein Gesetz zum Baukindergeld wurde jedoch noch nicht verabschiedet.

Wie an seiner Bezeichnung zu erkennen ist, wird das Baukindergeld vom Kindergeld abhängen. Das bedeutet, dass die staatliche Bauförderung nur Elternteilen zusteht, die noch Kindergeld beziehen und die geförderte Immobilie selbst mit ihrem Kind bewohnen. Darüber hinaus ist das Baukindergeld auch vom Einkommen der Eltern abhängig.

Die Bundesregierung geht davon aus, dass rund 200.000 Familien mit 300.000 Kindern Anspruch auf die Förderung haben.

Wie hoch fällt das Baukindergeld aus?

Ähnlich der früheren Eigenheimzulage soll das Baukindergeld über einen Zeitraum von zehn Jahren gewährt werden. Der jährliche Baukindergeldzuschuss könnte bis zu 1.200 Euro pro Kind, also insgesamt 12.000 Euro betragen. Solange es jedoch noch keine Einigung hierüber in der Bundesregierung gibt, ist eine verlässliche Summe nicht vorherzusagen.

Welche Einkommensgrenze gilt für das Baukindergeld?

Das Baukindergeld sieht eine jährliche Einkommensgrenze des zu versteuernden Haushaltseinkommens vor, die voraussichtlich bei 75.000 Euro liegt. Hinzu kommt ein Freibetrag von 15.000 pro Kind. Anspruch auf Kindergeld besteht bis zum Alter von 25 Jahren, wenn die Kinder kein eigenes Einkommen beziehen. Diese Altersgrenze soll auch für das Baukindergeld gelten.

Innerhalb der Regierungskoalition weichen die Vorstellungen zur Einkommensgrenze und Höhe des Baukindergelds voneinander ab. Es bleibt daher abzuwarten, auf welche Summen sich die Politiker letztlich einigen.

Ab wann ist das Baukindergeld geplant?

Ob und wann das Baukindergeld eingeführt wird, ist bislang noch nicht absehbar. Mit Sicherheit wird es nicht rückwirkend gezahlt werden.

Welche Behörde ist zuständig für das Baukindergeld?

Derzeit steht noch nicht fest, welches Amt für das Baukindergeld zuständig ist. Vorstellbar ist, dass das Finanzamt das Baukindergeld regelt.

Sind mit dem Baukindergeld bestimmte Risiken verbunden?

Mit dem Baukindergeld sind verschiedene Risiken verbunden, die generell mit der Immobilienfinanzierung einhergehen. So bedeutet der Kauf oder Bau einer Immobilie trotz niedriger Zinssätze eine jahrzehntelange finanzielle Belastung. Eigenheimhypotheken werden über unterschiedlich lange Zeiträume abgeschlossen. Anschließend wird ein neuer Darlehensvertrag vereinbart, sofern das Eigenheim noch nicht vollständig abbezahlt wurde. Ob die Zinsen jedoch auf dem aktuell niedrigen Niveau bleiben werden, ist unsicher. Die Zinsentwicklung ist von vielen Faktoren abhängig und schwer vorhersehbar. Jeder weitere Darlehensabschluss birgt somit das Risiko eines weitaus höheren Zinssatzes. Damit steigen die monatlichen Belastungen und verlängern die Laufzeit bis zur vollständigen Abzahlung.

Aufgrund rasant steigender Immobilienpreise besteht die Gefahr der Überschuldung, wenn beispielsweise ein Familienmitglied kein Einkommen mehr erzielt. Der Verlust des Arbeitsplatzes oder eine plötzliche Erkrankung tragen mit dazu bei, das monetäre Kartenhaus zum Einsturz zu bringen. Jede Immobilie stellt darüber hinaus einen unberechenbaren Kostenfaktor dar. Unvorhersehbare Mängelbeseitigungen belasten das ohnehin Budget zusätzlich. Eine zu knapp bemessene Finanzierung stellt einkommensschwache Familien daher häufig vor schwer zu bewältigende Herausforderungen.

Darüber hinaus bestimmt die Nachfrage den Preis. Je mehr Familien sich für eine Immobilie entscheiden, umso massiver werden die Immobilienpreise ansteigen. Die staatlichen Zuschüsse werden so durch erhöhte Kaufbereitschaft den Immobilienmarkt zusätzlich belasten. Da sich auch die Kosten des Notars, der Maklerprovision und Grunderwerbssteuer am Immobilienpreis orientieren, werden auch diese automatisch zu einer finanziellen Herausforderung für Familien mit dem Wunsch nach einem Eigenheim.

Hinweis

Mit dem Immobilienkauf fallen verschiedene Nebenkosten an, beispielsweise für den Notar oder Ein- und Austragungen im Grundbuch. Detaillierte Informationen dazu erhalten Sie in unserem Ratgebertext.
Zum Artikel: Erwerbsnebenkosten beim Immobilienkauf