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    Erschwingliche Immobilien vielerorts Mangelware

    Eine zum Verkauf stehende Immobilie in Deutschland kostet heute durchschnittlich 265.000 Euro. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Berechnung von Homeday.* Eine enorme Summe und für den Käufer oft die größte Investition seines Lebens. Doch wie weit kommen Kaufinteressierte vor Ort tatsächlich mit einem solchen Betrag? Wo gibt es eine breite Auswahl an erschwinglichen Immobilien, wenn man den durchschnittlichen Angebotspreis (Median) als oberen Grenzwert anlegt? Und wo bieten die Immobilienmärkte wenig Spielraum?

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    Wie die Homeday-Analyse für die 150 größten deutschen Städte verdeutlicht, variiert das tatsächliche Angebot – entsprechend des regionalen Preisniveaus – erheblich. Während in Städten wie  Plauen , Zwickau und   Gera  mehr als 85 Prozent aller angebotenen Immobilien erschwinglich sind, bleiben dem Durchschnittskäufer in Frankfurt am Main  und Hamburg etwa vier Fünftel des Marktes verschlossen. In München  sind es sogar mehr als 90 Prozent.

    Wo Max Mustermann beim Immobilienkauf schlechte Karten hat

    Neben München, Frankfurt am Main und Hamburg fällt das Angebot an erschwinglichen Immobilien auch in  Ingolstadt Rüsselsheim am Main Erlangen Konstanz Norderstedt Landshut  und  Stuttgart  (73 % - 76 % der Angebote teurer als der bundesweite Median) sehr übersichtlich aus. Insgesamt liegen in zehn weiteren Städten, darunter  Wiesbaden Freiburg im Breisgau Düsseldorf und  Münster  mehr als zwei Drittel der Inserate oberhalb des angesetzten Budgets.

    Insbesondere in der bayerischen Landeshauptstadt mit Quadratmeterpreisen jenseits der 7.000 Euro für Wohneigentum ist die Auswahl stark begrenzt. Fällt das Angebot an Häusern bei einer Investitionssumme von 265.000 Euro faktisch auf Null, bleiben auch bei den Eigentumswohnungen nur elf Prozent im vorgegebenen Preisrahmen übrig. Für viel mehr als eine Singlewohnung mit maximal 35 bis 40 Quadratmetern Wohnfläche aus dem Bestand reicht es in München in der Regel aber nicht.

    Datenblatt:
    Zur ausführlichen Vergleichstabelle für alle 150 untersuchten Städte:

    Preise für Wohneigentum und Verfügbarkeit erschwinglicher Immobilien in 2019

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    Ähnlich schlechte Karten beim Hauserwerb haben Durchschnittskäufer auch in Konstanz,  Karlsruhe Sindelfingen Esslingen  und  Friedrichshafen . Auch hier ist ein Markt für erschwingliche Eigenheime (mehr als 98 Prozent der Angebote über dem bundesweiten Median) bei Quadratmeterpreisen ab 3.500 Euro nicht existent.
    Gleiches trifft auch auf die Metropolstädte  Berlin  und Düsseldorf zu. Während sich die Häusermärkte üblicherweise in anderen preislichen Regionen bewegen, gelten immerhin rund 40 Prozent der verfügbaren Eigentumswohnungen als erschwinglich. Spürbar weniger Auswahlmöglichkeiten bieten sich Käufern allerdings ab einer Größe von drei Zimmern. Bei einem vierten Raum sind bereits 90 Prozent des Marktes nicht mehr verfügbar.

    Grafik: Erschwingliche Immobilien sind Mangelware

    Erschwingliche Regionen vor allem in Ostdeutschland und Nordrhein-Westfalen

    Bundesweit liegen die mittleren Verkaufserlöse für Häuser mit rund 298.000 Euro fast 80.000 Euro über den Preisen von Eigentumswohnungen, dementsprechend fällt das Angebot an erschwinglichen Wohnungen vielerorts erheblich größer aus.

    Dieser Sachverhalt zeigt sich vor allem in den vergleichsweise günstigen Städten und Regionen. Passen in Plauen, Dessau, Zwickau und Gera mindestens zwei Drittel der Häuser ins Budget, so gibt es mit Blick auf die zum Verkauf stehenden Eigentumswohnungen fast keine Einschränkungen bei der Auswahl. Wohnungen, die vor Ort für mehr als eine Viertelmillion Euro angeboten werden, sind bei einem lokalen Preisniveau von 550 bis 800 Euro für den Quadratmeter die große Ausnahme.
    Auch in vielen nordrhein-westfälischen Städten wie Gladbeck Herne , Gelsenkirchen  ,  Hagen  oder  Duisburg  ist die Marktlage ähnlich. Wer dort nach erschwinglichen Eigentumswohnungen sucht, muss bei den Inseraten kaum Abstriche machen (verfügbares Marktvolumen höher als 94 Prozent).

    „Die großen regionalen Unterschiede bei den Immobilienangeboten und -preisen werden in naher Zukunft weiter zunehmen”, macht Steffen Wicker, Gründer und Geschäftsführer von Homeday, deutlich. „Insbesondere in stark nachgefragten Ballungsräumen gestaltet sich die Suche nach dem Immobilien-Schnäppchen zusehends schwieriger und bleibt immer öfter erfolglos. Andere Regionen, die mit einem anhaltenden Bevölkerungsrückgang zu kämpfen haben, fallen dagegen weiter ab. Profiteure der Entwicklung sind Städte und Gemeinden mit guter Infrastruktur oder Anbindung an das regionale Zentrum, die aufgrund der Preisentwicklung in den Metropolen an Attraktivität gewinnen”, so der Immobilienexperte.

    *Für seine lokalen Marktanalysen in den 150 größten deutschen Städten und um den bundesweiten Medianpreis zu bestimmen, hat Homeday die veröffentlichten Verkaufsinserate aus rund 400 Quellen – Immobilienportale, überregionale und regionale Tageszeitungen sowie lokale Anzeigenblätter – für die letzten zwölf Monate ausgewertet. Den Berechnungen liegen mehr als 375.000 veröffentlichte Verkaufsangebote für Immobilien der letzten zwölf Monate zugrunde.

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