Moment! Wir haben noch etwas für Sie…
Nutzen Sie unsere kostenlose Immobilienbewertung.
Ihr Bewertungsformular wurde minimiert. Sie können es jederzeit wieder aufrufen.
Kundenservice

Das haben unsere Kunden oft gefragt:
Fragen und Antworten - FAQ

Rückruftermin vereinbaren
Sie können uns unter 030 120 849 110 anrufen oder besser noch, einen
Rückruf vereinbaren. So können wir
Ihnen den bestmöglichen Service bieten.

Rückruf vereinbaren

Hausverkauf privat:
So viel kostet der Zeitaufwand
Hausverkauf privat:
So viel kostet der Zeitaufwand
Hausverkauf privat: So viel kostet der Zeitaufwand

Clarissa Freund

Immobilienredakteurin

24. April 2018 ·  11 Minuten Lesezeit

Während die meisten Immobilienverkäufer einen Makler beauftragen, nehmen einige den Verkauf selbst in die Hand. Homeday erklärt, wie hoch der Zeitaufwand ist und welche Kosten dabei anfallen.

Diese Aufgaben müssen private Verkäufer übernehmen

Wer sein Haus oder seine Wohnung im Alleingang verkauft, muss eine Reihe von Aufgaben erledigen, die üblicherweise ein Makler übernimmt. Dazu gehören die folgenden:

  • Angebotspreis festlegen
  • notwendige Dokumente besorgen
  • Immobilie vermarkten
  • potenzielle Käufer auswählen
  • Besichtigungen organisieren und durchführen
  • Zahlungsfähigkeit der Interessenten prüfen
  • Kaufpreis verhandeln
  • Immobilie übergeben

Welcher zeitliche und finanzielle Aufwand mit diesen Aufgaben auf den Eigentümer zukommt, erfahren Sie nachfolgend. Außerdem finden Sie am Ende des Artikels eine Aufstellung aller Kosten, die anfallen, wenn der Eigentümer den Hausverkauf privat in die Hand nimmt.

Angebotspreis festlegen

Der Angebotspreis entscheidet wesentlich darüber, ob sich ein Käufer für eine Immobilie findet. Um ihn richtig festzulegen, sollten Eigentümer wissen, was ihre Immobilie wert ist. Eine Möglichkeit besteht darin, den Wert vergleichbarer Immobilien in Erfahrung zu bringen. Als Recherchequellen bieten sich hier Immobilienportale sowie Immobilienanzeigen in regionalen Zeitungen an. Abhängig vom Zustand des Gebäudes können die Preise jedoch stark abweichen. Wer den Hausverkauf privat abwickeln will, sollte hier gründlich recherchieren und den Immobilienmarkt über einen längeren Zeitraum, am besten über mehrere Wochen, beobachten. Denn ein einmal falsch angesetzter Angebotspreis kann dazu führen, dass die Immobilie entweder unter ihrem Wert verkauft wird oder sich überhaupt kein Käufer dafür findet.

Eine zuverlässige, jedoch auch kostspielige Preiseinschätzung bietet ein Immobiliengutachter. Er bewertet die Immobilie anhand verschiedener Kriterien wie Zustand und Lage und erstellt ein Wertgutachten. Seine Dienstleistung kann – abhängig vom Wert der Immobilie – mehrere tausend Euro kosten. Das Gutachten allein garantiert jedoch nicht, dass sich bei dem angesetzten Preis auch ein Käufer findet.

Tipp: Die Homeday-Makler kennen den regionalen Markt und bewerten Ihre Immobilie kostenlos und ohne Verpflichtung zum Verkauf.

Unterlagen beschaffen

Für den Immobilienverkauf benötigen Verkäufer einige Unterlagen, die teils zeitaufwendig beschafft werden müssen und Geld kosten. Einige Dokumente sollten Eigentümer daher am besten zu Beginn des Verkaufsprozesses bei den entsprechenden Behörden und Dienstleistern beantragen.

Eine Auswahl der Unterlagen:

  • Energieausweis
  • gegebenenfalls bemaßter Grundriss
  • gegebenenfalls Wohnflächenberechnung
  • Grundbuchauszug
  • gegebenenfalls Sanierungsnachweise
  • gegebenenfalls Nebenkostenabrechnung
  • bei Kapitalanlagen: Mietvertrag sowie ggf. Nachweise über Mietzahlungen und Mieterhöhungen
  • bei Wohnungen: Teilungserklärung, Wirtschaftsplan, Hausgeldabrechnung und Eigentümerversammlungsprotokolle
Hinweis

Fehlen wichtige Unterlagen, kann dies nicht nur den Verkauf erheblich verzögern und gegebenenfalls zum Platzen bringen. Für den Verkäufer besteht auch ein finanzielles Risiko. So drohen etwa Bußgelder in Höhe von bis zu 15.000 Euro, wenn der Energieausweis in bestimmten Phasen des Verkaufsprozesses nicht vorliegt.

Um sie später potenziellen Käufern oder deren Banken zur Verfügung zu stellen, sollten sich Verkäufer zudem die Zeit nehmen, um die Dokumente zu digitalisieren. Wer den Hausverkauf privat in die Hand nimmt, sollte mindestens zehn Stunden für diese Phases des Verkaufsprozesses einplanen.

Immobilie vermarkten

Ist der Angebotspreis festgelegt, gilt es, Interessenten auf die Immobilie aufmerksam zu machen. Dafür eignen sich neben Zeitungsinseraten vor allem Anzeigen auf den großen Immobilienportalen wie ImmobilienScout24 oder Immowelt. Dabei kommen – je nach Angebotsdauer – unterschiedliche Kosten auf den Verkäufer zu. Ein Inserat auf ImmobilienScout24 kostet den Privatverkäufer allein für eine Laufzeit von drei Monaten zwischen 250 Euro und 450 Euro. Der private Hausverkauf dauert in der Regel jedoch länger und die Anzeigenkosten steigen entsprechend. Um möglichst viele Interessenten zu erreichen, sollte die Immobilie zudem über mehr als ein Portal beworben werden.

Die Immobilienanzeige sollte ein ansprechendes Exposé darstellen, das auf den ersten Blick durch seine qualitativ hochwertigen Fotos auffällt. Es ist daher notwendig, einen professionellen Fotografen zu engagieren, der die Vorzüge der Immobilie wiedergibt. Die Kosten für ein Shooting variieren je nach Zeitaufwand und Größe der Immobilie. Rund 300 Euro sind mindestens einzuplanen.

Neben den Fotos der Immobilie spielt auch der Freitext der Anzeige eine wesentliche Rolle für den Verkauf. Er sollte alle wichtigen Informationen zur Immobilie enthalten. Dazu zählen etwa Lage, Zustand und Besonderheiten. Es ist daher wichtig, sich für die Beschreibung ausreichend Zeit zu nehmen und zuvor andere Exposés zu lesen. Verkäufer sollten insgesamt fünf Stunden für die Anzeigenerstellung einplanen.

Bewerbungen sichten

Je nach Nachfrage und Attraktivität des Exposés melden sich unterschiedliche Interessenten für die Immobilie. Wer den Hausverkauf privat abwickelt, muss in dieser Phase des Verkaufsprozesses die Anfragen potenzieller Käufer sichten und Interessenten für Besichtigungstermine auswählen. Gleichzeitig gilt es, etwaige Fragen der Interessenten zu beantworten und Unterlagen zu übermitteln. Ein Zeitaufwand von zehn Stunden ist ein realistischer Wert, an dem sich Verkäufer hier orientieren können.

Besichtigung der Immobilie

Sind die passenden Interessenten ausgewählt, gilt es, Besichtigungstermine auszumachen und diese für jeden Interessenten einzeln durchzuführen. Je nach Größe der Immobilie sollten Verkäufer dabei 30 bis 60 Minuten pro Besichtigung einplanen. Zehn Stunden kommen hier – inklusive Terminabsagen und Neuvereinbarungen – mindestens zusammen.

Verkäufer von vermieteten Immobilien sollten die Besichtigungen mit dem Mieter abstimmen und entsprechend eine Vorlaufzeit einplanen. Bei unvermieteten oder vom Eigentümer bewohnten Immobilien gilt es, die Immobilie für die Termine vorzubereiten. Welche Maßnahmen Verkäufer dafür am besten ergreifen, erfahren sie in unserem Artikel Wohnungsbesichtigung planen. Durchschnittlicher Zeitaufwand: fünf bis zehn Stunden.

Nach den Besichtigungen steht für Immobilienverkäufer die Nachbereitung an. Hier gilt es, Fragen der Interessenten zu beantworten und etwaige Unterlagen nachzureichen. Der geschätzte Zeitaufwand liegt bei fünf bis zehn Stunden.

Verkauf vorbereiten

Sind potenzielle Käufer gefunden, steht die Kaufpreisverhandlung an. Sie kann telefonisch, per Mail oder persönlich stattfinden und nimmt entsprechend Zeit in Anspruch. Verkäufer sollten sich gut auf die Verkaufsverhandlung vorbereiten. Denn Käufer versuchen in der Regel, den Kaufpreis zu drücken. Hier gilt es, sich auf etwaige Argumente vorzubereiten, um den eigenen Wunschpreis durchzusetzen – wahrscheinlich die größte Herausforderung, wenn der Hausverkauf privat erfolgt. Denn über Geld spricht bekanntlich niemand gern.

Nachdem der Verkäufer die Finanzierung der Anwärter geprüft hat, entscheidet er darüber, wer die Immobilie erhält. In der Regel möchten potenzielle Käufer oder deren Sachverständige die Immobilie zudem ein zweites Mal besichtigen – ein weiterer zusätzlicher Zeitaufwand.
Hat der Käufer den Notar beauftragt, spricht der Verkäufer mit ihm die Inhalte des Kaufvertrags ab und stellt ihm alle relevanten Unterlagen zur Verfügung. Ist der Kaufvertrag erstellt, sollte der Verkäufer diesen sorgfältig prüfen und sich gegebenenfalls mit dem Käufer dazu abstimmen. Ein Zeitaufwand von zehn bis 15 Stunden ist eine realistische Kalkulation für diese Phase des Verkaufsprozesses.

Verkauf abschließen

Sind sich beide Parteien einig, findet der rund zwei- bis dreistündige Notartermin statt, bei dem Verkäufer und Käufer den Vertrag unterzeichnen. Sobald der Käufer den Kaufpreis überwiesen hat und der Nutzen-Lasten-Wechsel stattgefunden hat, trifft sich der Verkäufer, insbesondere bei unvermieteten Immobilien, zur Übergabe von Schlüsseln und Unterlagen (rund zwei Stunden).

Berechnungsbeispiel: Kosten nach Zeitaufwand

Die nachfolgende Berechnung zeigt die Opportunitätskosten eines privaten Immobilienverkaufs, sprich: die Kosten, die – gemessen am Zeitaufwand – für einen Verkäufer entstehen, der den Hausverkauf privat leistet. In der Beispielrechnung wird von einem Bruttogehalt von 4.000 Euro ausgegangen:

Posten Zeitaufwand in Stunden Kosten (auch extern)
Angebotspreis ermitteln 1.500 Euro für den Gutachter
Dokumente zusammenstellen und digitalisieren (inklusive Behördengänge) 10
Energieausweis 50-300 Euro
Fotograf (extern) 300 Euro
Anzeigen auf verschiedenen Portalen erstellen 5 + Anzeigenkosten rund 900 Euro
Anfragen sichten und bearbeiten 10
Immobilie für Besichtigung vorbereiten 8
Besichtigungen inklusive Terminabsagen und Neuvereinbarungen 10
Nachbearbeitung Besichtigung 7
Zweitbesichtigung 2
Kaufpreisverhandlung 3
Vorab-Kommunikation mit dem Notar 4
Evtl. Verhandlung mit Käufer zu Vertrag 4
Notartermin 3
Übergabe Immobilie 2
Fahrtzeiten insgesamt ca. 5 + Fahrtkosten
Risikofaktoren wie die falsche Auswahl der Kaufinteressenten oder Verzögerungen bei der Beschaffung der Dokumente 10
Zeit-Kosten-Aufwand 83 2.075 Euro Kosten eigener Aufwand + 300 Euro Kosten Fotograf + 1.500 Euro Gutachter + 300 Euro Energieausweis + 900 Euro Kosten Anzeige= 5.075 Euro

Die Opportunitätskosten beim privaten Hausverkauf liegen damit bei mehr als 5.000 Euro (ausgegangen von einem Stundenlohn von 25 Euro). Dabei sind Posten wie Fahrtkosten, Gebühren von Behörden sowie weitere Serviceleistungen noch nicht berücksichtigt.

Unser Tipp: Gehen Sie als Verkäufer kein Risiko ein und sparen Sie Zeit, Kosten und vor allem Nerven. Homeday unterstützt Sie im gesamten Verkaufsprozess: vom richtigen Angebotspreis über die Kaufpreisverhandlung bis hin zur Schlüsselübergabe. Wir übernehmen auch die Kosten für Energieausweis, Fotograf, Grundbuchauszug und die Anzeige. Darüber hinaus prüfen wir alle Fallstricke, um Ihren Verkauf schnell und reibungslos abzuwickeln. Das Beste: Als Verkäufer zahlen Sie bei Homeday keine Provision und auch sonst keine Gebühren für unseren Service. Starten Sie jetzt den Verkaufprozess mit einer kostenlosen Bewertung Ihrer Immobilie durch einen Homeday-Makler.

Zertifizierter Datenschutz
Begeisterte Kunden