Von der Immobilienkrise bis zur Marktkorrektur: Der deutsche Immobilienmarkt sendet widersprüchliche Signale. Hier erfahren Sie, was Experten prognostizieren, welche Regionen besonders betroffen sind – und was das für Eigentümer, Käufer und Verkäufer bedeutet.

Immobilienblase Deutschland 2026: Platzt sie – und wann sinken die Preise?

Andreas König

Andreas König

Immobilienredakteur

Von der Immobilienkrise bis zur Marktkorrektur: Der deutsche Immobilienmarkt sendet widersprüchliche Signale. Hier erfahren Sie, was Experten prognostizieren, welche Regionen besonders betroffen sind – und was das für Eigentümer, Käufer und Verkäufer bedeutet.

Auf einen Blick: Die wichtigsten Fragen

  • Platzt die Immobilienblase 2026 in Deutschland? Nach dem starken Preisrückgang 2022–2024 erholen sich viele Märkte wieder. Eine klassische „Blase" mit abruptem Crash gilt Experten zufolge als unwahrscheinlich – aber regional gibt es erhebliche Unterschiede.

  • Werden die Immobilienpreise 2026 sinken? In wirtschaftsschwachen Regionen ja. In Großstädten und wirtschaftsstarken Gebieten stabilisieren oder steigen die Preise bereits wieder leicht.

  • Wann ist ein guter Zeitpunkt zum Verkaufen? Die Nachfrage zieht 2026 wieder an. Wer in einer gefragten Lage verkauft, kann aktuell gute Preise erzielen.

Inhaltsverzeichnis

  1. Was ist eine Immobilienblase?

  2. Gibt es 2026 eine Immobilienblase in Deutschland?

  3. Immobilienpreise 2026: Prognose nach Region

  4. Wann sinken die Immobilienpreise – und wann steigen sie wieder?

  5. Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland 2009-2024

  6. Immobilienkrise oder Korrektur? Der Unterschied

  7. Babyboomer und der „Silver Tsunami": Was droht dem Markt?

  8. Einfluss von Klima- und Energieeffizienz auf die Immobilienpreise bis 2026

  9. Refinanzierungskrise: Eine unterschätzte Gefahr?

  10. Warnsignale für einen Immobiliencrash

  11. Was passiert, wenn die Immobilienblase platzt?

  12. Was bedeutet das für Käufer, Verkäufer und Eigentümer?

  13. Fazit

  14. FAQ

,,Einen plötzlichen Crash erwarten wir nicht, wohl aber eine spürbare Marktkorrektur. Gerade jetzt ist Besonnenheit gefragt. Wer fundierte Daten nutzt und die eigene Situation objektiv prüft, trifft auch 2026 die besten Entscheidungen am Markt.‘‘ - Dr. Robert Wagner (CEO Immowelt & Homeday)

1. Was ist eine Immobilienblase?

Eine Immobilienblase entsteht, wenn Immobilienpreise über einen längeren Zeitraum weit über ihrem fundamentalen Wert liegen – getrieben von Spekulation, billigem Kredit und überschwänglicher Nachfrage. Wenn die Blase „platzt", fallen die Preise abrupt und stark.

Typische Merkmale einer Immobilienblase:

  • Preisanstieg weit über Inflation und Einkommenswachstum

  • Kreditfinanzierter Kauf als „Investition" statt zur Eigennutzung

  • Hohe Leerstandsquoten trotz steigender Preise

  • Überbewertung laut internationalen Indizes (z. B. UBS Global Real Estate Bubble Index)

Was eine Immobilienblase NICHT ist:

Ein vorübergehender Preisrückgang aufgrund höherer Zinsen oder sinkender Nachfrage ist keine geplatzte Blase – sondern eine Marktkorrektur. Genau das hat Deutschland 2022–2024 erlebt.

2. Gibt es 2026 eine Immobilienblase in Deutschland?

Die aktuelle Lage auf dem deutschen Immobilienmarkt (2026)

Nach dem historischen Zinsschock 2022 und den darauf folgenden Preisrückgängen von bis zu 15 % in manchen Segmenten zeigt der Markt 2026 erste Zeichen der Stabilisierung. Die wichtigsten Trends auf einen Blick:

Preise erholen sich – aber langsam und ungleichmäßig

In wirtschaftsstarken Regionen wie München, Hamburg und Stuttgart steigen die Preise wieder leicht. In strukturschwachen Gebieten (Teile Ostdeutschlands, ländliche Räume in NRW) sinken sie weiter.

Nachfrage zieht wieder an

Sinkende Bauzinsen – der EZB-Leitzins wurde seit Ende 2023 mehrfach gesenkt – machen Baufinanzierungen wieder erschwinglicher. Die Kaufnachfrage steigt, bleibt aber unter dem Höchststand von 2021.

Angebot bleibt knapp

Wegen des Einbruchs im Neubau seit 2022 fehlen in Deutschland hunderttausende Wohnungen. Das stützt die Preise in Ballungsräumen nachhaltig.

Platzt die Immobilienblase 2026?

Die meisten Ökonomen antworten mit Nein – aus einem entscheidenden Grund: Für eine echte Blase fehlen die typischen Spekulationsexzesse. Der Preisanstieg bis 2022 war zu großen Teilen fundamental begründet (Wohnungsmangel, Niedrigzinsen). Eine geordnete Korrektur, keine Blase.

⚠️ Ausnahme: In bestimmten Großstadtlagen, wo Preise noch immer weit über Fundamentalwert liegen (z. B. München, Düsseldorf in einzelnen Segmenten), besteht weiterhin ein erhöhtes Rückschlagrisiko.

3. Immobilienpreise 2026: Prognose nach Region

Der deutsche Immobilienmarkt ist kein einheitlicher Markt – er ist eine Patchwork-Landschaft aus Boomregionen, Stagnationsgebieten und strukturellen Problemzonen.

 Immobilienblase 2026 in Deutschland – kein Crash, aber kein Boom

München

Immobilienpreise in München blieben auch nach der Korrektur auf sehr hohem Niveau. 2026 ist eine leichte Preisstabilisierung erkennbar. Eine erneute Blasengefahr besteht bei weiter steigender Nachfrage aus dem Tech- und Finanzsektor.

Prognose 2026: Seitwärtsbewegung bis leichter Anstieg (+1–3 % p. a.)

Hamburg

Hamburg profitiert von starkem Zuzug und robuster Wirtschaft. Die Immobilienpreise sanken 2022–2024 moderat, erholen sich aber schneller als der Bundesdurchschnitt.

Prognose 2026: Leichte Erholung (+2–4 % p. a.)

Berlin

Berlin verzeichnete nach dem Einbruch eine langsame Erholung. Der Mietpreisdruck bleibt hoch, was langfristig stützend für Kaufpreise wirkt. Aber: Die Preisentwicklung in Berlin ist stark regulatorisch beeinflusst.

Prognose 2026: Stagnation bis leichter Anstieg in guten Lagen

Köln & Düsseldorf (NRW)

NRW-Städte zeigen gespaltene Entwicklungen. Köln und Düsseldorf bleiben nachgefragt; Städte im Ruhrgebiet zeigen strukturelle Schwäche.

Prognose 2026: Düsseldorf/Köln stabil bis leicht steigend; Randlagen unter Druck

Ostdeutschland & ländliche Räume

Hier sinken Immobilienpreise strukturell weiter – Bevölkerungsrückgang und schwache Wirtschaft überwiegen. Vorsicht beim Kauf als Kapitalanlage.

Prognose 2026: Weitere Preisrückgänge von –2 bis –5 % in schwachen Lagen

Hat Ihre Immobilie bereits an Wert verloren?


4. Wann sinken die Immobilienpreise – und wann steigen sie wieder?

Diese Frage beschäftigt Millionen Deutsche – sie ist auch die am häufigsten gestellte im Zusammenhang mit dem Immobilienmarkt.

Was die Preise drückt:

  • Noch immer erhöhte Bauzinsen (aktuell ca. 3,5–4 % für 10-jährige Darlehen)

  • Gestiegene Baukosten (Energiepreise, Materialien, Arbeit)

  • Heizungsgesetz-Unsicherheit (Investitionsstau bei Bestandsimmobilien)

  • Sinkende Reallöhne (erst jetzt Erholung sichtbar)

  • „Silver Tsunami" durch Babyboomer-Verkäufe (mittel- bis langfristiger Effekt)

Was die Preise stützt:

  • Chronischer Wohnungsmangel in Ballungsräumen

  • Sinkende Bauzinsen dank EZB-Kursänderung

  • Hohe Zuwanderung und Haushaltsgründungen

  • Kaum Neubau (Baugenehmigungen auf 30-Jahres-Tief)

Preisentwicklung Immobilien 2026–2030: Was Experten sagen

  • Postbank Wohnatlas 2026: Wertsteigerungen in wirtschaftsstarken Gebieten, Wertverfall in anderen – regional sehr differenziert

  • IVD und IMX (Immowelt): Moderate Erholung in den Top-7-Städten bis 2028

  • Bundesbank: Keine systemische Blasengefahr, aber anhaltende Überbewertung in Großstädten von 10–30 %

Fazit: Flächendeckend werden die Immobilienpreise 2026 nicht weiter fallen. Eine deutliche Preissteigerung wie 2018–2022 ist aber ebenfalls nicht zu erwarten. Der Markt normalisiert sich.

5. Immobilienpreise in Deutschland 2009-2024

Hier würden Sie eine Grafik sehen, welche die historische Entwicklung der Immobilienpreise in Deutschland zeigt.

Die Grafik zeigt, dass sich die Immobilienpreise in Deutschland in den letzten Jahren kontinuierlich nach oben entwickelt haben. Der Empirica-Immobilienpreisindex dokumentiert die Entwicklung der inflationsbereinigten Kaufpreise, die im historischen Verlauf deutlich angestiegen sind: Lag der Empirica-Indexwert im Jahr 2005 noch bei 100 Punkten, so hat er sich im Jahr 2022 mit 184 Punkten nahezu verdoppelt. Als Folge der Weltwirtschaftskrise entwickelte sich der Index bis 2011 zunächst unter 100, stieg dann aber ab 2013 deutlich an.

Historisches Beispiel für eine Immobilienblase

Ein historisches Beispiel für das Platzen der Immobilienblase ist die weltweit größte Immobilienkrise, die 2007 in den USA begann.

Immobilienkrise, die 2007 in den USA began

Auslöser der Krise waren Kredite, die Banken in Zeiten eines niedrigen Zinsniveaus an Immobilienkäufer mit geringer Bonität vergeben hatten. Als die Zinsen wieder stiegen, war es vielen Eigentümern nicht mehr möglich, ihre Zins- und Tilgungsraten für den Immobilienkredit zu zahlen. Sie waren gezwungen, ihre Immobilie zu verkaufen. Durch die ausgelöste Welle von Verkäufen rutschten die Immobilienpreise in den Keller. Panikverkäufe befeuerten die Abwärtsspirale und damit die Immobilienkrise. Auch deutsche Banken hatten sich mit amerikanischen Hypothekenkrediten verspekuliert und benötigten staatliche Unterstützung.

6. Immobilienkrise oder Korrektur?

Begriffe wie „Immobilienkrise", „Immobiliencrash" oder „Immobilienblase platzt" klingen dramatisch – sind aber oft ungenau. Was ist der Unterschied?

Begriff

Bedeutung

Deutschlands Lage 2026

Immobilienblase

Preise weit über Fundamentalwert, droht zu platzen

Lokal in Großstädten noch möglich

Immobilienkrise

Breiter Einbruch von Bau, Nachfrage, Finanzierung

War 2022–2024, jetzt Erholung

Immobiliencrash

Plötzlicher, starker Preisverfall (>20–30 %)

Unwahrscheinlich laut Konsens

Marktkorrektur

Geordnete Preissenkung nach Übertreibung

Das hat Deutschland erlebt

Refinanzierungskrise

Massenhafte Anschlussfinanzierungen zu stark gestiegenen Zinsen

Noch aktuelles Risiko

Die Immobilienkrise in Deutschland war 2023/2024 vor allem eine Baukrise: Insolvenzen von Projektentwicklern (Signa, etc.), Einbruch der Baugenehmigungen, kaum Neubau. Das hat indirekt dazu beigetragen, dass Bestandsimmobilien sich wieder erholen.

7. Babyboomer und der „Silver Tsunami": Was droht dem Markt?

Ein oft unterschätztes Thema: Die Babyboomer-Generation (Jahrgänge 1955–1969) wird in den kommenden Jahren zunehmend ihre Häuser und Wohnungen veräußern – sei es wegen Pflegebedarf, Nachfolge oder Umzug in kleinere Einheiten.

Was das bedeuten kann:

  • Deutliches Mehrangebot in Einfamilienhaussegmenten

  • Stärkerer Druck auf Preise in Randlagen und kleineren Städten

  • Chancen für Käufer: mehr Auswahl, mehr Verhandlungsspielraum

Der „Silver Tsunami" wird kommen – aber graduell. Kein abrupter Crash, sondern ein schleichendes Mehr-Angebot über 10–15 Jahre. In strukturschwachen Regionen kann dieser Effekt preislich erheblich sein.

Für Eigentümer: Wer ein Haus in einer weniger gefragten Region besitzt und mittelfristig verkaufen möchte, sollte diesen Trend einkalkulieren. Je früher verkauft wird, desto weniger Konkurrenz durch andere Babyboomer-Immobilien.

8. Einfluss von Klima- und Energieeffizienz auf die Immobilienpreise bis 2026

Energieeffizienz entscheidet zunehmend über den Immobilienwert: Schlecht gedämmte Häuser verlieren stark an Preis, während sanierte Immobilien ihren Wert halten oder steigern.

Einfluss von Klima- und Energieeffizienz auf die Immobilienpreise bis 2026

Preisnachlässe bis zu 20 Prozent für Immobilien mit schlechter Energiebilanz sind am gegenwärtigen Markt keine Ausnahme mehr. Der Wertverfall resultiert zum einen und wesentlich aus den steigenden Energiekosten, die Käufer abschrecken, zum anderen aus den gesetzlichen Vorgaben, die Neu-Eigentümer dazu verpflichten, direkt nach dem Erwerb bestimmte energetische Sanierungsmaßnahmen vornehmen zu lassen. Die damit verbundenen Kosten ziehen sie gedanklich schlicht vom Kaufpreis ab. Die Situation wird sich in den nächsten Jahren kaum ändern - eher zuspitzen. Ein Umstand, den die Immobilienpreise in der Prognose für 2026 mit einpreisen.

Obwohl sich die neue Bundesregierung noch nicht konkret zur noch von der Ampel-Koalition verabschiedeten Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) geäußert hat, steht nicht zu erwarten, dass sie die Auflagen zu den Mindeststandards zur Verbesserung der energetischen Bilanz von Wohngebäuden zurückfährt - allein, weil klare Vorgaben aus Brüssel dem entgegenstehen. Und dass die Energiekosten für fossile Brennstoffe weiter steigen, ist durch die wachsende Co2-Bepreisung bis 2026 und darüber hinaus bereits festgeschrieben.

Der Preisverfall bei schlecht gedämmten Häusern mit veralteter Heizung wird sich nach Analyse vieler Marktexperten zukünftig besonders in ländlichen Gegenden und kleineren Städte weiter verschärfen. Für die Immobilienpreise in der Prognose für 2026 werden Differenzen von bis zu 40 Prozent zwischen schlechter und guter Energiebilanz angeführt.

Potentielle Verkäufer sollten daher dringend erwägen, energetische Sanierungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen - solange die großzügigen Förderprogramme des Bundes noch nicht dem Rotstift anheimgefallen sind.

9. Refinanzierungskrise: Eine unterschätzte Gefahr?

Ein strukturelles Risiko, das 2026 zunehmend schlagend wird: Anschlussfinanzierungen zu stark gestiegenen Zinsen.

Wer 2016 oder 2017 eine 10-jährige Baufinanzierung zu 1–1,5 % abgeschlossen hat, muss jetzt zu 3,5–4,5 % refinanzieren. Das bedeutet:

  • Deutlich höhere monatliche Belastung

  • Teils Zwangsverkäufe bei zu knapper Kalkulation

  • Erhöhtes Angebot von Bestandsimmobilien

Die Refinanzierungskrise ist kein Massenphänomen, erhöht aber das Angebot an Bestandsimmobilien lokal – was Käufer nutzen können.

10. Warnsignale für einen Immobiliencrash

Bestimmte Signale weisen auf eine Immobilienblase hin: überhöhte Preise, Spekulationen und lockere Kreditvergaben. Wer diese Warnzeichen kennt, versteht besser, wann der Markt aus dem Gleichgewicht gerät.

Folgende Warnzeichen können darauf hindeuten, dass sich eine Immobilienblase bildet und möglicherweise auch platzt:

  1. Überhöhte Immobilienpreise: Der Kaufpreis für Immobilien ist deutlich höher als ihr realistischer Sachwert.

  2. Unkontrollierter Preisanstieg: Die Immobilienpreise steigen schneller an als die Mieten, die Inflation und die Durchschnittslöhne.

  3. Lockere Kreditvergaberichtlinien: Banken verlangen für die Vergabe von Baudarlehen weniger Sicherheiten. Das Kreditrisiko steigt. Können Kreditnehmer ihre Darlehen nicht mehr bedienen, kommt es zu Zwangsversteigerungen sowie Panikverkäufen und eine Immobilienblase entsteht.

  4. Spekulationskäufe: Häuser und Wohnungen werden als schnelle Anlageimmobilien gekauft, saniert und direkt weiterverkauft, um möglichst hohe Renditen zu generieren.

  5. Rückgang der Neubautätigkeit: Eine geringe Bautätigkeit bei hoher Nachfrage führt zur Verknappung des Immobilienangebots und zum Anstieg der Immobilienpreise.

  6. Senkung des EZB-Leitzins: Kurzfristige Geldanlagen verlieren an Attraktivität. Die Nachfrage nach langfristigen Kapitalanlagen wie Immobilien steigt und die Immobilienpreise gehen in die Höhe.

  7. Wachsendes Bruttoinlandsprodukt: Steigt die Kaufkraft und damit die Nachfrage nach Immobilien, ist ein rasanter Preisanstieg oft die Folge.

Wichtig: Treten mehrere dieser Warnsignale gleichzeitig und flächendeckend auf, könnten diese eine Immobilienkrise in Deutschland auslösen und eine Immobilienblase platzen lassen.

Gut zu wissen:

Ist der Kaufpreis einer Immobilie so hoch wie etwa 30 Jahreskaltmieten oder sogar noch höher, deutet dies auf eine überzogene Preisentwicklung und eine Tendenz zur Überhitzung des Marktes hin.

11. Was passiert, wenn die Immobilienblase platzt?

Ein Platzen der Immobilienblase 2026 hätte weitreichende Folgen: sinkende Preise, Verluste bei Verkäufen und mehr Zwangsversteigerungen. Auch Bauwirtschaft und Investitionen geraten ins Stocken.

Die Frage "Platzt die Immobilienblase 2026?" beschäftigt Verkäufer und Käufer. Sollte es tatsächlich zur Immobilienkrise in Deutschland kommen und die Immobilienblase platzen, sind folgende Auswirkungen möglich:

  • Die Nachfrage nach Immobilien stoppt.

  • Die Immobilienpreise sinken.

  • Finanzielle Verluste bei Immobilienverkäufen.

  • Erschwerte Konditionen für Anschlussfinanzierungen (gestiegene Zinsen, Abwertung von Immobilien).

  • Zahlungsausfälle, weil hoch angesetzte Kredite nicht mehr bedient werden können.

  • Anstieg der Zwangsversteigerungen und Panikverkäufe.

  • Investitionsstopp.

  • Rückgang der Bauwirtschaft.

Welche Risiken bestehen – und für wen?

Für Käufer:

  • Wertverluste bei kurzfristigem Wiederverkauf

  • Risiko durch zu hohe Fremdfinanzierung

Für Verkäufer:

  • Längere Verkaufsdauer in nicht gefragten Lagen

  • Preisnachlässe durch zurückhaltendere Nachfrage

Für Kapitalanleger:

  • Geringere Mietrenditen in überteuerten Märkten

  • Zusätzlicher Modernisierungsdruck (z. B. durch GEG-Anforderungen)

12. Was bedeutet das für Käufer, Verkäufer und Eigentümer?

Für Verkäufer: Jetzt ein guter Zeitpunkt?

Entscheidungshilfe Immobilienkrise

Empfehlung:

Kostenlose Immobilienbewertung durch einen lokalen Homeday-Makler anfordern, um den aktuellen Marktwert zu kennen.

Für Käufer: Ist jetzt ein guter Zeitpunkt?

Differenziert. In strukturstarken Regionen mit langfristigem Wohnungsmangel (München, Hamburg, Rhein-Main) ist ein Kauf mit langen Laufzeiten und solider Eigenkapitalquote (≥ 20 %) sinnvoll. In strukturschwachen Regionen: Vorsicht, da weiterer Preisrückgang möglich.

Empfehlung: Eigenkapital sichern, lange Zinsbindung wählen (15–20 Jahre), regionale Marktdaten prüfen.

Für Eigentümer: Immobilie halten oder verkaufen?

Das hängt von Lage, Sanierungsbedarf (Heizungsgesetz, Energieklasse) und persönlicher Situation ab. Eine professionelle Bewertung schafft Klarheit.



13. Fazit: Immobilienblase 2026 in Deutschland – kein Crash, aber kein Boom

Der deutsche Immobilienmarkt befindet sich 2026 in einer Phase der **Normalisierung nach der Korrektur**. Weder ein dramatischer Crash noch ein neuer Boom ist wahrscheinlich. Die Entwicklung ist regional extrem unterschiedlich:

 Immobilienblase 2026 in Deutschland – kein Crash, aber kein Boom
  • Wirtschaftsstarke Großstädte (München, Hamburg, Frankfurt, Stuttgart, Düsseldorf, Köln, Berlin): Stabilisierung und leichter Anstieg

  • Mittelgroße Universitätsstädte (Erlangen, Freiburg, Heidelberg): Stabil

  • Ländliche und strukturschwache Regionen: Weiter unter Druck

Für Eigentümer und Verkäufer gilt: Jetzt ist ein günstiger Moment, um den Marktwert zu kennen und strategisch zu handeln – bevor das Angebot durch Babyboomer-Verkäufe weiter steigt.


Immobilienblase 2026 – FAQ

Was ist eine Immobilienblase?

Von einer Immobilienblase ist die Rede, wenn die Nachfrage nach Immobilien überdurchschnittlich steigt. Dadurch klettern die Preise auf ein irrationales Niveau. Die Folge ist eine Überbewertung von Immobilien in schlechtem Zustand oder in C-Lagen. Beruhigt sich der Immobilienmarkt wieder, machen die Eigentümer beim Verkauf in der Regel einen Verlust. Mehr zur Entstehung einer Immobilienblase lesen Sie hier.

Was passiert wenn die Immobilienblase platzt?

Tritt diese Situation ein, fallen die Immobilienpreise wie bei einem Kurssturz an der Börse. Eigentümer, die überbewertete Immobilien erworben haben, können diese nur mit Verlusten verkaufen. Der Markt wird mit Verkaufsangeboten überschwemmt. Platzt eine Immobilienblase, sind viele Häuser als Schnäppchen zu haben. Wer nicht verkaufen muss, kann aber in Ruhe abwarten, bis sich der Markt wieder beruhigt hat. Wir erklären hier, was es bei einer Immobilienblase zu beachten gilt.

Wann sinken die Immobilienpreise?

In den vergangenen Jahren sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland vielerorts und vor allem in den Metropolen (z. B. Berlin, München, Hamburg) kontinuierlich gestiegen. Grund war unter anderem, dass sich durch die Niedrigzinsphase mehr Menschen eine Immobilie leisten konnte. Dieser Trend könnte durch die gestiegenen Bauzinsen nun ein Ende haben. Viele Immobilienportale verzeichnen bereits jetzt einen Rückgang der Käufernachfrage, welche mittelfristig zu sinkenden Immobilienpreisen führen könnte. Mehr zur Immobilienpreis-Prognose

Wann platzt endlich die Immobilienblase?

Einige Experten sehen die teilweise extrem hohen Immobilienpreise als ein Zeichen dafür, dass eine Immobilienblase in der Nähe von Großstädten wie München platzen könnte. Die sinkenden Immobilienpreise im ländlichen Raum sprechen jedoch gegen eine flächendeckende Immobilienkrise in Deutschland.

Mehr zum Thema Immobilienblase
Was passiert bei einer Immobilienblase?

Eine Immobilienblase bildet sich, wenn die Immobilienpreise drastisch steigen und über dem realen Sachwert der Immobilien liegen.

Der Immobilienmarkt bläht sich mehr und mehr auf. Sinkt die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt platzt die Immobilienblase und die Kaufpreise für Häuser und Eigentumswohnungen fallen drastisch. Mehr zum Thema Immobilienblase

Werden Immobilien 2026 günstiger?

Nein. Die Immobilienpreise werden in der Prognose für 2026 durchschnittlich um 3,1 Prozent steigen. Durchschnitt bedeutet: In Metropolregionen und deren ebenfalls hoch nachgefragtem Umland liegen die Zuwächse eher bei 5 bis 8 Prozent, während in von Abwanderung bedrohten Gebieten die Preise fallen. Unisono verlieren Immobilien mit schlechter Energiebilanz - je nach Standort liegt der Verlust bei 20 bis 30 Prozent.

Wie entwickeln sich die Immobilienpreise bis 2030?

Aller Voraussicht nach werden sich die Immobilienpreise in Deutschland bis 2030 auf einem kontinuierlich steigenden Niveau stabilisieren. Nach derzeitigen Kenntnisstand erfahren die Immobilienpreise in der Prognose für 2026 bis 2030 jährlich Zuwächse von rund 3 Prozent, die jedoch regional sehr unterschiedlich ausfallen können - und auch Preissenkungen in strukturschwachen Gegenden beinhalten. Aber Vorsicht: Unvorhersehbare globale Entwicklungen und gesamtwirtschaftliche Verwerfungen können diese Prognose zunichte machen und gänzlich andere Szenarien heraufbeschwören.

Was passiert mit Immobilien, wenn es zu einem Krieg kommt?

Kommt es zu einem Krieg, so besteht natürlich die unmittelbare Gefahr der Beschädigung und/oder Zerstörung von Immobilien. Solche Schäden sind von keiner gewöhnlichen Gebäudeversicherung abgedeckt, dazu bedarf es einer speziellen Versicherung gegen Kriegsereignisse. Unter Kriegsrecht darf der Staat überdies in konkreten Fällen Immobilien enteignen, um Wohnraum für das Allgemeinwohl zu schaffen. Im Kriegsgebieten frieren Banken und Kreditinstitute üblicherweise ihre Kreditrückzahlungen ein.

Wird es 2026 eine Immobilienkrise geben?

Nein. Nach derzeitigem Kenntnisstand und unter Einbeziehung der Immobilienpreise in der Prognose für 2026 gibt es keine Indizien dafür, dass es in Deutschland 2026 zu einer Immobilienkrise kommt. Ein gewisse Unwägbarkeit besteht hinsichtlich dessen, was in Bankenkreisen als "Schlüsseljahr 2026" bezeichnet wird: Gemeint ist der Umstand, dass viele Immobiliendarlehen, die in der Niedrigzinsphase 2016 abgeschlossen wurden, nun zu aktuell deutlichen höheren Zinsen anschlussfinanziert werden müssen. Allerdings konnten sich die betroffenen Kreditnehmer auf diesen Umstand langfristig vorbereiten und in den allermeisten Fällen ist das Haushaltsnettoeinkommen in den vergangenen zehn Jahren überdies gestiegen, so dass eine höhere monatliche Belastung tragbar ist.

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