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Steigende Immobilienpreise, hohe Nachfrage, günstige Zinsen: Die Bedingungen auf dem deutschen Immobilienmarkt lassen Medien und Experten immer wieder darüber spekulieren, ob sich in Deutschland eine Immobilienblase im Jahr 2020 entwickelt.

Aktuell fragen sich zudem vor allem Immobilieneigentümer, ob es zu einer Immobilienblase wegen Corona kommt und welchen Einfluss diese auf den Wert ihrer Immobilie haben könnte.

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Was ist eine Immobilienblase?

Eine Immobilienblase ist eine spezielle Form der Spekulationsblase, wie sie sich in der Vergangenheit häufiger auf den Finanzmärkten zeigte. Eine derartige Blase entsteht, wenn Käufer bereit sind, einen viel zu hohen Preis für ein bestimmtes Gut zu zahlen. Bei der Immobilienblase übertrifft die Nachfrage nach Immobilien das Angebot. Immobilienverkäufer verlangen überhöhte Preise für ihre Immobilien, welche Käufer wiederum akzeptieren. Die Immobilienpreise übersteigen dabei deutlich den tatsächlichen Wert von Boden und Gebäude. Der Begriff „Blase“ symbolisiert dabei die Eigenschaften einer Blase: ein großer, hohler Raum. Der Immobilienmarkt bläst sich durch die steigenden Preise mehr und mehr auf. Erreichen die Preise ihren Höhepunkt, platzt die Blase und die Preise fallen.

Interessant: Der Begriff „Blase“ symbolisiert dabei die Eigenschaften einer Blase: ein großer, hohler Raum.

Hier würden Sie die Erklärung sehen, wie eine Immobilienblase entsteht.

Diese Faktoren begünstigen die Entstehung einer Immobilienblase:

    • Kaufpreise steigen in einigen Regionen deutlich schneller als Mietpreise
    • Zinsen sind niedrig, Kreditkosten gering
    • Einkommen steigen, mehr Menschen können sich eine Immobilie leisten (hohe Nachfrage)
    • Immobilienspekulanten drängen sich vor allem in Metropolregionen in den Markt
    • Der Wohnraum in Ballungsgebieten ist knapp, Zuzug verschärft die Lage
Gut zu wissen:

Ist der Kaufpreis einer Immobilie so hoch wie etwa 30 Jahreskaltmieten oder sogar noch höher, deutet dies auf eine überzogene Preisentwicklung und eine Tendenz zur Überhitzung des Marktes hin.

Was passiert, wenn die Immobilienblase platzt?

Wenn die Nachfrage nach Immobilien sinkt und das Angebot die Nachfrage übersteigt, fallen die Immobilienpreise in kurzer Zeit rasant ab. Dies ist beispielsweise der Fall:

    • wenn Käufer nicht mehr bereit sind, die überzogenen Immobilienpreise zu zahlen
    • durch neue Bautätigkeit weiterer Wohnraum zur Verfügung steht
    • die Zinsen für Kredite steigen, Eigentümer sich die Raten nicht mehr leisten können und zur Zwangsversteigerung genötigt sind

Die Folge: ein noch höheres Angebot, Leerstände und ein fortschreitender Preisverfall – Auswirkungen, die viele Eigentümer bei einer Immobilienblase durch Corona fürchten.

Hier würden Sie eine Erklärung sehen was passiert, wenn eine Immobilienblase platzt.

Beispiel für eine Immobilienblase

Ein historisches Beispiel für das Platzen der Immobilienblase ist die weltweit größte Immobilienkrise, die 2007 in den USA begann. Auslöser der Krise waren Kredite, die Banken in Zeiten eines niedrigen Zinsniveaus an Immobilienkäufer mit geringer Bonität vergeben hatten. Als die Zinsen wieder stiegen, war es vielen Eigentümern nicht mehr möglich, ihre Zins- und Tilgungsraten für den Immobilienkredit zu zahlen. Sie waren gezwungen, ihre Immobilie zu verkaufen. Durch die ausgelöste Welle von Verkäufen rutschten die Immobilienpreise in den Keller. Panikverkäufe befeuerten die Abwärtsspirale und damit die Immobilienkrise. Auch deutsche Banken hatten sich mit amerikanischen Hypothekenkrediten verspekuliert und benötigten staatliche Unterstützung.

Nur ein Jahrzehnt nach dem Immobiliencrash in den USA, sind die Niedrigzinsen wieder weltweit Thema. Bereits seit einigen Jahren liegt der Leitzins in Europa bei null Prozent – ein absolutes Rekordtief. Viele Anleger sehen sich gezwungen, in das „Betongold“ Immobilie zu investieren, statt ihr Geld ohne Gewinn auf dem Sparkonto liegen zu lassen. Diese Nachfrage wiederum lässt die Immobilienpreise steigen, aber genauso auch die Angst, dass eine mögliche Immobilienblase platzt.

Welche Auswirkungen hat eine Immobilienblase im Jahr 2020 auf Immobilieneigentümer?

Aus Angst vor einer Immobilienblase durch das Coronavirus, fragen sich viele Eigentümer, wie sich ein etwaiger Immobiliencrash aus sie persönlich auswirken würde. Die Antwort hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wer seinen Immobilienkredit oder seine Hypothek bereits abgezahlt hat, hat durch eine Immobilienkrise oder das Platzen einer Immobilienblase 2020 nichts zu befürchten. Denn er ist nicht mehr von Banken beziehungsweise dem Zinsniveau abhängig. Auch Eigentümer, die keinen Immobilienverkauf planen und somit nicht vor dem Risiko eines Wertverlustes stehen, würde ein Immobiliencrash 2020, zum Beispiel bei einer Immobilienblase durch Corona, nicht (be)treffen.

Negative Auswirkungen hat das Platzen einer Immobilienblase jedoch für:

    • Eigentümer, die nach Zinserhöhung eine Anschlussfinanzierung benötigen und die Kreditabzahlung mit einer höheren Tilgungsrate nicht bewältigen können

Kann ich mich vor einer Immobilienblase schützen?

Wer heute über den Kauf einer Immobilie nachdenkt, möchte sichergehen, vor einem Immobiliencrash 2020 und darüber hinaus geschützt zu sein. Hier gilt es daher, die Immobilie und deren Finanzierung vor dem Kauf genau zu prüfen. Käufer sollten vor allem auf eine lange Zinsbindung bei ihrem Kredit zu achten, um sich die aktuell günstigen Konditionen für viele Jahre zu sichern. Eine Zinsfestschreibung von 15 Jahren und mehr ist ideal.

Platzt jetzt die Immobilienblase?

Eine hohe Nachfrage nach Immobilien – auch begünstigt durch niedrige Bauzinsen – ließ die Preise in Deutschland in den vergangenen Jahren teils erheblich steigen. Mitunter haben sie ein Niveau erreicht, welches sich ein Normalverdiener kaum mehr leisten kann. So zahlen Immobilienkäufer für eine Eigentumswohnung in der Metropole München heute mehr als 7.500 Euro pro Quadratmeter, wie eine Homeday-Untersuchung* zeigt. Die bayerische Landeshauptstadt gilt damit weiterhin als teuerste Metropole des Landes. Doch auch in anderen Großstädten und Ballungsräumen stiegen die Preise stark. So kletterten die Quadratmeterpreise für Wohneigentum in Berlin allein im vergangenen Jahr um 10,5 Prozent. Neben den Metropolen verzeichneten auch zahlreiche Groß und Mittelstädte enorme Preissprünge. So stiegen die Preise im nordrhein-westfälischen Kleveum 20,7 Prozent, in Halle (Saale) um 17,4 Prozent und in Kerpen um 16,1 Prozent. Kein Wunder, dass sich Verkäufer und Käufer vor allem in Zeiten des Coronavirus fragen, wie sich die Krise wohl auf die Immobilienpreise in Deutschland auswirken wird und ob jetzt eine Immobilienblase platzt.

Aber gibt es überhaupt eine Preisblase auf dem deutschen Immobilienmarkt?

Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW Köln) sieht dafür zumindest keinerlei Anzeichen. Ihre Einschätzung begründen die Experten unter anderem damit, dass es in Deutschland vor der Corona-Krise:

    • keine gesteigerte und über den Bedarf hinausgehende Bautätigkeit gab, und
    • Banken Immobilienkredite nicht exzessiv vergeben haben.

Dennoch rechnen die Experten damit, dass sich die zukünftigen Mietpreiserwartungen ausgehend von „möglichen Insolvenzen und vermehrter Arbeitslosigkeit“ vermindern könnten, da das Haushaltseinkommen geringer ausfällt. Diese Entwicklung könnte einen tendenziell negativen Einfluss auf Wohnungspreise haben. Insgesamt rechnen die Experten des IW damit, dass die Immobilienpreise durch die Corona-Krise in diesem Jahr um bis zu 12 Prozent zurückgehen könnten.

Bei Homeday sehen wir aktuell jedoch noch keinen Rückgang der Preise auf dem Wohnimmobilienmarkt. Viele Gründe sprechen dafür, dass die Preise trotz des Coronavirus auch zukünftig stabil bleiben – beispielsweise der Nachfrageüberhang in Ballungsgebieten oder das niedrige Zinsniveau, das den Immobilienmarkt auch weiterhin für Käufer attraktiv macht. Laut Experten des IW ist es sogar möglich, dass die Zinsen in der Zukunft noch weiter fallen, was zu einer günstigeren Finanzierung und folglich zu einer Stabilität der Preise führen könnte.Wie sich die Immobilienpreise aber tatsächlich entwickeln, hängt vor allem davon ab, wie lange die Corona-Krise anhält und die durch sie verursachte Rezession entsprechend ausfällt. Oder um es mit den Experten des IW zu sagen: „Je weniger die Zinsen fallen und je stärker der Wirtschaftseinbruch ist, desto stärker dürften die Preiseffekte sein.“

Hinweis:

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*Grundlage für die Untersuchung ist der Homeday-Preisatlas; Stand: Dezember 2019. Für die Untersuchung wurden die Kaufpreise für Wohnungen für die 200 größten deutschen Städte zwischen Q3 2018 und Q4 2019 miteinander verglichen.

Immobilienblase 2020 – FAQs

Was ist eine Immobilienblase?

Von einer Immobilienblase ist die Rede, wenn die Nachfrage nach Immobilien überdurchschnittlich steigt. Dadurch klettern die Preise auf ein irrationales Niveau. Die Folge ist eine Überbewertung von Objekten in schlechtem Zustand oder in C-Lagen. Beruhigt sich der Immobilienmarkt wieder, machen die Eigentümer beim Verkauf in der Regel einen Verlust. Mehr zur Immobilienblase lesen Sie hier.

Platzt die Immobilienblase wegen der Corona-Krise?

Bei Homeday sehen wir aktuell keinen Effekt der Corona-Krise auf die Immobilienpreise. Viele Argumente sprechen auch dafür, dass die Preise stabil bleiben. Wie sich die Immobilienpreise aber tatsächlich entwickeln, hängt vor allem davon ab, wie lange die Corona-Krise anhält und die durch sie verursachte Rezession entsprechend ausfällt. Jetzt mehr erfahren.

Was passiert wenn die Blase platzt?

Tritt diese Situation ein, fallen die Immobilienpreise wie bei einem Kurssturz an der Börse. Eigentümer, die überbewertete Immobilien erworben haben, können diese nur mit Verlusten verkaufen. Der Markt wird mit Verkaufsangeboten überschwemmt. Platzt eine Immobilienblase, sind viele Häuser als Schnäppchen zu haben. Wer nicht verkaufen muss, kann aber in Ruhe abwarten, bis sich der Markt wieder beruhigt hat. Wir erklären hier, was es bei einer Immobilienblase zu beachten gilt.

Werden die Immobilienpreise weiter steigen?

Die Frage, ob die Immobilienpreise weiter steigen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer der Gründe liegt in der Konjunktur generell. Vollbeschäftigung und steigende Einkommen sorgen dafür, dass der Immobilienerwerb leichter fällt. So lange der Wohnungsbau der Nachfrage und der Kaufkraft hinterherhinkt, können wir von weiter steigenden Preisen, aber noch nicht von einer Immobilienblase Deutschland ausgehen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie trotz steigender Preise ein solides Preis-Leistungsverhältnis finden.

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