Immobilie verkaufen:
So funktioniert's
Wenn Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung verkaufen möchten, stehen Sie vor einer großen Entscheidung. Bei jedem Immobilienverkauf geht es um hohe Werte, also viel Geld, und oftmals auch um emotionale Bindungen, um Erinnerungen, die mit der Immobile verknüpft sind. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich auf den Immobilienverkauf gut vorbereiten: Was ist mein Haus wert? Wie kann ich einen guten Preis am Markt erzielen? Brauche ich einen Makler? Welche rechtlichen Aspekte, muss ich beachten? Und schließlich: Wie läuft ein Immobilienverkauf überhaupt ab?
Im folgenden Ratgeber geben wir Ihnen hilfreiche Tipps für einen erfolgreichen Immobilienverkauf und erklären Ihnen verständlich, auf welche Punkte Sie stets achten sollten. So können Sie schließlich auch besser beurteilen, ob Sie Ihre Immobilie lieber privat verkaufen möchten oder doch besser einen Makler mit dem Immobilienverkauf beauftragen, der über Marktkenntnis und professionelle Expertise verfügt.
Das Wichtigste zusammengefasst:
Ein Verkauf verläuft in fünf Schritten: Vorbereitung, Vermarktung, Verkauf, Verhandlung, Notar.
Klären Sie vorab Anschlussimmobilie, Unterlagen, Rechte, Preisstrategie und Zeitplan.
Der Wert entsteht durch Lage, Zustand, Ausstattung und Energiebilanz.
Setzen Sie den Angebotspreis marktgerecht an, höchstens 5–8 % über Marktwert.
Ein starkes Exposé nutzt Profi-Fotos, klare Fakten und lesbare Grundrisse.
Prüfen Sie Interessenten strikt: Schufa, Finanzierungsbestätigung und Einkommen.
Ein gültiger Energieausweis liegt vor und steht bereits im Exposé.
Der Notar beurkundet. Schlüssel erst nach vollständigem Zahlungseingang.
Steuern: Grunderwerbsteuer trägt der Käufer. Spekulationssteuer nur in definierten Fällen.
Markt 2025/2026: Preise stabilisieren sich, Nachfrage in Metropolen steigt leicht.
Homeday bewertet Ihre Immobilie datenbasiert und vor Ort kostenfrei. Kostenlose Immobilienbewertung starten
Verkauf ohne Makler erhöht Aufwand und Risiken; ein Makler senkt die Fehlerquote.
Inhaltsverzeichnis
Immobilienverkauf Schritt für Schritt erklärt
Eine gute Vorbereitung ist die Basis für den erfolgreichen Verkauf: Unterlagen sammeln, Haus herrichten, Preis festlegen und den Ablauf sorgfältig planen.
Jeder Immobilienverkauf ist ein Prozess, der sich in mehrere große Schritte aufteilen lässt, die sich wiederum aus kleineren Etappen zusammensetzen. Im Grundsatz ist das Verfahren aber stets gleich - unabhängig davon, ob Sie ein Haus verkaufen oder eine Wohnung verkaufen möchten.

Schritt 1: Den Immobilienverkauf vorbereiten
Die Vorbereitungsphase erfordert Zeit und Sorgfalt, hilft aber dabei, alle späteren Phasen zu beschleunigen:
Unterlagen zusammenstellen: Sie benötigen für jeden Immobilienverkauf die folgenden Dokumente (in Klammern, die Stellen, bei denen Sie sie bekommen):
einen aktuellen Grundbuchauszug (Grundbuchamt)
eine Flurkarte (Katasteramt)
einen Lageplan (Katasteramt)
ein Kopie der Bauakte mit Bauplänen, Baugenehmigung und Baubeschreibung (Bauordnungsamt)
Grundrisse (in Ihren Unterlagen, vom Architekten)
eine exakte Wohnflächenberechnung (Bauakte, Architekt)
einen Energieausweis (Energieberater, Verbraucherzentrale)
Nachweise über erfolgte Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen (Rechnungen und Belege aus Ihren Unterlagen)
Rechte klären: Sind für Ihr Grundstück Rechte Dritter eingetragen, beispielsweise ein Wegerecht oder ein Wohnrecht? Haben Sie Kenntnis von einem Vorkaufsrecht? Fügen Sie Ihren Verkaufsunterlagen zusätzlich einen Auszug aus dem Baulastenverzeichnis bei (Bauamt oder Bauaufsichtsbehörde Ihrer Gemeinde).
Haus für den Immobilienverkauf vorbereiten: Erledigen Sie kleinere Reparaturen oder eventuelle Neuanstriche rechtzeitig vor dem Immobilienverkauf. Grundsätzlich gilt: Ein optisch ansprechendes Haus mit gepflegtem Garten verkauft sich leichter und zu einem höheren Preis.
Angebotspreis festlegen: Um einen realistischen Angebotspreis festlegen zu können, müssen Sie den [strong]Wert der Immobilie kennen[/strong], die Sie verkaufen möchten. Nutzen Sie als erste Orientierung einen der kostenlosen Online-Rechner aus dem Netz, beispielsweise von Homeday. Eine belastbare Wertermittlung mit verlässlichem Ergebnis erhalten Sie jedoch stets nur nach einer Vor-Ort-Besichtigung - entweder durch einen Makler oder einen Immobiliensachverständigen.
Schritt 2: Die Vermarktung starten
Zielgruppe festlegen: Überlegen Sie gut, für wen Ihr Haus attraktiv sein könnte. Als Beispiel: Eher für Familien mit Kindern oder berufstätige, kinderlose Paare?
Exposé erstellen: Beschreiben Sie die Lage, Größe, Ausstattung und Besonderheiten Ihrer Immobilie. Bedenken Sie, dass das Exposé wie eine Visitenkarte für Ihre Immobilie wirkt. Nutzen Sie für einen erfolgreichen Immobilienverkauf daher unbedingt professionelle Fotos und lassen Sie unleserliche Grundrisse eventuell von einem Architektenbüro neu zeichnen.
Inserate schalten: Inserieren Sie Ihre Immobilie bevorzugt auf den einschlägigen, großen Immobilienportalen. Sie können jedoch auch zusätzlich Anzeigen in örtlichen Tageszeitungen platzieren.
Schritt 3: Der Verkaufsprozess beginnt
Anfragen potentieller Interessenten bearbeiten: Sobald Ihre Inserate online sind, sollten Sie möglichst den ganzen Tag über erreichbar sein (per Mail, am Telefon, per WhatsApp), um Anfragen von Interessenten beantworten zu können. Stellen Sie Gegenfragen - nur so finden Sie heraus, ob echtes Kaufinteresse besteht.
Besichtigungstermine organisieren: Sie können sich bei ihrem Immobilienverkauf für Einzel- oder Sammelbesichtigungen entscheiden. Immer sollten Sie jedoch gut vorbereitet in die Termine gehen und keine Antwort schuldig bleiben. Wichtig: Weisen Sie auf eventuelle, nicht sofort sichtbare, Mängel hin, ansonsten kann der mögliche Käufer Ihnen später "arglistige Täuschung" unterstellen und vom Kaufvertrag zurücktreten.
Schritt 4: Kaufpreis verhandeln
Handeln Sie mit Bedacht: Haben Sie einen oder gar mehrere mögliche Käufer gefunden, so lassen Sie sich auf keinen Fall zu einem voreiligen Immobilienverkauf nötigen - insbesondere, wenn das Angebot unter Ihren Vorstellungen zurückbleibt. Argumentieren Sie sachlich, warum Sie den angesetzten Preis verlangen. Sie können dem Käufer beim Immobilienverkauf allerdings steuerlich entgegenkommen, indem Sie beispielsweise die neue Einbauküche oder die Sauna im Keller außerhalb des Kaufvertrags in Rechnung stellen - so fällt für den Käufer eine geringere Grunderwerbsteuer an.
Bonität des Käufer prüfen: Verzichten Sie beim Immobilienverkauf niemals (!) auf eine Schufa-Selbstauskunft des Käufers und lassen Sie sich einen Finanzierungsnachweis seiner Bank vorlegen.
Schritt 5: Immobilienverkauf abschließen
Vertrag aufsetzen lassen: Sind Sie sich mit dem Käufer handelseinig, so setzt der Notar auf Grundlage Ihrer Absprachen zunächst einen Kaufvertragsentwurf auf, den beide Parteien zur Prüfung erhalten. Nutzen Sie dieses Angebot, um noch eventuelle Änderungen anzumelden.
Notartermin zur Unterzeichnung des Kaufvertrags: Zur Unterzeichnung des Kaufvertrags treffen Sie sich mit dem Käufer - und eventuell dem beteiligten Makler - beim Notar, der Ihnen das gesamte Vertragswerk noch einmal vorliest - bevor Sie es unterschreiben. Der Immobilienverkauf ist damit allerdings noch nicht final abgeschlossen. Der Notar veranlasst nun zunächst alle weiteren Schritte (Auflassung, Meldung an das Finanzamt, Grundschuldeintragung). Erst wenn er Ihnen den Eingang der (kompletten!) Kaufsumme bestätigt hat, sollten Sie dem Käufer die Schlüssel der Immobilie übergeben.
Schlüsselübergabe: Nach Abschluss aller formellen Angelegenheiten steht der "letzte Akt" beim Immobilienverkauf an: Die Schlüsselübergabe. Wichtig: Bei diesem Termin fertigen Sie ein verbindliches Übergabeprotokoll an, das unter anderen alle Zählerstände sowie eine Zustandsbeschreibung aller Räumlichkeiten umfasst. Lassen Sie sich diese wichtige Dokument unter Zeugen gegenzeichnen.
Tipps für den erfolgreichen Immobilienverkauf
Mit guter Vorbereitung, realistischer Preisgestaltung und einem professionellen Auftritt steigern Sie Ihre Erfolgschancen beim Verkauf deutlich. Achten Sie auf Bonität, Präsentation und ein überzeugendes Exposé.
Es gibt einige Stellschrauben, die wesentlichen Einfluss darauf haben, ob ein Immobilienverkauf zügig und erfolgreich gelingt. Beherzigen Sie daher die folgenden Tipps beim Immobilienverkauf:
1. Wählen Sie einen marktgerechten Angebotspreis. Der Preis, mit dem Sie in die Vermarktung Ihrer Immobilie einsteigen, sollte maximal 5 bis 8 Prozent über dem Verkehrswert Ihrer Immobilie liegen - um Ihnen einen kleinen Puffer für die späteren Verhandlungen zu verschaffen. Mit einer größeren Abweichung schaden Sie der Vermarktung beim Immobilienverkauf: Vergegenwärtigen Sie sich stets, dass Immobilienkäufer sehr gut über die Preise am Markt informiert sind - und daher überzogene Forderungen sofort erkennen.
2. Erstellen Sie ein aussagekräftiges Exposé. Das Exposé legt die Grundlage für jeden erfolgreichen Immobilienverkauf. Engagieren Sie daher einen professionellen Fotografen, der Ihre Immobilie nach allen Regeln von Licht und Perspektive optimal in Szene setzt. Verfassen Sie einen informativen Text dazu, der in seinem Sprachstil auf die Zielgruppe abgestimmt ist. Ergänzen Sie Informationen zur Infrastruktur in der Nähe, zu Kindergärten und Schulen oder zu kulturellen Angeboten. Und: Unterziehen Sie die Anlagen, die Sie beifügen einer kritischen Prüfung - und lassen Sie beispielsweise vergilbte, unansehnliche Grundrisse besser für kleines Geld neu zeichnen.
3. Sorgen Sie für einen optimalen ersten Eindruck. Bringen Sie Ihr Haus oder Ihre Wohnung vor dem Immobilienverkauf sprichwörtlich "auf Vordermann". Kein Käufer möchte ein unaufgeräumtes Haus kaufen und er ist auch nicht an Ihren persönlichen Deko-Ideen interessiert. Deshalb gilt vor dem Immobilienverkauf stets das To-do-Trio: Reparieren, aufräumen, putzen. Bessern Sie kleinere Schäden aus. Das kostet wenig Geld und Aufwand, erzielt aber Wirkung. Schaffen Sie anschließend in großem Stil Ordnung: Deko, Nippes und persönliche Gegenstände sollten Sie wegräumen. Putzen Sie das gesamte Haus und mähen Sie den Rasen. Und dann kochen Sie vor der Besichtigung Kaffee, damit der köstliche Duft beim Öffnen der Haustür angenehm in der Luft liegt.
4. Investieren Sie Zeit in eine gute Vorbereitung. Sowohl bei den Besichtigungsterminen als auch bei den späteren Kaufpreisverhandlungen sollten Sie sympathisch souverän auftreten. Bereiten Sie sich sorgsam vor, um alle Fragen möglicher Käufer umfänglich und ehrlich beantworten zu können. Verschweigen Sie mögliche Mängel nicht. Aber: Halten Sie auch gute Argumente parat, wenn Sie Ihren Kaufpreis verteidigen müssen. Dabei sollten Sie keineswegs stur erscheinen, sondern verständnisvoll. So können Sie durchaus kleineren Abstrichen zustimmen - ohne dabei Ihre eigentliche Verhandlungsposition aufzugeben. Die Kunst bei einen erfolgreichen Immobilienverkauf von privat besteht darin, dem Käufer das Gefühl zu vermitteln, ein gutes Geschäft abgeschlossen zu haben - und selbst das gleiche zu denken.
5. Verhalten Sie sich nicht leichtsinnig. Auch wenn Ihnen der potentielle Käufer noch so sympathisch ist, verzichten Sie beim Immobilienverkauf niemals auf die so wichtige Bonitätsprüfung. Lassen Sie sich eine Selbstauskunft aushändigen und eine Finanzierungsbestätigung der Bank dazu. Und: Übergeben Sie die Schlüssel zu Ihrer Immobilie auf keinen Fall, bevor nicht der vollständige Kaufpreis auf Ihrem oder auf dem Notaranderkonto eingegangen ist.
Wann lohnt sich der Immobilienverkauf?
Ein Immobilienverkauf lohnt sich besonders bei hoher Nachfrage und stabilen Preisen. Neben der Marktlage spielen Lage, Zustand und persönliche Lebensumstände eine entscheidende Rolle.
Es gibt verschiedene Gründe, wann ein Immobilienverkauf sich lohnt. Egal, ob Sie ein Haus verkaufen, eine Wohnung verkaufen, ein Mehrfamilienhaus verkaufen, ein Grundstück verkaufen, eine Pflegeimmobilie verkaufen oder eine Gewerbeimmobilie verkaufen möchten: Als Eigentümer möchten Sie einen guten Preis für Ihre Immobilie erzielen und Fehler beim Immobilienverkauf vermeiden. In der derzeitigen Situation sorgen vor allem die Immobilienpreisentwicklung und die aktuelle Marktlage dafür, dass Sie einen guten Preis erzielen können. Unsere Homeday-Partnermakler in Scharbeutz-Lübeck, erläutern, wann sich der Immobilienverkauf lohnt:
Vor allem in Großstädten und Ballungsräumen ist die Nachfrage nach Wohnraum hoch. Das Kaufinteresse spiegelt sich auch in den Verkaufspreisen wider. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts Destatis sind die Immobilienpreise im 2. Quartal 2024 im Vergleich zum Vorquartal um 1,3 Prozent gestiegen. In den sieben großen Städten Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Düsseldorf und Stuttgart fiel der Anstieg mit 1,6 Prozent für Wohnungen und 2,3 Prozent für Ein- und Zweifamilienhäuser noch höher aus.
Die Bedingungen auf dem Immobilienmarkt machen den Zeitpunkt für einen Immobilienverkauf aktuell perfekt. Vor allem, wenn Sie ein Haus oder eine Wohnung in einer guten Lage verkaufen möchten, können Sie mit einem guten Verkaufsergebnis rechnen. Wenn Sie mehr erfahren möchten, empfehlen wir unseren Artikel Immobilie jetzt verkaufen? So finden Sie den richtigen Zeitpunkt.
Verschiedene Faktoren beeinflussen den Wert und damit den Verkaufspreis Ihrer Immobilie:
Lage: Die Lage des Hauses oder der Wohnung ist entscheidend für das Verkaufsergebnis. Eine gute Verkehrsanbindung und eine passende Infrastruktur erhöhen den Wert der Immobilie.
Baujahr: Das Alter und der Zustand der Immobilie wirken sich auf den Preis aus.
Bausubstanz: Handelt es sich um ein Haus, das regelmäßig instandgesetzt und renoviert wurde oder ist die Immobilie sanierungsbedürftig?
Ausstattung: Hochwertige Einbauten wie eine moderne Küche, ein Wintergarten oder ähnliches erhöhen den Wert der Immobilie.
Größe, Grundriss: Der Schnitt und die Größe des Hauses oder der Wohnung beeinflussen den Preis.
Neben der Preisentwicklung gibt es weitere Gründe, warum der Immobilienverkauf zum aktuellen Zeitpunkt sinnvoll sein kann:
Persönliche Gründe
Darüber hinaus sind auch die persönlichen Gründe des Eigentümers für den Verkauf von Bedeutung. Viele Eigentümer entscheiden sich beispielsweise dafür, ihre Immobilie im Alter zu verkaufen. Oder sie verkaufen eine gebrauchte Immobilie, um sich im Anschluss – z.B. mithilfe einer Zwischenfinanzierung – eine neue zu kaufen. Auch eine Scheidung ist ein häufiger Grund: Endet die Zugewinngemeinschaft, entscheiden sich die Ehepartner oft für einen Verkauf ihrer Immobilie. In einigen Fällen bietet sich dieser Schritt bereits im Trennungsjahr an.
Verkaufen Sie Ihre gebrauchte Immobilie, obwohl der Immobilienkredit noch läuft, verlangt die Bank in den allermeisten Fällen eine Vorfälligkeitsentschädigung.
Mieter zieht aus
Für Kapitalanleger empfiehlt es sich, die Immobilie bei Auszug der Mieter zu verkaufen. Da der neue Eigentümer mehr Handlungsspielraum als beim Verkauf einer vermieteten Wohnung hat – er kann sie entweder selbst beziehen oder zu seinen Konditionen verkaufen – lässt sich ein höherer Preis erzielen.
Welche Immobilie möchten Sie verkaufen?
Gewerbeimmobilie
Für eine Gewerbeimmobilie interessieren sich andere Käufer als für ein Reihenhaus.
Vermietetes Haus
Wer ein vermietetes Haus verkaufen möchte, muss sich hinsichtlich der Besichtigungstermine mit dem Mieter absprechen, ihm unter Umständen sogar ein Vorkaufsrecht einräumen.
Wohnung
Generell sind bei einem Wohnungsverkauf teils andere Dokumente (z. B. die Teilungserklärung) zu besorgen als bei einem Hausverkauf.
Immobilienverkauf: Aktuelle Marktentwicklungen 2025/2026
Die Immobilienpreise steigen 2026 wahrscheinlich moderat. Besonders in Städten sorgt die hohe Nachfrage für gute Verkaufsaussichten, während Bestandsimmobilien von den Marktbedingungen profitieren.
Bereits im letzten Quartal des Jahres 2025 sind die Immobilienpreise (wieder) leicht gestiegen. Ein Trend, der sich in 2026 nach einhelliger Meinung aller Experten fortsetzen wird. Aber: Der Anstieg wird sich in einem moderaten Spektrum von einem bis drei Prozent bewegen. Regelrechte Höhenflüge wird es beim Immobilienverkauf aktuell nicht (mehr) geben. Nach den herben Einbrüchen der Immobilienpreise in 2023 haben sich die Rahmenbedingungen für den Immobilienverkauf aktuell verbessert. Dafür sind vor allem drei Faktoren verantwortlich:
Die Bauzinsen haben mit 3,08 bis 3,56 Prozent (Stand Anfang Februar 2025) ein moderates Niveau erreicht - und werden auf diesem mit einiger Sicherheit auch verharren. Die jüngste Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) den Leitzins erneut um 0,25 Prozentpunkte zu senken, bekräftigt diese Einschätzung der Finanzexperten.
Die Inflation ist zwar immer noch vorhanden, hat sich jedoch deutlich abgeschwächt und pendelt aktuell zwischen zwei und drei Prozent.
Parallel zu diesem beiden Entwicklungen sind die Einkommen zur Jahreswende durch hohe Tarifabschlüsse und Sonderzahlungen auf breiter Front gestiegen - so dass sich im Saldo insgesamt ein Klima ergibt, das die eigenen vier Wände für viele Menschen wieder leistbarer erscheinen lässt.
Die daraus resultierende, steigende Nachfrage begünstigt die steigenden Immobilienpreise und macht den Immobilienverkauf aktuell attraktiv. Denn besonders Bestandsimmobilien profitieren von dieser wieder anziehenden Nachfrage: Die Kostenexplosion beim Neubau und die vielen Unwägbarkeiten bei der Materialbeschaffung und Handwerkerverfügbarkeit haben in diesem Segment noch nicht wieder zu einer spürbaren Wiederbelebung geführt.
Die regionalen Unterschiede bei den Kaufpreisen bleiben gleichwohl unverändert massiv. Nach Berechnungen der Bausparkasse LBS kostet ein freistehendes Einfamilienhaus mit rund 120 Quadratmetern in mittlerer Lage von München derzeit 1,6 Millionen Euro, eine identische Immobilie in Mainz noch 750.000 Euro, während in Magdeburg gerade einmal 300.000 Euro fällig wären.
Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaft (DIW) prognostiziert, dass die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser in einem Drittel der deutschen Landkreise in den nächsten fünf Jahren um bis zu 25 Prozent fallen könnten, in besonders abgelegenen Regionen sogar noch mehr. Ursächlich dafür sind der demografische Wandel, Abwanderung - und die flächendeckende Order, mit der viele Unternehmen das Home-Office der Corona-Zeit wieder zurückgefahren haben. Die Heimarbeiter hatten für einen kurzzeitigen Boom beim Immobilienverkauf der Häuser "im Grünen" gesorgt.
In den Metropolregionen begünstigt die sich verschärfende Lage am Mietmarkt hingegen eine weitere Dynamik am Wohnimmobilienmarkt. Weil Wohnraum unverändert knapp ist und die Mieten stetig weiter steigen, kann der Immobilienverkauf aktuell hier besonders lohnen: Die Interessentenschar ist per se größer und sucht intensiver.
Wenn Sie eine Immobilie verkaufen möchten, die schon etwas älter ist und eine schlechte Energiebilanz aufweist, dann ist ebenfalls jetzt der richtige Zeitpunkt dafür: Nicht wenige Käufer, die ihrem Eigenheimtraum in der Hochzinsphase sprichwörtlich auf Eis gelegt haben, reaktivieren ihr Vorhaben jetzt - und sind bei einem attraktiven Kaufpreis durchaus bereit, die anschließenden energetischen Modernisierungsmaßnahmen selbst durchzuführen. Hauptsache, die eigene Immobilie ist zunächst einmal gesichert.
Wie bereite ich meine Immobilie für den Verkauf vor?
Ein gepflegtes Erscheinungsbild und durchdachte Vorbereitung überzeugen Käufer schneller. Klären Sie vorab alle wichtigen Fragen, Dokumente und rechtlichen Punkte, um den Verkauf reibungslos abzuwickeln.

Um die Immobilie für den Käufer attraktiv zu machen, dekorieren Einrichtungsexperten das Verkaufsobjekt mit Möbeln, Teppichen, Vorhängen und Dekogegenständen.
Sie möchten Ihre Immobilie für Käufer bei der Wohnungsbesichtigung bzw. Hausbesichtigung optimal präsentieren? Hier kommt es vor allem auf eine gute Vorbereitung an. Da reicht es nicht aus, das Haus oder die Wohnung aufzuräumen und zu putzen. Auch der äußere Eindruck zählt: Befreien Sie etwa die Terrasse von Laub oder mähen Sie noch einmal den Rasen.
Bei der Deko heißt es: Weniger ist mehr. Vor allem sehr persönliche Gegenstände wie Familienfotos sollten Sie während der Besichtigung in einer Schublade deponieren. Dadurch gelingt es Interessenten besser, sich Ihre Immobilie als eigenes Zuhause vorzustellen. Eine Ausnahme besteht natürlich, wenn der Kaufinteressent eine Immobilie als Kapitalanlage sucht.
Ein Trend aus den USA, auf den sich inzwischen auch viele Immobilienmakler in Deutschland spezialisiert haben, ist das sogenannte Home Staging.
Welche Fragen sollten vor dem Immobilienverkauf geklärt werden?
Anschlussimmobilie: Sind Sie bereits im Besitz einer Anschlussimmobilie oder planen Sie den Kauf oder die Miete einer neuen Immobilie nach dem Verkauf? Beachten Sie mögliche finanzielle Auswirkungen, wie etwa Vorfälligkeitsentschädigungen bei vorzeitiger Kreditauflösung.
Immobilienwert: Wurde der Wert Ihrer Immobilie bereits ermittelt? Haben Sie Zugang zu einer unabhängigen Bewertung oder können Sie auf andere Bewertungsmethoden zurückgreifen, um den angemessenen Angebotspreis festzulegen?
Dokumente: Liegen alle wichtigen Verkaufsunterlagen für Ihre Immobilie vor, wie beispielsweise Grundbuchauszüge, Baupläne, Energieausweis und andere relevante Dokumente? ➤ Liste benötigter Dokumente
Modernisierungen: Gibt es eine Liste aller Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen inklusive der Kosten und Datum? Gibt es bekannte oder potenzielle Renovierungs- oder Instandhaltungsbedürfnisse bei der Immobilie?
Inventar: Möchten Sie bestimmtes Inventar, wie zum Beispiel Einbauküche oder andere Möbel, zusammen mit der Immobilie verkaufen? Falls ja, sollten Sie den Wert des Inventars bestimmen und in den Verkaufsprozess einbeziehen.
Rechtliches: Gibt es bestehende Vorkaufsrechte oder andere Beschränkungen, die den Verkauf der Immobilie beeinflussen könnten? Prüfen Sie vertragliche Vereinbarungen, behördliche Vorschriften oder Rechte Dritter. Wer ist im Grundbuch als Eigentümer der Immobilie eingetragen? Existiert ein Erbbaurecht? Ist beim Verkauf einer Eigentumswohnung eine Verwalterzustimmung einzuholen?
Mängel: Sind Ihnen versteckte Mängel oder bekannte Probleme an der Immobilie bekannt? Eine umfassende Inspektion oder Gutachten kann helfen, potenzielle Käufer zu informieren und mögliche Streitigkeiten nach dem Verkauf zu vermeiden.
Privater Immobilienverkauf: Entscheiden Sie, ob Sie den Verkauf privat durchführen möchten oder die Dienste eines Maklers in Anspruch nehmen wollen. Berücksichtigen Sie dabei Ihre Zeit, Ressourcen und Kenntnisse im Verkaufsprozess.
Es ist wichtig, diese Fragen sorgfältig zu beantworten und gegebenenfalls professionellen Rat einzuholen, um den Immobilienverkauf erfolgreich zu gestalten.
Welche Dokumente benötige ich für den Hausverkauf und woher bekomme ich diese?
Dokument | Bezugsquelle |
|---|---|
Grundbuchauszug | Grundbuchamt, Grundbuch- oder Notarakte |
Lageplan | Stadt- oder Gemeindeverwaltung, Katasteramt |
Auszug aus der Flurkarte | Katasteramt |
Bauplan | Architekt, Bauamt, Gemeindeverwaltung |
Bebauungsplan | Stadt- oder Gemeindeverwaltung, Bauamt |
Grundriss | Eigentümer, Architekt, Baupläne, Bestandspläne |
Baubeschreibungen | Eigentümer, Architekt, Bauunterlagen |
Energieausweis | Energieberater, zuständige Behörde |
Beim Verkauf einer Eigentumswohnung sind darüber hinaus weitere Unterlagen nötig – wie die Teilungserklärung oder die Protokolle der Eigentümerversammlung.
Mehr Details finden Sie hier: Die Eigentümerversammlung – Ablauf und Beschlüsse
Wie ermittle ich den Immobilienwert?
Eine fundierte Immobilienbewertung ist die Basis für jeden erfolgreichen Verkauf. Setzen Sie den Angebotspreis marktgerecht, wählen Sie die passende Verkaufsstrategie und prüfen Sie potenzielle Käufer sorgfältig.
Lage
der Immobilie
Zustand
der Immobilie
Ausstattung der Immobilie
Um eine Immobilie erfolgreich zu verkaufen, müssen Sie deren Wert kennen. Vergegenwärtigen Sie sich stets, dass mögliche Käufer den Immobilienmarkt schon länger beobachten und daher genau wissen, welche Preise in Ihrer Region üblich sind. Verlassen Sie sich beim Immobilienverkauf weder auf Ihre persönliche Einschätzung noch auf das Urteil von Bekannten oder Freunden, die meinen, Immobilien bewerten zu können. Ein kostspieliges Verkehrsgutachten eines Sachverständigen brauchen Sie für einen normalen Immobilienverkauf jedoch auch nicht.
Eine erste Einschätzung des Werts Ihrer Immobilie erhalten Sie über einen kostenlosen Online-Wertrechner. Wenn Sie sich für den Immobilienwertrechner von Homeday entscheiden, haben Sie den Vorteil, dass das hinterlegte digitale Tool schon bei der Berechnung einen Vergleich mit kürzlich in Ihrer Region verkauften Immobilien anstellt und Sie so eine viel präzisere Auskunft über den Immobilienwert erhalten als ohne die Berücksichtigung des lokalen Umfeldes.
Trotzdem: Auch ein perfekter Algorithmus hinter einem Online-Wertrechner kann Ihnen immer nur einen - mehr oder minder genauen - Orientierungswert liefern. Um einen verlässlichen Verkehrswert ermitteln zu können ist eine Vor-Ort-Besichtigung Ihrer Immobilie durch einen Makler unverzichtbar. Beim Immobilienverkauf mit einem Homeday-Makler ist dieser Service kostenlos. Der Makler errechnet auf Grundlage eines anerkannten Bewertungsverfahrens einen objektiven Marktwert, der jederzeit nachprüfbar ist.
Gut zu wissen: Während lange Zeit die Lage das wichtigste Kriterium für den Immobilienwert war, so rückt beim Immobilienverkauf aktuell die Energiebilanz eines Hauses fast gleichberechtigt mit auf den vordersten Rang vor. Die in naher Zukunft beständig weiter steigenden Kosten von fossilen Energieträgern haben das Bewusstsein der Käufer dafür geschärft. Durch energetische Modernisierungen können Sie den Wert der Immobilie, die Sie verkaufen wollen, daher nachhaltig steigern.
Wie lege ich den richtigen Angebotspreis fest?

Der durch die Bewertung ermittelte Markt- oder Verkehrswert Ihrer Immobilie bildet die Grundlage für die Festlegung eines Angebotspreises. Der Angebotspreis ist in aller Regel das wichtigste Kriterium für potentielle Käufer im Immobilienexposé, nach dem Sie entscheiden, ob Sie überhaupt weiterlesen und sich mit dem Haus weiterbeschäftigen. Es ist daher enorm wichtig, dass Sie den richtigen Angebotspreis beim Immobilienverkauf möglichst nah am Marktwert halten. Bei zu starker Abweichung riskieren Sie stets einen verzögerten Verkauf der Immobilie:
Liegt der Angebotspreis deutlich über dem Marktwert, so werden ernsthafte Interessenten dieses Angebot als das einstufen, was es ist: überteuert. Sie müssen damit rechnen, dass die erhoffte Resonanz ausbleibt und sich nur wenige potentielle Käufer melden. Bemerken Sie nach einiger Zeit, dass der Preis für die Immobilie, die Sie verkaufen wollen, offensichtlich zu hoch ist und senken ihn dann, so bekommen Interessenten das natürlich mit - und warten gegebenenfalls auf die nächste Preissenkung. Der Immobilienverkauf verzögert sich immer weiter - mit der Gefahr, dass Ihr Haus bald den Makel eines "Ladenhüters" erhält.
Setzen Sie den Angebotspreis unter dem Marktwert Ihrer Immobilie an, so kann es ebenfalls passieren, dass sich ernsthaft interessierte Käufer nur sporadisch melden - sie argwöhnen, dass Ihr Haus aufgrund des niedrigen Preises ja wohl irgendwelche versteckten Mängel oder sonstigen Nachteile haben muss. Dafür melden sich vielleicht Schnäppchenjäger bei Ihnen, denen sie nicht immer eine wirkliche Kaufabsicht unterstellen können. Sollte schließlich doch ein Immobilienverkauf zustande kommen, haben Sie gleichwohl weniger Geld erlöst als theoretisch möglich gewesen wäre.
Eine optimale Voraussetzung für einen schnellen und erfolgreichen Immobilienverkauf ist gegeben, wenn Sie den Angebotspreis eindeutig am Marktpreis orientieren. Als allgemeine Richtschnur oder Faustregel gilt: Der Angebotspreis darf rund acht Prozent, in Ausnahmefällen zehn Prozent, über dem Verkehrswert liegen. So haben Sie einen kleinen Puffer für Zugeständnisse in den finalen Verkaufsverhandlungen, sprechen aber trotzdem die Klientel dann, die für Ihr Haus das optimale Käuferpotential darstellt. Und: Weil Preis und Käufererwartung zusammenpassen, kann der Verkaufsprozess zügig durchstarten.
Gut zu wissen:
Eine Alternative zu den genannten drei Optionen kann der Immobilienverkauf im Bieterverfahren sein. Bei einem solchen Verfahren setzen Sie nur einen Mindestpreis fest - und lassen anschließend potentielle Käufer innerhalb einer bestimmten Frist ein Gebot abgeben, was sie jeweils für die Immobilie zu zahlen bereit sind. Je nach Verfahren können Sie eine zweite Runde ansetzen, in der dann das Höchstgebot der vorherigen als Basis dient. Das Bieterverfahren hat allerdings einen entscheidenden Haken: Keines der abgegebenen Gebote ist verpflichtend, Käufer können jederzeit davon zurücktreten. Erst wenn ein Kaufvertrag unterschrieben wurde, ist der Immobilienverkauf rechtlich bindend.
Welche Verkaufsstrategie ist die richtige?
Um den Wunsch-Verkaufspreis zu erhalten, bieten sich – je nach Angebot und Nachfrage – unterschiedliche Verkaufsstrategien an.
Angebotspreis liegt über dem Marktwert: Verkäufer setzen bewusst einen höheren Preis an, um bei späteren Preisverhandlungen mit einem Nachlass zu punkten. Ein Nachteil dieser Strategie ist, dass Interessenten das Angebot wegen des hohen Preises meiden. Spätere Kaufpreissenkungen führen dazu, dass Kaufinteressenten misstrauisch werden und die Immobilie zum "Ladenhüter" wird.
Angebotspreis entspricht dem Marktwert: Bei dieser Strategie stimmt der Preis und Verhandlungen sind in der Regel nicht erforderlich. Kaufinteressenten entscheiden, ob Sie bereit sind, die Immobilie zu dem marktgerechten Preis zu kaufen. Es ist von einer Kaufabwicklung in einem angemessenen Zeitraum auszugehen.
Verkaufspreis liegt unter dem Marktwert: Ein Kaufpreis unter dem Marktwert zieht zahlreiche Interessenten an. Liegen verschiedene Kaufangebote vor, können Sie in die Verhandlungen einsteigen. Kaufinteressenten, die die Immobilie kaufen möchten, erhöhen aufgrund der bestehenden Konkurrenz das Angebot und Sie erzielen letztlich einen höheren Preis.
Verkauf im Bieterverfahren: Nach Feststellung des Immobilienwerts wird ein Mindestgebotspreis festgesetzt. Interessenten haben nun im Bieterverfahren die Gelegenheit, schriftlich innerhalb einer bestimmten Bieterfrist ein Gebot abzugeben. Eine Erhöhung des Gebots ist möglich. Es besteht keine Verpflichtung, die Immobilie an den Höchstbietenden zu verkaufen.
Wie finde ich den passenden Käufer?
Die Suche nach dem passenden Käufer für Ihre Immobilie beginnt stets damit, dass Sie als Eigentümer den "richtigen" Käufer quasi definieren. Überlegen Sie sich, für welche Zielgruppe Ihre Immobilie von Nutzen sein könnte. Welche Besonderheiten oder Vorzüge hat Ihre Immobile - und für welche Menschen wären diese von Vorteil? So können Sie herausarbeiten, welche Merkmale vielversprechende Interessenten aufweisen sollten. Berücksichtigen Sie dabei demografische Kriterien wie Alter, Familienstand und Geschlecht, aber auch sozioökonomische wie Beruf, Einkommen, Position und soziale Schicht - eventuell noch zusätzliche Aspekte wie Konsumgewohnheiten und Freizeitverhalten.
Die herausragenden Merkmale Ihres optimalen Käufers gehören anschließend in den Titel und in die Anfangszeilen Ihres Exposés, respektive Immobilieninserats. Bei jedem Immobilienverkauf spielt es eine wichtige Rolle, dass das Interesse möglicher Käufer sofort und nachhaltig geweckt wird. Der folgende Text sollte dann im Tenor so vielversprechend sein, dass sich der Interessent zu sofortigem Handeln aufgefordert fühlt.
Das richtige Medium für die Veröffentlichung auswählen: Schalten Sie Ihr Inserat sicherheitshalber auf den großen Internetplattformen. ImmoScout 24, Immowelt und Co. sind zwar keine "Zielgruppenmedien", bieten jedoch aufgrund ihrer großen Reichweite ganz praktische Vorteile für den Immobilienverkauf. Je nach Immobilie, die Sie verkaufen möchten, können auch Anzeigen in Tageszeitungen und Wochenblättern effektiv sein. Nachteil der Printmedien allerdings: Sie sind "vergänglich", während Internetanzeigen für einen gewissen Zeitraum permanent abrufbar sind. Hilfreich können auch, sofern Sie eine Zielgruppe aus dem näheren Umfeld ins Auge gefasst haben, Verkaufsschilder am Haus selbst sein.
Beachten Sie außerdem: Sind Sie selbst in den sozialen Medien aktiv, so spricht nichts dagegen diese Kanäle ebenfalls für die Suche nach dem richtigen Käufer zu nutzen. Wünschen Sie sich beispielsweise ein junges Paar mit beruflichem Ehrgeiz, so bietet sich eine Veröffentlichung im Karrierenetzwerk LinkedIn an. Hier lesen übrigens oft auch kapitalkräftige Investoren mit, die für Ihren Immobilienverkauf ebenfalls interessant sein könnten. Oder sind Sie auf Facebook Mitglied einer Gartenfreunde-Gruppe, so erreicht Ihr Inserat mit einiger Sicherheit auch Familien auf der Suche nach einen neuen Zuhause.
Ob Sie bei den Besichtigungsterminen alle Interessenten zunächst Fragebögen ausfüllen lassen oder sich auf Ihre persönliche Einschätzung verlassen, ob der Kandidat in die nähere Auswahl kommt, ist Ermessenssache. Wird der Verkauf Ihrer Immobilie von einem Makler betreut, so nimmt dieser Ihnen in dieser entscheidenden Phase die Vorauswahl ab.
Stellen Sie sich auch darauf ein, dass einige der Menschen, die zur Besichtigung erschienen sind, sich bereits währenddessen gegen einen Kauf entscheiden. Bei den übriggebliebenen müssen Sie sich nun vergewissern, dass sie sich Ihr Haus auch leisten können: Sie benötigen eindeutige Unterlagen zu Ihrer Bonität und Kreditwürdigkeit (Schufa-Auskunft) sowie Gehaltsabrechnungen, Kontoauszüge und eine Arbeitgeberauskunft. Das wichtigste Dokument bleibt gleichwohl eine entsprechende Finanzierungszusage der Bank des Käufers.
Für die finale Entscheidung, wer der richtige Käufer für Ihre Immobilie ist, gibt es keine Anleitung. Sie können bei mehreren verbleibenden Interessenten "auf Ihr Bauchgefühl" hören, dem Meistbietenden den Zuschlag erteilen oder auch demjenigen, der als erster alle gewünschten Unterlagen vorgelegt hat.
Immobilie erfolgreich vermarkten: Tipps und Strategien
Wer privat verkauft, braucht gute Planung und Vorbereitung. Mit realistischem Preis, starkem Exposé, sauberer Präsentation und geprüften Käufern gelingt der Verkauf sicher.

Im Folgenden haben wir Ihnen die zehn wichtigsten Tipps für den Immobilienverkauf von privat zusammengefasst und erläutern die Strategien, mit denen Sie erfolgreich ans Ziel gelangen.
Jeder Immobilienverkauf sollte gut überlegt und vor allem perfekt geplant werden Zu dem wichtigsten Tipps für den Immobilienverkauf von privat gehört daher der Ratschlag: Planen Sie hinreichend Zeit für Ihr Vorhaben ein.
Immobilienwert ermitteln lassen: Um einen richtigen Angebotspreis ansetzen zu können, müssen Sie den genauen Verkehrswert Ihrer Immobilie kennen. Dieser wird auch von den aktuellen Marktbedingungen mitbestimmt. Sie brauchen also zwingend einen Experten, der sich in der Materie auskennt, und mit diesem Wissen Ihre Immobilie fundiert bewerten kann.
Überprüfen Sie kritisch, welche kleinen Mängel und Defekte Sie vor dem Verkauf noch ausbessern sollten, damit Ihr Haus einen insgesamt integren Eindruck macht. Schönheitsreparaturen kosten nicht die Welt, haben aber oft einen enormen Effekt auf die Optik.
Das Exposé als Visitenkarte: Ein attraktives Exposé ist die Basis, auf der ein erfolgreicher Immobilienverkauf gründet. Lassen Sie Ihre Immobilie professionell fotografieren, um sie in einem vorteilhaften Licht darstellen zu können. Scharfe und gut belichtete Innen- und Außenaufnahmen erleichtern möglichen Interessenten die Orientierung und können im Idealfall das gewisse Ambiente der Immobilie transportieren. Unterstützen Sie diesen Eindruck durch einen aussagekräftigen Text. Machen Sie detaillierte Angaben zu allen relevanten Aspekten: Wohnfläche, Zimmeranzahl, Grundstücksgröße, Grundrisse, besondere Ausstattung, Angaben zur Infrastruktur in der Nähe, Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und weiteres. Und auch das gehört zu den Tipps für den Immobilienverkauf von privat: Lassen Sie alte unansehnliche Grundrisse modern aufarbeiten, damit Interessenten keine Lupe brauchen, um irgendetwas erkennen zu können.
Nutzen Sie zur Veröffentlichung Ihres Immobilieninserates die großen Immobilien-Plattformen im Internet - und geben Sie Ihrer Anzeige eine ausreichend lange "Standzeit". Oft reichen 60 Tage für den Immobilienverkauf von privat nicht aus. Überlegen Sie, ob Sie Ihr Immobilieninserat zusätzlich auf ausgesuchten Kanälen in den sozialen Medien oder in Ihrem persönlichen Netzwerk platzieren können.
Einer der oft sträflich vernachlässigten Tipps für den Immobilienverkauf von privat: Bereiten Sie sich einhundertfünfzigprozentig vor: Sie sollten jede noch so abwegige Kleinigkeit zu Ihrer Immobilie wissen und deshalb ein möglichst umfassendes "Kompendium" aller Unterlagen zu Ihrer Immobilie stets zur Hand haben. Darin enthalten sind alle Reparatur-Rechnungen, die Daten für den Fenstereinbau, das letzte Wartungsprotokoll der Heizung, der Grundsteuerbescheid und die Heizkostenabrechnung.
Außerdem wissen Sie, welche Supermärkte in der näheren Umgebung zu empfehlen sind, welche Sportkurse das Kulturzentrum anbietet und in welchem zeitlichen Abstand Bus oder Bahn in die Innenstadt oder zum Hauptbahnhof fahren.Nach der Veröffentlichung Ihrer Anzeige sind Sie auf Abruf: Gewährleisten Sie, dass ein potentieller Käufer, Sie jederzeit erreichen kann. Geben Sie bereits im Inserat mehrere Kontaktwege an (telefonisch, per Mail, via WhatsApp).
Richten Sie Ihre Immobilie für die Besichtigungen her: Bedenken Sie stets, Interessenten möchten nicht Ihr privates Zuhause kaufen, sondern Sie suchen eine Immobilie, die sie zu ihrem Heim machen können. "Entpersonalisieren" Sie Ihr Zuhause daher nach Möglichkeit, indem Sie persönliche Dinge und spezielle Deko wegräumen. Sind Sie hingegen bereits ausgezogen und die Räume daher leer, so überlegen Sie, ob Sie mit Home Staging nicht ein einladenderes Ambiente schaffen könnten. Mit ein paar Leihmöbel und wohldosierter Deko erhalten Räume ein Gesicht und erleichtern es potentiellen Käufern, sich ihre eigene Einrichtung an diesem Ort vorzustellen.
Trainieren Sie Ihre Gesprächsführung für die Kaufpreisverhandlungen mit dem möglichen Käufer. Falls Sie nicht gerade über ein angeborenes Verhandlungsgeschick verfügen, gehört diese Empfehlung durchaus zu den beachtenswerten Tipps für den Immobilienverkauf von privat. Sie sollten stets souverän, aber niemals stur auftreten. Geben Sie möglichen Käufern das Gefühl, dass Sie deren Position ernstnehmen und stimmen Sie kleinen Abstrichen zu - aber machen Sie niemals größte Zugeständnisse als die, die Sie ohnehin einkalkuliert hatten. Ein guter Abschluss ist derjenige, bei dem beiden Seiten final das Gefühl haben, ein gutes Geschäft gemacht zu haben.
Kompromisslos sollten Sie hingegen bei der Bonitätsprüfung des potentiellen Käufers sein. Lassen Sie sich eine Schufa-Auskunft, Gehaltsabrechnungen und Kontoauszüge sowie in jedem Fall die Finanzierungszusage der Käufer-Bank vorlegen. Und: Nehmen Sie anwaltliche Hilfe in Anspruch, um den Kaufvertragsentwurf des Notars in Ihren Sinne gegenchecken zu lassen. Erst wenn der Kaufpreis auf Ihrem Konto eingegangen ist, sollten Sie den Schlüssel zu Ihrer Immobilie aushändigen.



