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Wohnungsbesichtigung planen

Eine gut präsentierte Immobilie kann einen bis zu 15 Prozent höheren Verkaufspreis bringen. Hier erfahren Eigentümer, was bei der Besichtigung zu beachten ist.

Clarissa Freund

Immobilienredakteurin

05. Januar 2018 ·  8 Minuten Lesezeit

Vor der Besichtigung

Vorbereiten der Immobilie

Die Immobilie sollte bei der Wohnungsbesichtigung den besten Eindruck machen. Dazu sollte sie aufgeräumt und sauber sein. Auch kleinere Mängel gilt es zu beheben, damit Interessen daraus keine falschen Schlüsse auf den Gesamtzustand der Immobilie ziehen.

Ist die Immobilie noch bewohnt, sollten persönliche Einrichtungsgegenstände wie Bilder und Deko im Schrank verschwinden. So fällt es Interessenten leichter, sich die Immobilie als eigenes Zuhause vorzustellen. Offene Jalousien und aufgezogene Vorhänge sorgen für Helligkeit und eine freundliche Atmosphäre. Vor der Besichtigung sollte die Wohnung außerdem noch einmal gelüftet werden. Das Aufstellen eines dezenten Duftes wirkt ebenso positiv wie der Geruch eines frisch gebackenen Kuchens oder frisch gebrühten Kaffees. Ein bunter Blumenstrauß komplettiert das Bild.

Hinweis

Dass sich diese Vorbereitung lohnt, zeigt der Trend “Home Staging” aus den USA. Hier wird die Immobilie als Art Bühnenbild inszeniert und so ein höherer Verkaufspreis erzielt.
Zum Artikel: Wie Sie mit Home Staging Ihre Immobilie besser verkaufen

Rundgang planen

Vor der Besichtigung sollten sich Immobilienverkäufer überlegen, in welcher Reihenfolge sie die Zimmer präsentieren wollen. Dabei gilt es, die Vorzüge der eigenen Wohnung zu erkennen. Vielleicht gewährt sie einen wunderschönen Ausblick? Oder sie besitzt eine Terrasse, auf der man ausgezeichnet frühstücken und die Sonne genießen kann?
Manche Eigentümer trumpfen zu Beginn mit den schönsten Räumen und Aussichten auf, andere sparen sich das Schmuckstück bis zum Schluss auf.

Generell sollte die Präsentation auf den potenziellen Käufer und dessen Interesse abgestimmt sein. Gerade wenn der Interessent plant, selbst einzuziehen, sind ihm – neben Informationen zu Stärken und Schwächen der Immobilie – auch allgemeinere Auskünfte wichtig. Er möchte über Ärzte und Schulen, Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe und die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr informiert werden. Daneben interessiert er sich wahrscheinlich für die direkte Nachbarschaft. Auch Instandhaltungsrücklagen und Projekte sind für Kaufwillige von Interesse.

Tipp: Beim Wohnungsverkauf ist es immer ratsam, die Konkurrenz im Blick zu haben.

  • Welche anderen Objekte werden in der Gegend veräußert?
  • Welcher Preis wird für sie verlangt?
  • Was sind die Vorzüge der eigenen Wohnung?

Interessentenliste erstellen

Bevor Termine vereinbart werden, sollten Eigentümer Informationen über Ihre Interessenten einholen – wie Kontaktdaten, Alter und Beruf. Anhand dieser gilt es, die Kandidaten für eine Wohnungsbesichtigung auszuwählen und entsprechend eine Interessentenliste zu erstellen.

Diese sollte, falls bereits vorhanden, folgende Eckdaten der potenziellen Käufer enthalten:

  • Name
  • Adresse
  • E-Mail-Adresse
  • Telefonnummer
  • Beruf
  • Finanzierungsbestätigung von der Bank
  • Terminwunsch

Interessenten erhalten auf der anderen Seite vom Eigentümer neben der Adresse der Immobilie optimalerweise auch eine Wegbeschreibung.

Dokumente zusammenstellen

Ein Grundriss der Wohnung, die letzte Betriebskostenabrechnung und der Energieausweis sollten am Tag der Besichtigung für die Interessenten einsehbar sein. Letzterer ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Ebenfalls für Kaufinteressenten interessant sind beispielsweise:

  • Exposé der Immobilie inklusive Fotos zum Mitnehmen
  • Kostenübersicht für Instandhaltung der Immobilie
  • Zustand und Alter der Elektrik der Wohnung
  • Rechte Dritter wie z.B. ein Wege- oder Wohnrecht
  • Mitveräußerung von festen Einbauten oder Möbelstücken

Darüber hinaus gilt es, auf Nachfragen und kritische Argumente von Interessenten vorbereitet zu sein. Interessenten wissen, dass es keine makellosen Immobilien gibt. Verkäufer, die kleine Mängel offen ansprechen, wirken daher vertrauenswürdig.

Beim Wohnungsverkauf selbst sind eine Reihe von Dokumenten gesetzlich vorgeschrieben. Da die Schriftstücke zum Teil bei Behörden beantragt werden müssen, sollten Verkäufer einen entsprechenden Zeitpuffer einplanen.

Organisation der Besichtigung

Idealerweise besichtigen Interessenten die Immobilie in Einzelterminen. So können Verkäufer potenzielle Käufer besser kennenlernen und erste Informationen zu ihrer Einkommens- und Finanzsituation einholen. Auf der anderen Seite haben potenzielle Käufer ausreichend Zeit, die Wohnung in Ruhe zu besichtigen und erste Gestaltungsideen zu entwickeln.

Verkäufer sollten je nach Immobiliengröße pro Besichtigungstermin eine halbe bis zwei Stunden einplanen. Wegen des zeitlichen Aufwands empfiehlt es sich bei einer hohen Nachfrage Besichtigungen mit kleinen Gruppen von maximal vier Interessenten durchzuführen. Wenn möglich, sollten Besichtigungen bei Tageslicht angesetzt werden. So erhalten Interessenten einen besseren Eindruck von der Immobilie als in der Dunkelheit.

Hinweis

Soll eine vermietete Wohnung verkauft werden, müssen Eigentümer die Besichtigungen rechtzeitig bei ihren Mietern anmelden.

Mehr Tipps und Informationen erhalten Immobilienverkäufer mit der Checkliste Immobilienbesichtigung von Homeday. Sie möchten den Verkauf Ihrer Immobilie lieber einem Makler überlassen? Gerne vermitteln wir Ihnen den Kontakt zu einem passenden Homeday-Makler.

So geht es nach der Wohnungsbesichtigung weiter

Immobilienbesitzer müssen sich nach Besichtigungen Gedanken darüber machen, wer als Käufer infrage kommt. Es sollten etwa fünf Favoriten in die engere Wahl kommen. Top-Kandidaten sollten die Möglichkeit eines zweiten Besichtigungstermins erhalten.

Ideal ist es, wenn die Interessenten bereits über eine Finanzierungsbestätigung einer Bank verfügen. Alternativ kann der Makler die Immobilie reservieren. Das heißt, dass er die Wohnung für eine bestimmte Zeit keinen weiteren Interessenten zeigt. Ein privatschriftlicher Vertrags zwischen Makler, Verkäufer und Käufer genügt für die Reservierung.

Im nächsten Schritt sollten sich Verkäufer für eine Verkaufsstrategie entscheiden. Wählen sie das Bieterverfahren, erhält derjenige den Zuschlag, der am meisten zu zahlen bereit ist. Eine Alternative dazu: Der Eigentümer wählt die Interessenten als Käufer aus, die ihm am sympathischsten sind. Hier wird einvernehmlich ein Preis ausgehandelt. In der Regel treffen sich die Parteien irgendwo in der Mitte zwischen Angebotspreis des Verkäufers und Angebotspreis des Interessenten.

Tipp: Sollte ein Interessent ernsthaftes Interesse an einem Kauf haben, zur Sicherheit aber noch einmal einen Gutachter mit in die Wohnung nehmen wollen, sollten Verkäufer diesem Wunsch zustimmen. Manchmal ist es erst das unabhängige Urteil eines Sachverständigen, das dem Kaufinteressenten die Angst vor unangenehmen Überraschungen nehmen kann.

Sie möchten als Eigentümer ebenfalls einen Experten an der Seite, der Sie beim gesamten Immobilienverkauf unterstützt? Die Homeday-Makler begleiten Sie durch sämtliche Phasen des Verkaufs: von der Immobilienbewertung über die Besichtigungen bis hin zur Beurkundung des Kaufvertrags.

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