• Was ist ein Baujahr?

    Das Baujahr einer Immobilie entspricht dem Jahr, in dem das Gebäude gebaut wurde und gibt zudem Auskunft über den Zustand, wahrscheinlich verwendete Baumaterialien und deren Verarbeitung. Mögliche Mängel an dem Gebäude können durch das Baujahr abgeschätzt und vorhergesagt werden. 

    Nicht nur bei Immobilien findet das Baujahr Anwendung: Bei PKWs wird das Baujahr auf dem Fahrzeugscheinabgedruckt. Entscheidend ist hierbei allerdings nicht das Baujahr, sondern die Erstzulassung des Autos.

    Anders ist es bei einer Immobilie. Das Baujahr eines Hauses lässt sich aus der Fertigstellungsanzeige in der Bauakte der zugeordneten Gemeinde oder Stadt herausfinden. Bei einem unfertigen Neubau, kann der Erstbezug bereits vor Fertigstellung des Gebäudes erfolgen, wenn die Bauarbeiten die Bezugsfertigkeit nicht beeinträchtigen. Eine Bezugsfertigstellung ist möglich, wenn nur noch Bauarbeiten im Außenbereich oder im Flur zu erledigen sind und keine Gefahren oder Hindernisse für die Bewohner am alltäglichen Leben darstellen. 

    Durch das Baujahr können mögliche Mängel eines Hauses identifiziert werden. Wenn das Haus ein Altbau-Gebäude ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Reparaturen und Sanierungsarbeiten früher oder später erforderlich sind. Mängel, die bei Altbauten mit Baujahr bis 1900 typischerweise behoben werden sollten, sind beispielsweise die Wärmedämmung, die Abdichtung des Kellers gegen Feuchtigkeit, Wasserrohre aus Blei, Dachschäden und Schallschutz.

    Neben anderen Faktoren hat das Baujahr einen Einfluss auf den Wert einer Immobilie – so wird das Baujahr zur Berechnung des Zeitwerts mit einbezogen und auch für die Berechnung des Verkehrswerts einer Immobilie mittels Vergleichswertverfahren spielt das Baujahr eine Rolle. 

    Themengebiet: Immobilienlexikon

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